So lassen sich Gehör und Nerven schonen

Lärm am Arbeitsplatz: Tipps gegen den Stressfaktor

"Wenn man Lärm im Job nicht aus dem Weg gehen kann, empfiehlt sich ein Gehörschutz", rät Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn

Einfach in Ruhe arbeiten – das wünschen sich viele. Ein lautes Arbeitsumfeld stresst, mindert die Leistungsfähigkeit und kann auf Dauer sogar krank machen. Lärm zehrt zudem nicht nur an den Nerven, sondern kann auch das Gehör schädigen.

Schädigung „Manche Menschen glauben irrtümlicherweise, unsere Ohren würden sich an Lärm gewöhnen und ein Hörverlust sei eine vorübergehende Erscheinung“, erklärt Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). „Tatsächlich kann bei zu viel Lärm auf Dauer unweigerlich eine unwiderrufliche Schädigung des Innenohres entstehen. Die Folge ist eine Lärmschwerhörigkeit. Auch die Gefahr für Tinnitus steigt.“

In vielen Berufen lässt sich eine Lärmbelastung nicht vermeiden. Dabei sind nicht nur Arbeitnehmer aus klassischen, lärmintensiven Branchen wie Bau und Straßenbau oder Industrie betroffen, in denen oft schon Lärmschutzmaßnahmen gesetzlich vorgeschrieben sind. Auch Mitarbeiter in Großraumbüros, in bestimmten Handwerksberufen sowie mit pädagogischen Tätigkeiten in Schulen, Musikschulen, Kindergärten und Kindertagesstätten sind oft einer erheblichen Geräuschkulisse ausgesetzt.

„Wenn man Lärm im Job nicht aus dem Weg gehen kann, empfiehlt sich ein Gehörschutz“, rät Frickel. Hörakustikerinnen und Hörakustiker können professionellen, individuellen Gehörschutz passgenau anfertigen. Dieser filtert gesundheitsschädlichen Lärm, aber für den Berufsalltag wichtige Laute wie etwa Stimmen bleiben hörbar und verständlich. Diese sogenannten Otoplastiken sind an den jeweiligen Gehörgang individuell angepasst.

Experten „Lärmvermeidung heißt Gesundheitsvorsorge und trägt dazu bei, die Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität und damit die Freude an der Arbeit möglichst lange zu erhalten“, so Frickel. Sie empfiehlt Berufstätigen in Arbeitsumfeldern, die sie als laut empfinden, bei Hörakustikern Rat zu suchen. Als Experten für alle Fragen rund ums Hören wissen diese, wie man das Gehör am besten schützt. red

Weitere Informationen 

www.richtig-gut-hoeren.de