Ein Coach, der mit Authentizität punktet
Seit zehn Jahren trainiert Matthias Stolla Auszubildende, Mitarbeiter und Führungskräfte in der Region. Dafür hat der gelernte Journalist eine eigenes Programm entwickelt.

Teamwork gilt in der modernen Arbeitswelt als ein entscheidender Erfolgsfaktor. Doch häufig harmonieren Teams in Unternehmen nicht oder sie schöpfen ihr Potenzial nicht aus. Dann kommt Matthias Stolla ins Spiel. Der 57-jährige Hohenloher bietet seit zehn Jahren mit seinem Unternehmen Great Growing up Trainings für Führungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende an. Und das mit großem Erfolg. Zu Stollas Kunden zählen namhafte Hohenloher Unternehmen wie das Handelsunternehmen Würth, das Bauunternehmen Leonhard Weiss oder die Spedition Rüdinger.
Stolla hat viel Erfahrung in der Jugendarbeit bei den Pfadfindern
Dass Matthias Stolla zu Beginn seiner Selbstständigkeit den Schwerpunkt auf Auszubildende gelegt hat, ist nicht überraschend. „Ich komme aus der Jugendarbeit, habe lange Zeit Pfadfinder in ganz Süddeutschland geschult“, sagt der langjährige Redakteur der Hohenloher Zeitung. In den Unternehmen hat Stolla beim Training mit jungen Menschen festgestellt, dass die Auszubildenden häufig verängstigt sind und sich nicht öffnen. „Viele Unternehmen buchen mich, um ihre Azubis aufzurichten“, berichtet er. Also versucht Stolla, Vertrauen aufzubauen, eine Beziehung zu den jungen Leuten zu schaffen. „Ich zeige Interesse, erzähle von mir und akzeptiere sie so, wie sie sind.“
Stolla will Lehrlingen mehr Selbstbewusstsein vermitteln
Häufig trauten sich Lehrlinge nicht, nein zu sagen oder ihre Wünsche gegenüber Vorgesetzten zu artikulieren. „Es gibt nur eine geringe Konfliktbereitschaft“, sagt Stolla. Viele Unternehmer ermutigten ihn, die Azubis selbstbewusster zu machen, damit sie in der Lage sind, auch schwierige Themen anzusprechen und Verantwortung zu übernehmen. Stoll hat dafür das Care-Training entwickelt. Care ist Englisch und heißt „kümmern“, zugleich stehen die Buchstaben für communication (Kommunikation), acceptance (Akzeptanz), responsibility (Verantwortung) und emotion (Emotion). Das sind die Werte, auf die Stolla besonderen Wert legt.
Durch die Trainings sollen die Mitarbeiter als Gruppe zusammenwachsen
Im Idealfall wachsen die von Stolla trainierten Mitarbeiter als Gruppe zusammen und verstehen ihre Arbeit nicht nur als lästige Pflicht. Stolla spricht vom Ziel der Firma als emotionales Zuhause. Sind die Mitarbeiter motiviert und echte Teamplayer, profitiert davon auch das Unternehmen. „Deshalb werde ich gebucht“, sagt Stolla. Das ist mitunter ein weiter Weg, etwa, wenn Teams total zerstritten sind. „Dann bin ich der Reparaturbetrieb.“
Mittlerweile machen die Trainings mit Auszubildenden noch rund die Hälfte von Stollas Aufträgen aus, der Rest entfällt auf Führungskräfte und Mitarbeiter. Bürokaufleute kommen genauso zu ihm wie Vertriebler, ITler oder Personaler. Auch branchenmäßig ist der Forchtenberger breit aufgestellt, etliche Mittelständler aus Hohenlohe nehmen seine Dienste in Anspruch.
Trainer Stolla will sich über seine Persönlichkeit verkaufen
Seine Aufträge erhält Stolla meist über Empfehlungen. Er ist regelmäßig auf Bildungsmessen präsent und sucht den direkten Kontakt zu den Unternehmen. Dabei will Stolla mit Authentizität punkten. „Ich verkaufe mich über meine Persönlichkeit.“ Das klappt seit zehn Jahren ziemlich gut. „Es hat sich schön entwickelt und geht weiter nach oben“, freut sich der 57-Jährige.
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