Bäckerei Banschbach wird gespalten – wie es mit den Standorten weitergeht
Nach der Insolvenz der Bäckerei Banschbach mit Sitz in Aglasterhausen und fünf Filialen geht es nicht mehr in einer Einheit weiter. Der Insolvenzverwalter erklärt, was mit den Filialen geschieht.
Die zweite Insolvenz innerhalb von drei Jahren bedeutet für die Bäckerei Banschbach das Ende: Das Unternehmen mit derzeit 70 Beschäftigten und sieben Standorten, darunter in Bad Friedrichshall und in Haßmersheim, wird aufgespalten. Das teilte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Daniel Frauendorf von der Kanzlei Eisner Rechtsanwälte, nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu Monatsbeginn mit.
Nach zweiter Insolvenz der Bäckerei Banschbach: Verhandlungen mit potentiellen Übernehmern laufen
Demnach sollen die einzelnen Filialen aber nicht schließen. „Wir streben an, dass es ohne Unterbrechung weitergehen wird.“ Allerdings unter neuen Betreibern: Derzeit liefen Gespräche mit interessierten Bäckereiunternehmen, die die einzelnen Standorte übernehmen wollen.

Auch für den Firmensitz in Aglasterhausen soll es diese Lösung geben – die bisherige Betreiberfamilie solle dort an Bord bleiben, aber unter neuen Eignern, sagte Frauendorf.
Die Problematik: Entweder bleibt man ganz klein oder wird eine große Kette
Die Schwierigkeiten des Unternehmen seien typisch für die Branche, erläuterte der Insolvenzverwalter: „Entweder ist man ein ganz kleiner, spezialisierter Betrieb oder man wächst über Übernahmen, um dadurch die steigenden Kosten auffangen zu können.“ Bäckereien mit einer Handvoll Filialen hätten es immer schwerer, mit den Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie mithalten zu können. „Man kann ein Brötchen ja nicht für fünf Euro verkaufen wollen.“
Die Bäckerei Banschbach hatte zuletzt neben dem Stammsitz Aglasterhausen unter anderem Filialen in Epfendorf, Haßmersheim und Mosbach. Der Standort Waibstadt wurde bereits im Zuge der ersten Insolvenz aufgegeben. Damals hatte der Sohn des vorherigen Betreibers den Betrieb übernommen, unter dem Namen „Banschi’s“. Jene Insolvenz wurde ebenfalls von Eisner Rechtsanwälte bearbeitet.
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