Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee: Wintersturm fegt über Baden-Württemberg
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Für viele Orte in Baden-Württemberg bestehen Warnungen vor Sturm-, teilweise Orkanböen. Derweil taut der Schnee bei Plusgraden. Doch am Wochenende könnte es bis zu 50 Zentimeter Neuschnee geben.
Von red/dpa
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Nach der Gefahr durch glatte Straßen, werden die Menschen in Baden-Württemberg erneut vor der Wetterlage gewarnt. Vereinzelt besteht erneut Glättegefahr. Betroffen sind unter anderem auch Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie der Hohenlohekreis.
Sturmwarnung in Baden-Württemberg: Orkanböen bis 130 km/h möglich
Wegen Sturmtief "Elli" herrscht in Teilen Baden-Württembergs Unwettergefahr. Bis in die Nacht zum Sonntag gilt für mehrere Regionen im Schwarzwald eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Es geht dabei zum einen um Gefahren für Leib und Leben durch orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde oberhalb von 1000 Metern. In exponierten Lagen müsse mit Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden. Diese Warnung gilt bis Samstagmorgen.
Nach dem Sturm in Baden-Württemberg kommt auch der Schnee zurück
Den ganzen Samstag über warnt der DWD zum anderen vor starkem Schneefall: Oberhalb von 600 Metern sei mit Mengen zwischen 20 und 40 Zentimetern Neuschnee zu rechnen. In Staulagen könnten bis 50 Zentimeter erreicht werden. Die Schneefallgrenze falle bis in tiefe Lagen. Verbreitet werde es glatt.
Es drohten zudem vermehrt Schneeverwehungen, teils mit unwetterartigen Auswirkungen. Im Bergland werde der Wind voraussichtlich erst gegen Abend hin langsam nachlassen, sagte DWD-Meteorologin Helga Scheef.
Forstminister Peter Hauk (CDU) warnte vor Waldbesuchen und verwies auf die möglichen Sturmböen im Bergland und Orkanböen im Hochschwarzwald: "Daher sollten die Wälder in diesen Regionen vorerst gemieden und auf einen Waldbesuch verzichtet werden, da glatte Waldwege oder herabfallende Äste und umbrechende Bäume zum Sicherheitsrisiko werden können." Auch auf den Straßen durch oder entlang von Wäldern sei besondere Vorsicht angezeigt.
Extremwetter in Deutschland – Schulbetrieb fällt im Norden aus
Für Schüler in Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Teilen Schleswig-Holsteins fällt der reguläre Schulbetrieb aus. Der Grund: Eine sichere Anreise kann nicht gewährleistet werden, da viele Schulbusse nicht fahren. Teilweise wird auf Distanzunterricht und Notbetreuung für jüngere Kinder gesetzt.
Im Bahnverkehr müssen Reisende mit Verspätungen und Ausfällen im Fernverkehr rechnen. Obwohl sich die Deutsche Bahn zum Beispiel mit beheizten Weichen auf das Winterwetter vorbereitet hat, sei der Zugverkehr dennoch nicht vor allen Witterungsfolgen gefeit.
Glätte auf den Straßen und Dauerfrost
Im Flachland seien am Samstag zunächst Schneematsch und Schneeregen zu erwarten, sagte Scheef. Dann sei überfrierende Nässe Thema. "Wenn man nicht weg muss, sollte man zu Hause bleiben. Oder zumindest vorsichtig fahren."
Zudem soll es am Wochenende wieder kälter werden: "Sonntag erwarten wir keine Plusgrade mehr", sagte die Meteorologin. Und auch für Samstag hat der DWD Höchstwerte im Bergland um minus 1 Grad, sonst oft zwischen 0 und plus 4 Grad angekündigt. Im Rheingraben könnten es plus 5 Grad werden. Nachts sollen die Temperaturen auf bis zu minus 12 Grad auf der Frankenhöhe fallen.
Einschränkungen im Bahnverkehr auch in Baden-Württemberg möglich
Die Folgen des Wetters bekommen auch Bahnreisende zu spüren – wenngleich in Baden-Württemberg nicht in einem solchen Ausmaß wie in Norddeutschland. Die Deutsche Bahn (DB) warnte jedoch für den Südwesten vor Verspätungen und Zugausfällen. Sie kündigte auf ihrer Internetseite an, dass voraussichtlich bis Samstag mit witterungsbedingten Einschränkungen zu rechnen sei.
Unter anderem sollen mehrere Züge im Regionalverkehr mit reduzierter Geschwindigkeit fahren. Langsamer fährt den Angaben nach die Linie RE2 auf der Schwarzwaldbahn zwischen Hausach - St. Georgen - Villingen und Donaueschingen. Die S-Bahn-Linien 1 und 10 in Südbaden seien streckenweise betroffen. Zwischen Titisee und Neustadt sei wegen der witterungsbedingten Einschränkungen ein zusätzlicher Busverkehr im Pendelbetrieb eingerichtet.
Deutsche Bahn: Nicht zwingend notwendige Reisen verschieben
"Wenn möglich verschieben Sie nicht zwingend notwendige Reisen auf einen anderen Zeitraum", appellierte die DB auf der Homepage. Reisende sollten sich unmittelbar vor Beginn der Fahrt über ihre Verbindung in der Reiseauskunft unter www.bahn.de oder in der App DB Navigator erkundigen.
Wiederum auf schneeglatter Straße kam ein Linienbus bei Ebhausen (Landkreis Calw) von der Fahrbahn ab und rutschte rund fünf Meter einen Abhang hinunter, bis er gegen einen Baum prallte. Der 29 Jahre alte Fahrer und zwei Fahrgäste im Alter von 25 und 32 Jahren wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Den Schaden schätzten die Ermittler auf etwa 200.000 Euro.
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