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Auch Block 7 des Kohlekraftwerks Heilbronn geht nun in die Netzreserve

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Am Kohlekraftwerk Heilbronn wird künftig auch der jüngste Block nur noch in dringenden Fällen angefahren. Stattdessen baut der Betreiber EnBW eine Alternative auf.


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Auch Block 7 des Kohlekraftwerks Heilbronn geht nun in die Netzreserve: Von März an wird die 1985 in Betrieb genommene Anlage nur noch angefahren, wenn sie vom Netzbetreiber Transnet-BW angefordert wird. Ursprünglich wollte die EnBW diesen Schritt bereits zum Jahresende gehen, die Betriebserlaubnis der Bundesnetzagentur gilt aber noch bis März.

Wann das Gaskraftwerk in Betrieb gehen soll

Die Blöcke 5 und 6, von 1964 bis 1966 erbaut, befinden sich schon seit 2016 in der  Netzreserve – die EnBW hatte sie zur Stilllegung angemeldet, die Bundesnetzagentur aber ein endgültiges Herunterfahren untersagt, um die Stromversorgung in Süddeutschland sicherstellen zu können. In den vergangenen Wochen haben die beiden Schornsteine des Kraftwerks immer wieder mal Dampf ausgestoßen – ein Zeichen dafür, dass die Anlagen vor allem in den Wintermonaten nach wie vor gebraucht werden.

Auch Block 7 (in der Bildmitte) des Heilbronner Kohlekraftwerks geht nun in die Netzreserve.
Auch Block 7 (in der Bildmitte) des Heilbronner Kohlekraftwerks geht nun in die Netzreserve.  Foto: Daniel Maier-Gerber

Ersatz ist allerdings schon im Werden: Auf dem Kraftwerksgelände geht das neue Gaskraftwerk seiner Vollendung entgegen. Es soll, heißt es in der Mitteilung des Energiekonzerns, im dritten oder vierten Quartal nächsten Jahres ans Netz gehen. Block 7 des Kohlekraftwerks werde danach noch etwa zweieinhalb Jahre eingesetzt werden dürfen.

Was aus den jüngsten Kraftwerksblöcken werden soll

Die EnBW hat zuletzt stets angekündigt, dass sie 2028 komplett aus der Kohleverstromung aussteigen wolle, sofern es die Rahmenbedingungen erlaubten. An diesem Datum wird auch in der Mitteilung vom Donnerstag festgehalten. Das bedeutet aber nicht, dass alle Kraftwerke dann endgültig stillgelegt werden: Einige, wie der einstige EnBW-Block des Braunkohlekraftwerks Lippendorf, wurden an andere Betreiber verkauft, andere wie Block 7 in Heilbronn oder der jüngste Block des Kraftwerks bei Karlsruhe werden vorerst in der Netzreserve bleiben. 

Das neue Kraftwerk in Heilbronn wird zunächst mit Erdgas betrieben – die dafür nötige Leitung wird gerade von Heidelberg bis in den Raum Stuttgart verlegt. Ab Mitte der 2030er Jahre soll dann, so die derzeitigen Planungen, Wasserstoff eingesetzt werden.

So viel Strom wurde hier erzeugt

„Block 7 hat über viele Jahre zur sicheren Energieversorgung der Region beigetragen und wird dies in Zukunft auch in der Netzreserve weiterhin tun“, sagt Peter Heydecker, Vorstand Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur der EnBW. Insgesamt seien etwa 110.000 Gigawattstunden Strom erzeugt worden.

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