Sturmböen und Starkregen
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Unwetter trifft auch Baden-Württemberg: Bahnstrecke gesperrt – Feuerwehren im Einsatz

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Heftige Unwetter mit Starkregen und Sturmböen haben in Süddeutschland Schäden verursacht. Umgestürzte Bäume und überflutete Straßen sorgten für zahlreiche Feuerwehreinsätze. Bei Mosbach musste eine Bahnstrecke gesperrt werden.

Von red/dpa
dpatopbilder - 03.05.2025, Bayern, Veitsbronn: Große Blitze zucken bei Unwettern über einer Tankstelle bei Seukendorf (Lkr. Fürth). Foto: David Oßwald/NEWS5/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - 03.05.2025, Bayern, Veitsbronn: Große Blitze zucken bei Unwettern über einer Tankstelle bei Seukendorf (Lkr. Fürth). Foto: David Oßwald/NEWS5/dpa +++ dpa-Bildfunk +++  Foto: David Oßwald

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Eine Unwetterfront hat in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sichtbare Spuren hinterlassen: Bäume stürzten am Freitag um, Keller und Straßen standen unter Wasser und eine Bahnstrecke musste gesperrt werden, wie die Feuerwehr mitteilte. 

Nach Unwetter: Bahnstrecke zwischen Zwingenberg und Mosbach-Neckarelz gesperrt

Wegen Unwetterschäden musste die Bahnstrecke zwischen Zwingenberg (Baden) und Mosbach-Neckarelz gesperrt werden. Es komme zu Verspätungen und Teilausfällen, teilte die DB Regio am späten Freitagabend auf der Plattform X mit. Im Neckar-Odenwald-Kreis sei zwischen Eberbach und Seckach ein Ersatzverkehr mit acht Bussen eingerichtet worden. Betroffen waren die Linien S1, S2 und S4.

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Gewitter mit Sturmböen: Baum fällt auf Straßenbahn in Mannheim

Vermutlich wegen eines starken Gewitters mit Sturmböen stürzte in Mannheim ein Baum auf eine fahrende Straßenbahn. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand, die Krone des Baumes habe nur die Oberleitung und die Bahn beschädigt.

Die drei Feuerwachen der Berufsfeuerwehr sowie alle acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr waren nach Angaben der Stadt im Einsatz. Rund 50 Einsätze wurden bearbeitet. Eine Starkregenfront mit Gewitter und Sturmböen war am späten Nachmittag über die nördlichen Stadtgebiete gezogen. Bei der Integrierten Leitstelle gingen binnen weniger Minuten viele Notrufe ein.

Im nahegelegenen Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) kämpften 50 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr bei knapp einem Dutzend Einsätze mit ähnlichen Problemen. Auch hier mussten Keller ausgepumpt und Straßen freigeräumt werden. Dabei blieb auch ein Gerätehaus der Feuerwehr im Stadtteil Lützelsachsen nicht von Schäden durch den Starkregen verschont. 

Unwetter sorgt für Einsatz am Tierpark Hattersheim in Hessen

Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen sorgten im südhessischen Hattersheim am Main für viele Einsätze. Die Feuerwehr war vor allem wegen umgestürzter Bäume - unter anderem am Tierpark und auf dem Friedhof - und wegen Wasserschäden im Einsatz, wie ein Sprecher mitteilte. Über einen Zeitraum von rund vier Stunden waren 40 Einsatzkräfte demnach an 18 Orten beschäftigt.

Das Unwetter sei plötzlich aufgezogen, der erste Alarm gegen 16:48 Uhr eingegangen: Am Tierpark war ein Baum abgebrochen und versperrte den Besucherinnen und Besuchern den Weg, wie es hieß. «Verletzt wurde glücklicherweise niemand.» Von den Wasserschäden betroffen waren demnach unter anderem ein Einkaufsmarkt, eine Unterführung sowie mehrere Wohnhäuser.

Starkregen bei Unwetter: Ausgehobene Gullydeckel im Landkreis Aschaffenburg

In zwei Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg wurden Straßen überflutet und Keller liefen voll. Betroffen waren die unterfränkischen Orte Haibach und Bessenbach, dort gab es über 65 Einsätze, wie Kreisbrandmeister Martin Bahmer sagte. Die Unwetterfront sei gegen 18.00 Uhr über das Aschaffenburger Stadtgebiet und dann in Richtung der beiden Gemeinden gezogen. 

In Haibach mussten demnach 35 Unwettereinsätze abgearbeitet werden. Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern seien Gullydeckel auf der Straße ausgehoben und später wieder eingesetzt worden. Zudem beseitigten die Einsatzkräfte demnach einen größeren Baum, der auf die Straße gestürzt war. Im Gemeindegebiet Bessenbach habe es bis gegen 21.30 Uhr 30 Einsatzstellen gegeben. Auf Straßen stand das Wasser zum Teil bis zu 30 Zentimeter hoch.

Unwetter: 100 Feuerwehr-Einsätze in Nürnberg und Aquaplaning-Unfälle auf A7

Mit einem besonders hohen Arbeitspensum hatten auch die Einsatzkräfte in Nürnberg zu kämpfen. Am späten Freitagabend waren bei der Leitstelle nach Angaben der Feuerwehr rund 150 Notrufe eingegangen - die Feuerwehrleute rückten infolge zu rund 100 Einsätzen aus. Auch in ein Krankenhaus war demnach Wasser eingedrungen. Eine ganze Etage sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

In den Landkreisen Unter- und Ostallgäu in Bayern kam es zu mehreren Unfällen, Starkregen und Aquaplaning waren die Ursache. Drei Menschen wurden bei den Unfällen auf der Autobahn 7 bei Bad Grönenbach sowie auf der A96 bei Buchloe und Erkheim leicht verletzt. Die Polizei schätzte den entstandenen Gesamtschaden auf rund 85.000 Euro.

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