Kaufland strukturiert seine Vertriebsgebiete neu
Das Unternehmen halbiert seine Vertriebsgebiete und will so die Effizienz steigern - das hat auch Auswirkungen auf Arbeitsplätze.

Der Lebensmittelriese Kaufland, Teil der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe, stellt seine Vertriebsgebiete neu auf. Kaufland ist bisher in sechs Vertriebsregionen organisiert, in Zukunft werden es nur noch drei sein.
Künftig drei Vertriebsregionen: Nord, Süd und Ost
Das Vertriebsgebiet Süd mit 285 Filialen wird Nicole Krauss leiten, bisher zuständig für die Region Süd-West. Ralph Zill übernimmt das Ost-Gebiet (ehemals Ost und Mitte) mit 259 Filialen. Das neue Vertriebsgebiet West (ehemals West und Nord) mit 237 Filialen wird Martin Pralow zuständig sein. Alle drei Führungskräfte sind bereits lange im Unternehmen. In jedem Vertriebsgebiet gibt es zwei Standorte, an denen die jeweiligen Teams arbeiten, erklärt ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion. Weiterhin soll in den neuen Gebieten das operative Vertriebsgeschäft liegen, die Bereiche Personal und Verwaltung behalten ebenfalls ihren Sitz in den Vertriebsgebieten, werden aber von Neckarsulm aus organisiert.
Effizienz soll gesteigert werden - vereinzelte Arbeitsplätze entfallen
„Mitte 2015 haben wir die regionalen Strukturen geschaffen, um unser Engagement in den Regionen zu stärken und näher am Markt sowie den Bedürfnissen der Kunden zu sein“, sagt Jochen Kratz, Geschäftsführer von Kaufland Deutschland. Diese Struktur habe sich erfolgreich etabliert, aber um die „Effizienz unserer Organisation in Deutschland weiter zu steigern und noch mehr Synergien zu schaffen, werden wir die Struktur unserer Regionalgesellschaften optimieren und verschlanken“.
Weniger Gebiete, mehr Effizienz - all das geschieht meist nicht ohne Stellenabbau, so auch hier. Allerdings sollen lediglich in den regionalen Einheiten „vereinzelt Stellen entfallen“, ebenso im Vertrieb auf Management-Ebene. Genauere Größenordnungen nannte das Unternehmen auf Anfrage nicht. „Für die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter hat die Zusammenlegung auf drei Vertriebsgebiete keine Auswirkungen auf die Arbeitsplätze“, so ein Sprecher. Betroffenen Mitarbeitern werde die Möglichkeit gegeben, in einem anderen Bereich bei Kaufland weiterzuarbeiten. „Ansonsten sind wir in bestimmten Einzelfällen dabei, sozialverträgliche Lösungen zu finden.“
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