Immer mehr Privatschulen in Deutschland

Datenerhebung des Statistischen Bundesamts

Privatschulen verfolgen oft besondere pädagogische Konzepte und versprechen die individuelle Förderung des Kindes. Foto: Studio Romantic/stock.adobe.com

In Deutschland gibt es immer mehr Privatschulen: Laut Statistischem Bundesamt ist ihre Zahl zwischen 1992/93 und 2018/19 um 80 Prozent gestiegen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Einrichtungen kirchlicher oder freikirchlicher, jüdischer, islamischer oder freier Träger mit waldorf- oder anderer reform-padagogischer Ausrichtung.

Waren es 1992/93 bundesweit 3232 Privatschulen, so gab es im Schuljahr 2018/19 bereits 5811 allgemeinbildende und berufliche Privatschulen - das waren 14 Prozent aller Schulen in Deutschland. Jeder elfte Schüler - insgesamt rund eine Million Kinder und Jugendlichebesuchte 2018/19 eine Privatschule.

Laut Gesetz dürfen sich die privaten Bildungseinrichtungen nicht zu elitären Standeseinrichtungen entwickeln. Ihr Besuch muss grundsätzlich jedem möglich sein - aber die Schule muss nicht jeden nehmen. Entscheidend ist unter anderem die Höhe des Schulgeldes. Das Statistische Bundesamt hat für 2016 erstmals Daten aus der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik erhoben. Damals zahlten Eltern im Schnitt 2000 Euro Schulgeld im Jahr für den Platz ihres Kindes an einer kostenpflichtigen Privatschule. ate


Angstfrei lernen

Ziel der Waldorf-Pädagogik ist die freie menschliche Persönlichkeit

Die Freie Waldorfschule in Heilbronn-Sontheim besteht seit 1978. Als einzügige Gesamtschule in freier Trägerschaft mit staatlicher Anerkennung bietet sie den 370 Schüle rinnen und Schülern in den Klassen 1 bis 13 ein offenes Ganztageskonzept an. Was ist das Besondere an der Waldorfschule?

• Leben und Lernen mit Kopf, Herz und Hand

• Lernen ohne Notendruck und Sitzenbleiben

• Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung auch durch Unterricht in musischen, künstlerischen und handwerklichen Fächern

• Förderung des sozialen Miteinanders

• Durchgängige Klassengemeinschaft von Klasse 1 bis Klasse 13

Selbstbestimmt Ziel der pädagogischen Bemühungen ist die freie und selbstbestimmte menschliche Persönlichkeit. Die Waldorfschule pflegt ein umfassendes Bildungskonzept, das den jungen Menschen in seiner ganzheitlichen Entwicklung und Entfaltung berücksichtigt und soziales Miteinander ebenso fördert wie individuelle Fähigkeiten. Der Klassenverband bleibt während der gesamten Waldorfschulzeit erhalten.

In der Waldorfschule gibt es bis zum Beginn der Oberstufe keine Zensuren, sondern sprachlich differenzierte Leistungsbeschreibungen zur Charakterisierung der individuellen Entwicklung des Kindes und Jugendlichen.

Die Freie Waldorfschule liegt auf einem drei Hektar großen idyllischen Gelände direkt gegenüber der Hochschule in Heilbronn-Sontheim. Auf dem Gelände befinden sich der große Schulgarten, die Turnhalle, eine Schmiede und eine Steinmetzwerkstatt neben dem Kindergarten und der Krippe.  anz

INFO Tag der offenen Tür

Auf dem Waldorf-Campus Heilbronn findet am 12. März ein Tag der offenen Tür statt (Termin unter Vorbehalt). Informationen gibt es auch im Internet unter www.waldorfcampus-hn.de.


Vielfalt gemeinsam leben

Andreas-Fröhlich-Schule ist Zentrum für Begegnung

Als Sonderpädagogisches Bildungsund Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung bietet die Andreas-Fröhlich-Schule (AFS) in der Region Hohenlohe, dem Landkreis Main-Tauber und in Teilgebieten des Neckar-OdenwaldKreises vielfältige Vorschulische, schulische und nachschulische Angebote. Unter dem Motto „Vielfalt gemeinsam leben" wurden Lernorte entwickelt, an denen sich Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung begegnen.

