Lidl steigt ins Streaming-Geschäft ein – pünktlich zur Handball-EM
Der Lebensmittel-Discounter aus Bad Wimpfen lässt auf seinen Einstieg beim Streamingdienst Dyn Taten folgen: Jetzt wird ein Angebot für Handball-Übertragungen vermarktet. Denn in jener Sportart ist Lidl bereits stark engagiert.
Knapp ein halbes Jahr nach dem überraschenden Einstieg der Schwarz-Gruppe beim kostenpflichtigen Online-Sportsender Dyn kommt nun ein erstes gemeinsames Angebot auf den Markt: Der Discounter Lidl bietet Nutzern seiner App seit dieser Woche ein deutlich vergünstigtes Streaming-Abo an.
Der Sender überträgt vor allem Ballsportarten jenseits des Fußballs, insbesondere Basketball, Handball, Volleyball, Tischtennis und Hockey. Nach eigenen Angaben zeigt Dyn pro Saison mehr als 3000 Live-Spiele. Zu den Kommentatoren zählen Größen ihrer jeweiligen Sportart wie Stefan Kretzschmar oder Timo Boll.
Lidl steigt ins Streaming-Geschäft ein: Angebot passend zur Handball-EM in Dänemark
Es ist wohl auch kein Zufall, dass der Einzelhändler und der Sender damit jetzt auf den Markt gehen: Die Handball-Europameisterschaft der Männer beginnt diesen Donnerstag in Dänemark. Dyn überträgt alle Spiele live und auf Abruf. Neben der Liveberichterstattung werden auch Berichte abseits der Live-Spiele in Hintergrundformaten und durch Einblicke über die Social-Media-Kanäle angeboten.

Lidl ist schon länger eng mit dem Handball verbunden
Im November hatten Lidl Deutschland und der Deutsche Handballbund (DHB) eine Verlängerung ihrer Partnerschaft bis 2030 verkündet. Der Discounter ist zudem Namensgeber sowie Frische- und Wasser-Partner des Final4, bei dem die besten vier Mannschaften des DHB-Pokals um den Titel kämpfen. Seit 2017 engagiert sich Lidl auch im internationalen Handball, unter anderem bei der Frauen Handball-WM 2025, bei den Europameisterschaften der Männer und Frauen 2026 und 2028, bei den Qualifikationsspielen sowie dem EHF Euro Cup der Männer.
Insgesamt hat der Sender inzwischen vier Gesellschafter. Gleich große Anteile halten mit je rund 42,5 Prozent das Medienhaus Springer und die Schwarz-Gruppe. Die beiden kleineren Anteilseigner sind der ehemalige DFL-Boss Christian Seifert, Mitgründer und seit drei Jahren Vorstandsvorsitzender bei Dyn, mit rund neun Prozent und die Deutsche Fußball-Liga DFL mit rund 6,5 Prozent.
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