Das gemeinnützige AppliedAI Institute for Europe verfolgt das Ziel, das europäische KI-Ökosystem zu stärken, Forschung im Bereich Künstlicher Intelligenz voranzutreiben und Wissen rund um KI zu entwickeln und zur praktischen Anwendung zu verhelfen. So soll das Vertrauen in KI-Lösungen gestärkt werden. Das Institut wurde 2022 in München als Tochtergesellschaft der AppliedAI Initiative gegründet, die wiederum ein Joint Venture der Unternehmer-TUM und des Ipai in Heilbronn ist. Insgesamt arbeiten in München, Heilbronn und Remote 150 Beschäftigte für die beiden Unternehmen, davon 35 am AppliedAI Institute im Heilbronner Ipai Spaces.
KI verstehen und praktisch anwenden
Gemeinnütziges AppliedAI Institute bietet Kurse zu Künstlicher Intelligenz an. Regionale Unternehmen haben großes Interesse an den Programmen.

Das gemeinnützige AppliedAI Institute hat sich zum Ziel gesetzt, Studenten und Berufstätigen den Umgang mit vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz (KI) nahezubringen. In verschiedenen Programmen sollen sowohl Grundlagen der KI und des maschinellen Lernens sowie die praktische Anwendung von KI in Unternehmen vermittelt werden. Das Pilotprojekt AI Career Kickstart Program, das im Herbst 2023 startete, geht nun in die zweite Runde.

"Die Trainingsphase des ersten Jahrgangs war ein voller Erfolg", berichtet Frauke Goll, Geschäftsführerin des AppliedAI Institute for Europe. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Paula Gonzalez Avalos hat sie das Programm von Heilbronn aus aufgelegt. Acht Studenten durchlaufen das Programm, das in eine theoretische Trainings- und Lernphase und in einen Praxisteil unterteilt ist. Dieser zweite Teil, der sechs Monate dauert, hat im April/Mai begonnen. Die acht Teilnehmer machen bei fünf Unternehmen entsprechende Praktika: EnBW, Bosch, Porsche, Porsche Digital und Giesecke + Devrient.
Unternehmen müssen den Teilnehmern konkrete KI-Projekte bieten
"Die Unternehmen treffen die Entscheidung, welchen Teilnehmer sie nehmen", erläutert Gonzalez Avalos. schließlich handelt es sich um bezahlte Praktika. "Aber es müssen konkrete KI-Projekte in den Unternehmen vorhanden sein", betont die Programmverantwortliche. Nur wenn die KI-Projekte eine gewisse Reife haben, mache das Programm Sinn. Denn die Teilnehmer fangen nicht bei Null an, sondern verfügen über das vorher vermittelte theoretische und technologische Wissen, um KI konkret im Unternehmensalltag nutzen zu können.

"Die Teilnehmer haben uns widergespiegelt, dass wir ihnen relevante Kenntnisse für die Entwicklung robuster KI-Systeme vermitteln können, die die Lücke zu den Industriestandards schließt", sagt Gonzales Avalos. Genau dies sei der Sinn des Programms. "Unser Programm unterstützt sowohl bei technischen als auch bei Soft Skills", betont die KI-Expertin. Am Ende erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat des AppliedAI Institute.
Im Oktober startet die zweite Runde des AI Career Kickstart Program
Im Oktober startet nach der erfolgreichen Premiere die zweite Runde des AI Career Kickstart Program. Dieses Mal sollen es 8 bis 15 Teilnehmer sein, die Bewerbungsphase läuft gerade. "Es sind auch viele Unternehmen in der Region an dem Programm interessiert, darunter auch Start-ups", berichtet Frauke Goll. Sie will das Programm noch stärker in der Region Heilbronn verankern, wo gerade ein Ökosystem für Künstliche Intelligenz entsteht.
Auch niederschwelligere KI-Schulungsangebote will das gemeinnützige Institut verstärkt anbieten. Ab Frühling 2025 richten sich sogenannte Beginner-Programme an alle Interessierten, die keine KI-Vorkenntnisse haben müssen. "Diese Programme werden drei Monate berufs- oder studienbegleitend online laufen", blickt Frauke Goll voraus. Das Interesse an solchen KI-Angeboten sei sehr groß, sagt die Geschäftsführerin des Instituts. Und bereits in diesem Herbst bietet das AppliedAI Institute ein spezielles KI-Programm für Beschäftigte in Unternehmen an, das ebenfalls berufsbegleitend online und vor Ort in den Firmen stattfindet.

Stimme.de
Kommentare