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Bosch: Investitionsoffensive für Start-ups

  
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Technologiekonzern investiert in den nächsten Jahren 200 Millionen Euro in junge, zukunftsträchtige Unternehmen. Bosch hat drei Schwerpunktbereiche definiert, weitere sollen folgen.

Innovationen im Blick: In Dresden betreibt Bosch ein hochmodernes Halbleiterwerk.
Innovationen im Blick: In Dresden betreibt Bosch ein hochmodernes Halbleiterwerk.  Foto: Sven Döring / Agentur Focus

Der Technologiekonzern Bosch investiert massiv in Geschäftsfelder der Zukunft. Wie der Stuttgarter Konzern mitteilt, sollen in den nächsten fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in die Tochtergesellschaft Bosch Business Innovations fließen. Das Unternehmen entwickelt neue Geschäftsideen abseits des aktuellen Kerngeschäfts und baut daraus Start-ups von der Frühphase an auf. Ziel ist es den Angaben zufolge, diese Start-ups systematisch zur Marktreife zu führen und auch neue führende Geschäftsmodelle für Bosch zu entwickeln.

Bosch-Chef Hartung: Innovationskraft gehört zu Bosch

„Innovationskraft und Technologieführerschaft sind ein fester Bestandteil der Geschichte von Bosch“, sagt Stefan Hartung, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. „Mit der finanziellen Ausstattung stärken wir Bosch Business Innovations nun erheblich. Hier haben neue Ideen ein Zuhause und den Raum, um sich zu entfalten“, sagt Hartung.

Bosch hat zunächst drei Geschäftsfelder definiert, in die vorrangig investiert werden soll. Das sind die softwaregesteuerte Fertigung, die medizinische Fernüberwachung und die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Treibhausgasen. Weitere zukunftsträchtige Geschäftsfelder sollen in den kommen den vier Jahren dazukommen. Ziel sei es, bis 2023 20 erfolgreiche Start-ups operative tätig zu haben, heißt es bei Bosch.

Bosch will Vorteile eines Konzerns mit denen von Start-ups kombinieren

„Unser Ziel ist es, systematisch neue Ideen jenseits des heutigen Kerngeschäfts aufzubauen“, sagt Axel Deniz, Geschäftsführer von Bosch Business Innovations. Dazu setze man auf die Stärken von Bosch, insbesondere die technologische Expertise und die Patentkraft. „Diesen strukturellen Vorteil eines Großunternehmens kombinieren wir mit der Schnelligkeit und Flexibilität aus der Start-up-Welt“, sagt Deniz. 

Bosch Business Innovations hat sich aus der 10-prozetigen Bosch-Tochter Grow Platform entwickelt, die interne Start-ups im Unternehmen entwickelt hat. Das bisherige Portfolio wird nun neu aufgestellt. Ziel ist es, für alle bestehenden Teams tragfähige Zukunftsperspektiven innerhalb oder außerhalb von Bosch zu schaffen. Ein Meilenstein gelang Ende 2025 mit Bosch Advanced Ceramics. Der Spezialist für keramischen 3D-Druck wurde erfolgreich an Sintokogio verkauft, einen führenden Anbieter von Industrieanlagen und Fertigungslösungen.

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