Unwetterartiges Tauwetter, Dauerregen und Windböen in Baden-Württemberg
Anhaltender Regen, stürmische Böen und unwetterartiges Tauwetter prägen die Wetterlage in Baden-Württemberg bis zum Wochenende. Auch für den Raum Heilbronn und Hohenlohe sind Warnungen des Deutschen Wetterdienstes aktiv.
In Baden-Württemberg setzt sich die nasse Witterung fort. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss sich der Südwesten bis ins Wochenende hinein auf teils anhaltende Niederschläge einstellen. Wie ein DWD-Meteorologe der Deutschen Presseagentur erklärte, treffe Regen auf Tauwetter.
DWD rechnet mit „unwetterartigem Tauwetter“ in Teilen Baden-Württembergs
Bereits im Tagesverlauf bleibt es überwiegend stark bewölkt oder bedeckt. Immer wieder ist mit Regen zu rechnen, im Schwarzwald kann dieser laut Prognose auch länger anhalten. In der Region Heilbronn und Hohenlohe werden Temperaturen um 11 Grad erwartet – für Februar vergleichsweise mild. Zudem weht zeitweise frischer Wind, der in tieferen Lagen stark bis stürmisch ausfallen kann.
Der Meteorologe geht davon aus, dass Schneemassen oberhalb von 1000 Metern in den kommenden Stunden durch Regen, Plusgrade und Wind abschmelzen. „Der Schnee wird verschwinden, wir rechnen mit unwetterartigem Tauwetter“, sagte er. Das entstehende Tauwasser werde in Flüssen aufgefangen und dürfte dort für deutlich steigende Pegelstände sorgen. Das betrifft jedoch nicht alle Landesteile.
Amtliche Warnung vor Dauerregen in Heilbronn und Hohenlohe
Für den Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie für Hohenlohe warnt der DWD vor größeren Niederschlagsmengen (Warnung vor markantem Wetter, Stufe 2). Bis Freitag, 13. Februar, gegen 6 Uhr könne es Dauerregen in „wechselnder Intensität“ geben. Dabei sind Niederschlagsmengen von rund 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Vergleichbare Mengen werden auch in umliegenden Kreisen erwartet.
Nach Angaben des DWD besteht die Gefahr von Überflutungen von Straßen und Unterführungen. Autofahrer sollten aufgrund möglicher Aquaplaning-Gefahr besonders vorsichtig sein.
Im Laufe des Donnerstags können zudem Windböen mit Geschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h auftreten. Die Amtliche Warnung der Stufe 1 gilt für den Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie den Hohenlohekreis im Zeitraum von 15 bis 20 Uhr.
Wie groß ist die Hochwassergefahr an den Flüssen?
Die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg prognostiziert, dass die Flüsse im südlichen Schwarzwald ab Mittwoch aufgrund bereits gefallener und weiter erwarteter Niederschläge in Verbindung mit Tauwetter und vorhandener Schneedecke teilweise deutlich ansteigen werden.
An der oberen Donau sind Wasserstände möglich, die statistisch etwa alle zwei Jahre erreicht werden. Einzelne Hochwassermeldewerte können überschritten werden. In den betroffenen Einzugsgebieten besteht eine mäßige Hochwassergefahr; örtlich sind kleinere Ausuferungen nicht auszuschließen.
Für den Raum Heilbronn und Hohenlohe wird bis Freitag ein Anstieg der Pegel von Neckar, Jagst und Kocher erwartet. Das geht aus den Prognosen der Pegelkarte hervor. Eine konkrete Hochwassergefahr besteht dort derzeit jedoch nicht.
Wochenende: Weiter Regen, später Übergang zu Schnee
Auch am Freitag ist nach DWD-Angaben keine grundlegende Wetteränderung in Sicht. Es bleibt stark bewölkt mit verbreitetem Regen, unterbrochen von einzelnen Pausen. In höheren Lagen kann der Niederschlag zeitweise kräftiger ausfallen. Die Temperaturen bleiben zunächst auf vergleichsweise mildem Niveau und gehen anschließend allmählich zurück.
Zum Wochenende hin soll der Regen schauerartig werden. Im Tagesverlauf kann der Niederschlag zunächst in höheren, später teils auch in tieferen Lagen in Schnee übergehen. Bis dahin dominiert weiterhin Regen, ehe mit sinkenden Temperaturen eine Änderung der Niederschlagsart einsetzt.
Hoffnung auf eine Wetterberuhigung gibt es am Sonntag: Laut Vorhersage bleibt es bei Höchsttemperaturen um 2 Grad in der Region zwar deutlich kühler, aber voraussichtlich trocken. Das dürfte auch den Narren und Zuschauern beim großen Faschingsumzug in Bad Wimpfen entgegenkommen. (pen/dpa)
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