Heilbronner Genossenschaft Sabu: Mehr Mitglieder bieten keine Kinderschuhe mehr an
Der Schuhhändler-Verbund meldet mehr Verkaufsstellen, aber weniger Umsatz bei seinen angeschlossenen Unternehmen. Auch bei den meistgehandelten Schuhmarken gab es Bewegung.

Die Schuhhandels-Genossenschaft Sabu meldet weniger Umsatz bei ihren Mitgliedern, aber mehr Umsatz über ihre eigenen Kanäle. Das gab der Verbund, an dem die Sporthändler-Genossenschaft Intersport 50 Prozent hält, am Rande ihrer Herbst-Winter-Hausmesse bekannt. In einem insgesamt rückläufigen Markt habe sich die Verbundgruppe besser als die Gesamtbranche behauptet.
Ladengeschäfte haben es weiterhin schwer
Während der Außenumsatz der Mitglieder 2025 um rund vier Prozent zurückgegangen sei, habe die Sabu GmbH ihren Zentralregulierungsumsatz um drei Prozent gesteigert, wird berichtet. Der Verbund kommt mit seinen Mitgliedern auf eine knappe Milliarde Umsatz, der Schuhhandel in Deutschland dürfte nach früheren Schätzungen insgesamt etwa 9,4 Milliarden Euro erreicht haben. Der Umsatz des stationären Einzelhandels mit Schuhen und Lederwaren ging nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 2,6 Prozent zurück, darin sind jedoch nicht die Umsätze der Online-Anbieter enthalten.
Jeder Dritte verkauft auch Textilien
Unter dem Strich haben die Sabu-Mitglieder inzwischen mehr als 1350 Verkaufsstellen, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig veränderten sich die Sortimentsstrukturen innerhalb der Mitgliedsbetriebe spürbar, heißt es weiter: Der Anteil der Vollsortimenter sank von 73 Prozent im Jahr 2024 auf 69 Prozent. Parallel dazu stieg der Anteil der Geschäfte ohne Kinderschuhe von 25 auf 30 Prozent – damit bietet bald jedes dritte Geschäft keine Schuhe für Kinder mehr an. Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment der Händler mit zusätzlichem Textilangebot: Hier erhöhte sich der Anteil von 29 auf 35 Prozent. „Wir werden eine höhere Konzentration erleben: Weniger Unternehmen, mehr Verkaufsstellen“, sagt Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug. „Wachstum gibt es vor allem im Fachmarktbereich und bei Textilhändlern mit Schuhsortiment.“
Wechsel bei der beliebtesten Marke
Die Sabu-Mitglieder setzen dabei weniger auf Billigmarken. Das zeigt sich auch in der Tabelle der zehn größten Lieferanten. 2025 belegte erstmals die Marke Skechers den ersten Platz und löste Rieker ab. Ebenfalls unter den Top 5 vertreten sind Gabor, Wortmann und Lowa. Einen deutlichen Sprung nach vorn machte Astor Mueller: Die Marke verbesserte sich nach Angaben von Sabu von Platz 16 im Vorjahr auf Rang 10.
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