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Heilbronn

Gemeinsam gegen Ausbildungsabbrüche

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Erfahrungsaustausch zwischen Mentorenprogramm Veraplus, der IHK und der Handwerkskammer Heilbronn-Franken zeigt, wie wichtig die Unterstützung junger Menschen in der Ausbildung ist. Ausländische Lehrlinge sollen helfen, den Bedarf an Nachwuchskräften zu decken.

Klaus Harder (von links), Regionalkoordinator von Veraplus, NSST-Geschäftsführerin Kathrin Junken, Brigitte Käfer, Ausbildungsbegleiterin bei der IHK, Annabell Gil, Ausbildungsbegleiterin bei der Handwerksammer Heilbronn-Franken, und Sebastian Pohl vom Senior Experten Service, beim Erfahrungsaustausch im Heilbronner Haus der Wirtschaft.
Klaus Harder (von links), Regionalkoordinator von Veraplus, NSST-Geschäftsführerin Kathrin Junken, Brigitte Käfer, Ausbildungsbegleiterin bei der IHK, Annabell Gil, Ausbildungsbegleiterin bei der Handwerksammer Heilbronn-Franken, und Sebastian Pohl vom Senior Experten Service, beim Erfahrungsaustausch im Heilbronner Haus der Wirtschaft.  Foto: Veraplus

Das bundesweite Mentorenprogramm Veraplus des Senior Experten Service (SES) verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, junge Menschen in der Berufsausbildung zu unterstützen und Ausbildungsabbrüche zu verhindern. In der Region Heilbronn-Franken koordiniert Klaus Harder die Aktivitäten der Initiative. Derzeit engagieren sich laut Harder 52 Senior-Experten in der Region ehrenamtlich für Veraplus. Als ehemalige Fach- und Führungskräfte bringen sie langjährige Berufs- und Lebenserfahrung mit, von der die Auszubildenden profitieren sollen.

Die Kammern schätzen die Arbeit der Senior-Experten

Beim mittlerweile zehnten Erfahrungsaustausch mit den hiesigen Wirtschaftskammern wurde deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit der Veraplus-Experten mit IHK und Handwerkskammer ist. Claudia Scheunpflug, Geschäftsführerin Bildung bei der IHK Heilbronn-Franken, wies darauf hin, dass auch im Jahr 2024 knapp zehn Prozent der begonnenen Ausbildungsverhältnisse vorzeitig beendet worden seien. Das sei ein großer Schaden für die betroffenen Jugendlichen als auch für die ausbildenden Betriebe. Der Bedarf an ehrenamtlicher Begleitung durch die Senior-Experten sei entsprechend groß, sagte Scheunpflug.

Das gilt auch für das Handwerk, wenngleich Kerstin Lüchtenborg, Leiterin Berufsbildung der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, den jüngsten Anstieg bei den Ausbildungszahlen als positives Zeichen wertet. „Das Handwerk wird attraktiver, der Weg nach oben ist nicht begrenzt“, betonte Lüchtenborg. Zugleich seien immer noch rund 300 Ausbildungsplätze in der Region Heilbronn-Franken unbesetzt.

26 junge Nepalesen machen eine Ausbildung in der Region

Um die Lehrstellen zu besetzen, setzt die regionale Wirtschaft zunehmend auf junge Leute aus dem Ausland. So berichtete Kathrin Junken, Geschäftsführerin des Nepal Secretariat of Skills and Training (NSST), über die aktuellen Bemühungen, junge Nepalesen für eine Ausbildung in Deutschland zu begeistern. Dabei wird Junken zufolge bereits im Vorfeld großer Wert auf gute Deutschkenntnisse und Wissen über die Kultur gelegt. Aktuell werden 26 Jugendliche aus Nepal in unterschiedlichen Betrieben in der Region ausgebildet. Wie Harder berichtete, steht jedem dieser Auszubildenden ein Mentor von Veraplus zur Seite, um die Integration der Nepalesen zu erleichtern und bei Problemen in der Ausbildung zu helfen.

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