An der Stammschule in Krautheim werden Schülerinnen und Schüler in den Bildungsgängen Grundschule, Hauptschule, Lernen und geistige Entwicklung in heterogenen Klassen unterrichtet. Auf Grundlage der verbindlichen Bildungspläne werden für alle Schülerinnen und Schüler individuelle Bildungs- und Entwicklungspläne erarbeitet - so ist der Unterricht an die Bedürfnisse des Einzelnen angepasst. Der Sonderpädagogische Dienst bietet ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Lehrkräfte, die Schülerinnen und Schüler mit einem körperlichen und motorischen Förderbedarf unterrichten.

Der Kindergartenalltag im inklusiven Schulkindergarten findetin intensiver Kooperation mit Kindergärten in kirchlicher und kommunaler Trägerschaft „unter einem Dach" statt. Dadurch wird wohnortnahes gemeinsames Spielen und Lernen von Kindern mit und ohne Behinde rung ermöglicht. Kinder mit körperlichem und motorischem Förderbedarf werden dabei von Fachkräften in ihrer individuellen Entwicklung besonders gefördert.

Im Rahmen der Frühförderung wird eine individuelle Beratung und Förderung zu Hause, im Kindergarten oder in Psychomotorik-Gruppen für Kinder im Alter von null bis sechs Jahren angeboten. Psychomotorik ist ein ganzheitliches Konzept zur Entwicklungsförderung von Kindern in kleinen Gruppen von acht bis zehn Kindern. Die Angebote sind kostenfrei. anz

INFO Kontakt

Andreas-Fröhlich-SchuleSBBZ Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Götzstraße 51, 74238 Krautheim, Telefon: 06294 439 110, E-Mail:

afs.krautheim@reha-suedwest.de

Lernen nach einem besonderen Plan

Christliches Menschenbild prägt Katholisches Bildungszentrum St. Kilian

Das Bildungszentrum St. Kilian ist eine staatlich anerkannte Marchtaler Plan-Schule mit Ganztagskonzept. Es ist ein lebendiger Ort, an dem Menschen einen anderen, einen besonderen Umgang miteinander pflegen.

Als Friedensstifter ist uns die Erziehung zu verantwortungsbewusst handelnden Menschen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes wichtig. Die Lehrele mente des Marchtaler Plans werden durch ein hochwertiges Lernzeitkonzept unterstützt.

 Grundschule: Jedes Kind ist einmalig und wird mit seinen individuellen Voraussetzungen gefördert, sodass sich die Grundlagen für selbstständiges Lernen und Arbeiten bestmöglich entwickeln können. Erziehungs- und Bildungsaufgaben ziehen sich wie Kettfäden durch die vier Schuljahre. So erwerben die Kinder eine Basis zum Handeln in ihrer Lebenswelt sowie für das Lernen in weiterführenden Schulen.

• Gemeinschaftsschule: Durch individuelles und eigenverantwortliches Lernen wird jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend differenziert gefördert mit individuell festgelegtem Lernniveau für jedes Fach. Ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften und Lernbegleitern, spirituelle Angebote, außerunterrichtliche Veranstaltungen und ein breites Konzept zur Berufsorientierung unterstützen die Entwicklung zur kompetenten Persönlichkeit.

• Gymnasium: Neben ganzheitli cher Erziehung und werteorientierter Bildung fördert und fordert unser Gymnasium jedes Kind in seinen Interessen. Lernzeiten, Arbeitsgemeinschaften, Orientierungstage und Sozialpraktikum stärken Selbststeuerung und Sozialkompetenz. Vertiefende Berufsorientierung, Sprachzertifikate und die Einführung in ethisch-philosophische Urteilsbildung bereiten auf ein Leben nach der Schule vor.

Realschulaufsetzer: Jugendliche erhalten nach Klasse 10 Zugang zur gymnasialen Kursstufe. Der vernetzte Unterricht fördert ganzheitliches Denken und bereitet mit dem Fachunterricht intensiv auf die Kursstufe und das Abitur mit beispielsweise Musik, Kunst, Geschichte, Sport oder Wirtschaft vor. Bildungsziel ist die Studierfähigkeit, Erziehungsziel ist eine von christlichen Werten geprägte Persönlichkeit. anz

@ Kontakt

www.bz-stkilian.de