Bosch kündigt Homeoffice-Modell: Mehr Präsenz im Büro ab August 2026
Der Technologiekonzern Bosch will Mitarbeiter wieder verstärkt in die Büros holen und hat eine Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten aufgekündigt. Flexibles Arbeiten soll aber weiterhin möglich sein.
Der Technologiekonzern Bosch will seine Mitarbeiter wieder verstärkt in die Büros holen. Daher hat der Konzern eine Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten aufgekündigt.
Bosch beendet „Smart Work“: Neue Regeln sollen mehr Präsenz im Büro sicherstellen
Eine Bosch-Sprecherin bestätigte auf Stimme-Anfrage am Donnerstag, dass die Konzernbetriebsvereinbarung „Smart Work“ zentralseitig zum 1. August 2026 gekündigt wurde.
Diese Betriebsvereinbarung, die neben der schon seit vielen Jahren geltenden Betriebsvereinbarung „Mobiles Arbeiten“ besteht, erlaubt den Mitarbeitern und Teams eine enorm hohe Flexibilität, die prinzipiell auch 100 Prozent Homeoffice ermöglicht.
Verbindliche Regelungen zum mobilen Arbeiten gab es bisher bei Bosch nicht
Bisher oblag es den Führungskräften, wie sie die Arbeit in ihren Teams organisieren – grundsätzlich gab es jedoch den Wunsch des Konzerns, möglichst 60 Prozent der Arbeitszeit im Büro zu verbringen. Verbindlich geregelt ist dies in der Betriebsvereinbarung aber nicht.
Nun will der Konzern für mehr Klarheit sorgen. „Bosch ist davon überzeugt, dass gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen eine gezielte Zusammenarbeit am Standort essenziell ist. Indem wir gemeinsam vor Ort anspruchsvolle Aufgaben meistern, stärken wir Innovationskraft, Teamgeist und Kreativität“, teilt die Bosch-Sprecherin mit. Viele Mitarbeiter hätten den Mehrwert der Zusammenarbeit vor Ort erkannt und seien bereits wieder verstärkt im Büro, heißt es aus Stuttgart.
Bosch will mit der Kündigung von „Smart Work“ Klarheit schaffen
„Bosch begrüßt und fördert diese Entwicklung. Beschäftigte sollen, wie bisher, mindestens 60 Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit am Standort oder beim Kunden verbringen. Um dies zu fördern und regulatorisch Klarheit zu schaffen, kündigt Bosch die Konzernbetriebsvereinbarung „Smart Work“ zentralseitig“, teilt der Konzern mit.
Selbstverständlich sei flexibles und mobiles Arbeiten weiterhin möglich. „Grundlage bleibt die seit vielen Jahren bestehende und gelebte Konzernbetriebsvereinbarung ,Mobiles Arbeiten’“, betont die Sprecherin.
Bei Bosch Engineering in Abstatt müssen die Mitarbeiter schon länger wieder mehr im Büro arbeiten
Betroffen von der Kündigung der Betriebsvereinbarung „Smart Work“ sind alle Standorte der Robert Bosch GmbH – und damit auch die entsprechenden Bereiche am Entwicklungsstandort in Abstatt. Die ebenfalls in Abstatt angesiedelte Bosch-Tochter Bosch Engineering ist davon aber nicht betroffen.
Hier gilt bereits seit September 2025 die Vereinbarung, dass die Mitarbeiter 60 Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit im Büro verbringen müssen.
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