Stimme+
Konjunktur
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Hoffnung für insolvente Schreinerei Heinen in Ilsfeld

  
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Die Schreinerei Heinen hat die Flaute bei Aufträgen öffentlicher Auftraggeber zu spüren bekommen. Nach einem massiven Umsatzeinbruch folgte der Gang zum Insolvenzgericht. Doch es gibt Hoffnung für das Ilsfelder Unternehmen mit 22 Mitarbeitern.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Ein starker Rückgang der Aufträge aus der größten Kundengruppe hat die Ilsfelder Schreinerei Heinen in finanzielle Nöte gebracht: Das Unternehmen mit 22 Mitarbeitern musste den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Heilbronner Rechtsanwalt Harry Kressl ernannt.

Auftragsrückgang aus Verwaltung und Kommunen belastet Schreinerei Heinen in Ilsfeld

Wie Kressl berichtet, fertigt das Unternehmen zum einen Möbel und anderen Arbeiten im Innenausbau für Privatkunden. Der größere Teil des Umsatzes entfiel jedoch bislang auf Aufträge aus der Verwaltung – von Rathäusern über Kindergärten und Schulen bis zu Behörden. Hier habe es aber seit Oktober einen massiven Umsatzrückgang um mehr als 50 Prozent gegeben. Es sei erkennbar, dass die Kommunen mittlerweile auf der Ausgabenbremse stehen. 

Der Anbau an  die Schreinerei Heinen wurde 2015 mit einem Architekturpreis ausgezeichnet.
Der Anbau an die Schreinerei Heinen wurde 2015 mit einem Architekturpreis ausgezeichnet.  Foto: Schreinerei Heinen

Momentan sei die Auslastung aber insgesamt wieder gut, berichtet der Rechtsanwalt. Gespräche über eine Fortführungslösung seien gut angelaufen. Derzeit sei geplant, zum 1. Mai das Insolvenzverfahren zu eröffnen. Gehe alles gut, könne dann sogar schon ein Übernehmer präsentiert werden, fügte er hinzu. 

Familienbetrieb seit 1973: Schreinerei Heinen mit preisgekröntem Erweiterungsbau

Das Unternehmen wurde 1973 von Manfred Heinen gegründet und spezialisierte sich auf den Innenausbau von Gaststätten. Später wurde die Leitung von seinem Sohn Markus übernommen. Für einen Anbau an den Betrieb, der Produktion, Verwaltung und Wohnen kombinierte, gab es 2015 die Auszeichnung der Architektenkammer Baden-Württemberg für „Beispielhaftes Bauen Landkreis und Stadt Heilbronn 2010-2015“. Denn die Geschäftsräume im Erdgeschoss grenzen unmittelbar an die Werkstatt, während die erste und zweite Etage werden als private Wohnbereiche genutzt werden.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben