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Tiefe Einblicke in die Welt des Autozulieferers Läpple

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18 Leser erlebten bei einer exklusiven Werksführung, wie Läpple Automotive Karosserie- und Strukturteile für renommierte Fahrzeughersteller produziert. Die Dimensionen beeindruckten.


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Die Leserinnen und Leser staunten nicht schlecht, als sie im Rahmen des Lesersommers der Stimme exklusive Einblicke in das Heilbronner Traditionsunternehmen Läpple bekamen.

Denn auch wenn der Name des 1919 gegründeten Autozulieferers in der Region den meisten bekannt ist, wissen die wenigsten, was die Läpple-Gruppe konkret macht.

Daher ließ es sich Vorstandssprecher Stephan Itter am Dienstagnachmittag nicht nehmen, die 18 Teilnehmer des Lesersommers persönlich zu begrüßen und in die Läpple-Welt einzuführen.


Firma Läpple in Heilbronn produziert kein Blech, sondern halbe Autos

Die Zeiten, als Läpple als Blechbieger galt, sind lange vorbei. „Wir machen keine Blechteile, sondern wir machen halbe Autos“, erläuterte Itter. Für Porsche etwa, den größten Kunden von Läpple Automotive, fertigen die Heilbronner zahlreiche Karosserie- und Strukturteile, die am Ende in Zuffenhausen zusammengebaut werden. Auch bei Mercedes-Benz ist Läpple gut im Geschäft, etwa mit der Produktion der Heckklappe der S-Klasse und des EQS.

Während die Aufträge für Porsche und Mercedes am Läpple-Stammsitz in Heilbronn abgearbeitet werden, kümmern sich die Kollegen in Teublitz bei Regensburg um die Aufträge von BMW – etwa die Fertigung von Fahrzeugtüren.

„BMW ist unser zweitgrößter Kunde“, berichtete Frank Scheppe, Senior Vice President Operations bei Läpple Automotive. Und auch für die Lkw-Hersteller Mercedes, DAF und MAN produziert Läpple zahlreiche Teile wie etwa Fahrzeugtüren.

Bei der Firma Läpple in Heilbronn gelten hohe Qualitätsanforderungen

Von der Vielfalt und Komplexität der Produktion bei Läpple Automotive konnten sich die Stimme-Leser bei der Werksführung überzeugen. Anschaulich und verständlich erläuterte Werkleiter Michael Vettermann die Abläufe in Produktion, Logistik und Qualitätssicherung.

„Die Anforderungen an die Qualität sind in der Autoindustrie besonders hoch“, erklärte Vettermann. Deshalb wird bei Läpple jeder einzelne Arbeitsschritt dokumentiert, so dass jeder einzelne Schweiß- oder Nietpunkt jederzeit nachvollzogen werden kann. Ein gewaltiger Aufwand, den ein Zulieferer aber leisten muss.

Beeindruckt sind die Leserinnen und Leser von den gewaltigen Pressen und den tonnenschweren Werkzeugen in den Läpple-Produktionshallen. „Diese Dimensionen hätte ich nicht erwartet“, sagte Hermine Hoffmann aus Heilbronn. Das gilt natürlich auch für die „Mercedes-Halle“, in der 105 Roboter zuverlässig ihre komplexe Arbeit verrichten.

„Bis Jahresende ist die Halle komplett automatisiert“, kündigte Werkleiter Vettermann an. Das bedeute, dass Läpple perspektivisch weniger Mitarbeiter in der Produktion benötigt. Auf der anderen Seite erledigen nun die Roboter die schwere körperliche Arbeit, für die sich immer weniger Menschen interessieren. 

Bei Läpple in Heilbronn schreitet die Automatisierung und Digitalisierung voran

Ohne konsequente Digitalisierung und Automatisierung werden Zulieferer nicht überleben können, machte Vettermann deutlich. Deshalb arbeitet man auch bei Läpple mit digitalen Zwillingen, beispielsweise im Fügetechnologiezentrum.

„Und wir sind Mitglied im Ipai“, berichtete Frank Scheppe. Künstliche Intelligenz (KI) werde auch in der Autobranche eine immer wichtigere Rolle spielen. Da will Läpple natürlich vorne dabei sein.

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