Der Wasserverband Sulm hat die Aufgabe, den Wasserabfluss der Sulm und ihrer Nebenflüsse durch Hochwasserrückhaltung und Niedrigwasseranreicherung zu regeln beziehungsweise sonstige geeignete Maßnahmen zum Hochwasserschutz zu ergreifen. Nun investiert der Wasserverband 3,2 Millionen Euro in die beiden Hochwasserrückhaltebecken Hängelbach und Amorbach vor den Toren der Audi AG. Baubeginn war vor gut drei Monaten, die Fertigstellung ist für Ende 2020 angepeilt.In der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 2016 wurde die Region von einem schweren Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, die sich bei der im Nachgang durchgeführten Bewertung als 500-jähriges Niederschlagsereignis herausgestellt haben. Da zeigte sich die Notwendigkeit der Realisierung der beiden nun im Bau befindlichen Becken, da genau die Region vor den Werkstoren der Audi AG getroffen wurde. Damals wurde nahezu das halbe Werk geflutet, was zu Produktionsausfällen und hohen materiellen Schäden geführt hatte. Aber auch Anlieger wie die Hasenmühle waren damals schwer betroffen, die Bahngleise sowie die Kreisstraße wurden ebenfalls überflutet. In der Folge wurden die Planungen für die beiden noch fehlenden Becken mit Hochdruck vorangetrieben.
Rückhaltebecken Amorbach und Hängelbach sollen zum Jahresende fertig sein
Zukunftssicher Um den Hochwasserschutz an dieser Stelle zukunftssicher aufzustellen, hat der Verband mit seinen Mitgliedern entschieden, über den bislang im Land Baden-Württemberg als Standard vorgegebenen 100-jährigen Hochwasserschutz, die Vorteile der Topographie des Geländes zu nutzen und an dieser Stelle das Maximum des 500-jährigen Hochwasserschutzes zu realisieren. Bedauerlicherweise hat sich das Land Baden-Württemberg beim Bau dieser beiden wegen des hohen Schadenspotentials sehr wichtigen Hochwasserrückhaltebecken komplett aus der Mitfinanzierung herausgehalten.
Nach den Förderrichtlinien Wasserwirtschaft wird der Bau von Hochwasserrückhaltebecken nur gefördert, wenn er notwendig ist und einen überörtlichen Schutz darstellt. Bauvorhaben mit einem über 100-jährigen Hochwasserschutzgrad werden als nicht zuwendungsfähig eingestuft, unabhängig von der Notwendigkeit der Maßnahme.
Trotz abgelehnter Landesförderung haben sich die Verbandsmitglieder solidarisch dafür entschieden, die beiden Hochwasserrückhaltebecken Amorbach und Hängelbach mit dem einzig sinnvollen größtmöglichem Schutz (500-jährig) zu bauen. Die Baukosten von insgesamt 3,2 Millionen Euro werden neben den satzungsmäßigen Beteiligungen aller Verbandsmitglieder zusätzlich durch Sonderzuschüsse des Landkreises Heilbronn, der Städte Neckarsulm und Bad Friedrichshall, sowie der Audi AG finanziert. sta
Hintergrund
@ Programm
Anmelden fürs Ferienprogramm
Auch im Corona-Sommer 2020 haben die Bad Friedrichshaller Vereine und Institutionen ein buntes Programm für die Sommerferien auf die Beine gestellt. Neue Angebote sind zum Beispiel der Radkurs „Wie macht mein Fahrrad, was ich will“ und die Mountainbike-Tour „Rock den Scheuerberg“ mit Rad-Guide Stefan Steidten. Aber auch viele andere Kurse wie Lightpainting, Tennis- oder Tischtennis-Schnupperkurse oder eine spannende Schatzsuche „auf den Spuren der Zigeuner“ lassen keine Langeweile aufkommen. Für jeden ist etwas dabei.
Weil das Programm nur online einzusehen ist, können noch kurzfristige Programmpunkte aufgenommen werden. So sind zum Beispiel zwei Töpferkurse hinzugekommen. Also: Es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen. Erstmals können sich Kinder, die eine Veranstaltung zusammen besuchen möchten, als Gruppe anmelden.
Die Stadt dankt allen Organisatoren, Vereinen und Einrichtungen, die das Ferienprogramm geplant und vorbereitet haben. Anmeldungen sind noch bis zum 10. Juli möglich. Restplätze können weiterhin auch nach Anmeldeschluss gebucht werden. sta