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Neues Logistikzentrum in Osterburken
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Für die Reisser-Gruppe beginnt ein neues Zeitalter

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Sein neues Logistikzentrum hat sich Reisser Schraubentechnik 45 Millionen Euro kosten lassen. Gebaut wurde in Osterburken, weil die Platzkapazitäten am Stammsitz erschöpft waren. Für die Mitarbeiter beginnt nun eine weitere spannende Phase.

Das neue Logistikzentrum samt Verwaltungsgebäude der Reisser-Gruppe entstand im regionalen Industriepark Osterburken.
Das neue Logistikzentrum samt Verwaltungsgebäude der Reisser-Gruppe entstand im regionalen Industriepark Osterburken.  Foto: Reisser

Mit einem ersten eingelagerten Kübel Schrauben hat bei Reisser Schraubentechnik in diesem Monat ein neues Zeitalter begonnen. Die Würth-Tochter, die in Ingelfingen-Criebach angesiedelt ist und aktuell 360 Mitarbeiter beschäftigt, hat ihr neues, hochmodernes Logistikzentrum in Osterburken in Betrieb genommen. Aus Sicht des Unternehmens markiert der Startpunkt einen Meilenstein für Effizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Der Betriebsstart stellt den Abschluss einer intensiven Planungs- und Bauphase dar, die im Jahr 2017 ihren Anfang genommen hatte. Mit dem Spatenstich 2022 wurde das Projekt in die Umsetzung gebracht. Gut 45 Millionen Euro flossen in modernste Lagertechnik, automatisierte Prozesse und eine zukunftsfähige Infrastruktur.

Die räumlichen Kapazitäten am Firmensitz in Criesbach waren ausgeschöpft

Auf einer Fläche von vier Hektar entstanden eine Hightech-Logistikhalle mit rund 20.000 Quadratmetern und ein energieeffizientes Verwaltungsgebäude, das dem KfW-40-Standard entspricht. Die Entscheidung für den Neubau in Osterburken fiel vor dem Hintergrund, dass die räumlichen Kapazitäten am Firmensitz in Ingelfingen-Criesbach vollständig ausgeschöpft waren.

Im Fokus der ersten Betriebsmonate steht die schrittweise Inbetriebnahme und Befüllung der Hochregale. Diese bieten nach Auskunft der Reisser-Gruppe eine Kapazität für 18.500 Paletten. Für die reibungslose Bewegung und Einlagerung der Waren sorgen sechs autonome Schmalgangstapler und neun selbstfahrende Flurförderfahrzeuge. Ergänzt wird das System durch ein vollautomatisiertes Autostore-System mit 75.000 Behältern – die Basis für hocheffiziente Kommissionier- und Versandprozesse bei gleichzeitig optimaler Flächennutzung.

Die frei gewordenen Flächen in Criesbach will Reisser für die Erweiterung des Maschinenparks nutzen

„Mit dem neuen Logistikzentrum in Osterburken treiben wir die Digitalisierung und Automatisierung unserer Prozesse konsequent voran und schaffen gleichzeitig eine zentrale Plattform für unsere gesamte Lagerlogistik“, sagt Alexander Kimmerle, einer von drei Geschäftsführern. „Die frei werdenden Flächen in Criesbach können wir für die Erweiterung unseres Maschinenparks nutzen. Dadurch gewährleisten wir den weiteren Ausbau unserer Fertigung und setzten somit unseren Wachstumskurs fort.“

Symbolischer Startschuss mit dem ersten Kübel Schrauben auf dem Band: Im Beisein der Geschäftsführer (von links) Alexander Kimmerle, Thomas Enzensberger und Michael Dartsch übergab Logistik-Bereichsleiter Matthias das neue Zentrum seiner Bestimmung.
Symbolischer Startschuss mit dem ersten Kübel Schrauben auf dem Band: Im Beisein der Geschäftsführer (von links) Alexander Kimmerle, Thomas Enzensberger und Michael Dartsch übergab Logistik-Bereichsleiter Matthias das neue Zentrum seiner Bestimmung.  Foto: Reisser

Im Zeitraum von drei Monaten soll die schrittweise Verlagerung der Lageraktivitäten von Ingelfingen-Criesbach sowie den bisherigen Außenlägern nach Osterburken erfolgen. Der Übergang ist der nächste Schritt hin zu einer vollständig zentralisierten Lagerstruktur, die eine reduzierte Komplexität, geringere logistische Koordination und verbesserte Reaktionszeiten entlang der gesamten Lieferkette mit sich bringen soll.

Nun gilt es für die Reisser-Mitarbeiter, neue Abläufe zu etablieren 

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt das Logistikzentrum Maßstäbe: Eine 996 Kilowatt Peak Photovoltaikanlage, Betonkerntemperierung mittels Wärmepumpe, fünf E-Ladesäulen mit insgesamt zehn Ladepunkten sowie eine energieeffiziente Gebäudehülle sorgen für einen ressourcenschonenden und klimafreundlichen Betrieb. Der Ausbau weiterer Ladesäulen auf dem Mitarbeiterparkplatz ist vorbereitet.

„Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten herausfordernd – umso mehr verdient das gesamte Team Respekt für die professionelle Umsetzung“, sagt Projektleiter und Bereichsleiter Logistik Matthias Essig. „Jetzt beginnt eine ebenso spannende Phase: In den kommenden Wochen gilt es, neue Systeme, Abläufe und Arbeitsweisen im Alltag zu festigen und weiterzuentwickeln.“ Langfristig ist vorgesehen, dass 60 Mitarbeiter aus Criesbach am neuen Standort in Osterburken tätig sein werden.

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