Im Juli 2025 hat die Capitell Vermögensmanagement AG ihren siebten Standort im Heilbronner Schwabenhof eröffnet. Mit dem Start ist CIO Chris-Oliver Schickentanz „sehr, sehr glücklich“, wie er der Stimme berichtet. Bis jetzt hat das vierköpfige Team um Niederlassungsleiter Michael Magnus Kundenvermögen in Höhe von 100 Millionen Euro eingesammelt. „Das liegt deutlich über unseren Erwartungen“, sagt Schickentanz. Diese „tolle Entwicklung“ sei ein Qualitätsprädikat für die Kollegen in Heilbronn. Michael Magnus, Oliver Karle, Stefan Maierhofer und Steffen Thum haben jahrelange Erfahrung bei Großbanken – auch in Heilbronn – gesammelt und sind bestens in der Region vernetzt. Zudem schlummere in der Region Heilbronn viel Vermögen und Unternehmertum. „Hier können wir vor allem bei Mittelständlern und Familienunternehmen punkten“, sagt Schickentanz. Michael Magnus verweist auf die große Dynamik in der Region, die ein enormes Potenzial für die unabhängige Vermögensberatung von Capitell berge.
Capitell Vermögensmanagement: 2026 wird ein gutes Jahr für Anleger
Kapitalmarktexperte Schickentanz erwartet ein ordentliches Wirtschaftswachstum, niedrige Inflation und einige Zinssenkungen. Aktien bleiben demnach die wichtigste Anlageklasse.

Für Anleger könnte 2026 ein gutes Jahr werden – auch wenn geopolitische Unwägbarkeiten bestehen bleiben. Das sagt Chris-Oliver Schickentanz, Chief Investment Officer (CIO) der Capitell Vermögensmanagement AG in Frankfurt. „Wirtschaftlich betrachtet dürfte 2026 ein sehr gutes Jahr werden“, sagt Schickentanz im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. Global wird erneut ein Wachstum von mehr als drei Prozent erwartet. Und in Europa werde sich das Wachstum deutlich beschleunigen, vor allem wegen Deutschland. Aufgrund des Sondervermögens Infrastruktur erwartet der Experte hierzulande „einen substanziellen Wachstumsschub auf 1,25 Prozent. Zudem werde die Inflation 2026 voraussichtlich bei unter zwei Prozent verharren, sagt Schickentanz. Im Idealfall werde sich auch die Stimmung in Deutschland ins Positive drehen. „Das halte ich aber für ein eher unwahrscheinliches Szenario“, räumt er ein.
Das größte Risiko für die Kapitalmärkte heißt Donald Trump
Eines der größten Risiken für die Kapitalmärkte sei Donald Trump. Denn der US-Präsident stehe angesichts der Zwischenwahlen im November massiv unter Druck. „Trump wird viele Maßnahmen anstoßen, um den US-Bürgern mehr Geld im Portemonnaie zu verschaffen“, sagt Schickentanz. Dazu zählt er auch außenpolitische Interventionen wie in Venezuela oder möglicherweise im Iran, wo es ihm vor allem um Zugriff auf Öl gehe. „Wahlen werden in den USA an den Zapfsäulen entschieden“, zitiert der Experte ein geflügeltes Wort.
Dazu kämen Trumps Attacken auf die US-Notenbank Fed mit dem Ziel, die Zinsen weiter zu senken. Das schwäche die Unabhängigkeit der US-Notenbank. „Ich rechne mit zwei bis drei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026, im Zweifel eher mehr“, so Schickentanz. Insgesamt sei Trump für die Kapitalmärkte jedoch unberechenbar.
Capitell-Experte rechnet mit einem guten Aktienjahr 2026
Dennoch geht der CIO des Vermögensverwalters, der seit Juli 2025 auch in Heilbronn vertreten ist, davon aus, „dass wir ein gutes Aktienjahr sehen werden“. „Aktien bleiben auch 2026 der wichtigste Baustein im Depot.“ Schickentanz glaubt jedoch nicht, dass das starke Aktienjahr 2025 getoppt werden wird. Bei US-Aktien rechnet er mit einem Plus von zwölf Prozent, in Europa dürften die Aktienmärkte um sechs bis acht Prozent zulegen, sagt er mit Blick auf hohe Unternehmensgewinne und hohe Dividendenzahlungen.
Etwas zurückhaltender ist Schickentanz bei der Bewertung von Tech-Aktien, speziell aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Hier erwartet er angesichts hoher Bewertungen eine Pause mit Korrekturbewegungen nach unten. „Das ändert zwar nichts an der langfristigen Tragfähigkeit und wirtschaftlichen Bedeutung des Megatrends Künstliche Intelligenz, wohl aber an den kurzfristigen Kursperspektiven“, so der Finanzexperte.
Capitell-Experte: Auch Kryptowährungen und Gold gehören als Beimischung ins Depot
Mittlerweile empfiehlt die Capitell AG auch Kryptowährungen wie Bitcoin als Beimischung fürs Depot. „Kryptowährungen haben sich als eigene Anlageklasse etabliert“, sagt Schickentanz. Vor allem jüngere Anleger seien hier offen. Er selbst bevorzugt den Bitcoin, der allerdings maximal drei Prozent des Depots ausmachen sollte. Auch Gold sollte trotz des hohen Preises als Beimischung in keinem Depot fehlen. „Mit fünf Prozent Gold fühlen wir uns wohl“, sagt Schickentanz.

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