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Gang in Rüstungsbranche: Heideldruck setzt auf Drohnenabwehr

  
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Der Technologiekonzern Heideldruck aus Wiesloch macht den Gang in Rüstungsbranche konkret: In einem Joint Venture sollen Systeme zur Drohnenabwehr hergestellt werden. Dafür wird ein Werk des Konzerns umgerüstet 

Mit solchen Systemen sollen Drohnen abgewehrt werden können. Heidelberger Druckmaschinen geht dazu ein Joint-Venture mit einem US-Rüstungskonzern ein.
Mit solchen Systemen sollen Drohnen abgewehrt werden können. Heidelberger Druckmaschinen geht dazu ein Joint-Venture mit einem US-Rüstungskonzern ein.  Foto: Alternativer Fotograf

Die Heidelberger Druckmaschinen AG geht den Schritt in die Rüstungsbranche: Ihre Tochtergesellschaft HD Advanced Technologies gründet zusammen mit dem US-Konzern Ondas ein Joint Venture zur Herstellung von autonomen Drohnenabwehrsystemen. Das teilten die Unternehmen am Mittwoch mit.

Das neue Unternehmen trägt den Namen Onberg und soll eine Marktlücke beim Schutz kritischer Infrastruktur in Europa schließen, heißt es weiter. Es soll für das Militär, aber auch für zivile und industrielle Anwendungen produzieren. Grundlage seien einsatzbereite Systeme des US-Partners, die um autonome Technologien sowie Sensoren und Kommunikationstechniken ergänzt würden. Dazu wird das Heideldruck-Werk in Brandenburg zum Kompetenzzentrum für Drohnenabwehr und autonome Sicherheitssysteme ausgebaut. 

Heideldruck geht in die Drohnenabwehr: Wohin die Produkte geliefert werden sollen

Zunächst sollen die Produkte in die Ukraine geliefert werden, in einem nächsten Schritt wird der Vertrieb auf die EU ausgeweitet, wird angekündigt. „Wir entwickeln uns zum schlagkräftigen Hightech-Anbieter in diesem Bereich“, sagt Heidelberg-Vorstandschef Jürgen Otto. „Unser strategischer Vorteil ist die Fähigkeit zur industriellen Skalierung mitten in Europa: Wir bringen alles mit, was ein neuer Player in diesem Umfeld leisten muss.“

„Wir vereinen das Beste aus zwei Welten: die führende Drohnen- und Sensortechnologie von OAS und 175 Jahre deutsche Maschinenbaukompetenz und Präzisionsmechanik“, ergänzt HD-Geschäftsführer Michael Wellenzohn. Onberg verbinde amerikanisch-israelische Hightech-Innovationen im Verteidigungsbereich mit deutscher Industriekapazität und Präzisionsfertigung, fügt Ondas-Konzernchef Eric Brock hinzu.

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