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Schneemassen in und um Heilbronn: Handelt es sich um Rekordwerte?

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Der Montagmorgen präsentiert sich in Heilbronn und vor allem östlich davon weiß. Schneefälle wie aktuell sind äußerst selten in der Region. Sind sie sogar rekordverdächtig? 


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Die Menschen in der Stadt am Neckar haben sich am Montagmorgen beim Blick aus dem Fenster die Augen gerieben: Heilbronn gleicht einem Winterwunderland. Schneemassen sind selten in der 130.000-Einwohner-Stadt – und auch im Umland alles andere als gängig. Das zeigt ein Blick auf die Daten. 

21 Zentimeter Schnee in Obersulm und Öhringen – kein Rekord

Eine Schneehöhe von 21 Zentimetern haben die Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Öhringen und in Obersulm am Montagmorgen ausgespuckt. Keine Rekordwerte, aber dennoch beachtlich.


Denn zuletzt hatte es in Öhringen laut DWD-Angaben am 31. Dezember 2014 einen zweistelligen Wert gegeben: genau zehn Zentimeter. In Obersulm-Willsbach ist es noch länger her: Am 18. Januar 2013 waren es 13 Zentimeter, in Eppingen gar 17 Zentimeter an diesem Tag.  

45 Zentimeter in Öhringen und Obersulm: die höchsten Schneemengen der Region

Von den jemals gemessenen Maximalwerten ist man damit aber deutlich entfernt. Am 16. Februar 1956 waren es in Öhringen und in Obersulm stolze 45 Zentimeter Schnee. Für die Stadt in Hohenlohe liegen Daten bis 1889 vor, in Obersulm-Willsbach seit 1951. Der Höchstwert für Eppingen liegt bei 33 Zentimetern am 8. Februar 1958. 

Nicht jede Wetterstation des DWD misst jeden Parameter. Heilbronn-Klingenberg etwa erfasst nicht alle Wetterdaten, seit 1979 aber Niederschlag wie Schnee. Am Montagmorgen um 7 Uhr waren es dort 13 Zentimeter – so viel wie zuletzt 2013.


„Die Winter in den 1980er-Jahren waren sehr schneereich“, heißt es vom DWD-Klimabüro in Freiburg. Tage mit 20 oder mehr Zentimetern gab es in der Vergangenheit auch in Klingenberg – 1982 an insgesamt acht Tagen. Das Maximum an dieser vergleichsweise jungen Station liegt im Jahr 1985 mit 28 Zentimetern Schnee. In diesem Jahr blieb die weiße Pracht auch am längsten liegen: Die DWD-Daten weisen vier Tage mit mehr als 20 und 50 Tage mit mehr als fünf Zentimetern Schnee aus. 1985 sticht in Öhringen und Obersulm ebenfalls heraus. 

Hohe Schneedecke im Jahr 1942 in Öhringen

Für die Wetterstation Öhringen liegt die längste Datenreihe der Region vor. Ein Jahr ist dabei noch auffälliger: 1942. In dem Kriegsjahr präsentierte sich der Winter in Hohenlohe (und anderswo) langanhaltend und schneereich: an 40 Tagen war die Schneedecke 20 oder mehr Zentimeter hoch. 

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