Vollpension für tierische Gäste

NECKARSULM - Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen bieten Nahrung, Quartier und Nistplätze

Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen helfen dabei, die biologische Vielfalt zu erhalten und dem Insektensterben entgegenzutreten. Foto: dpa

Auch wenn sie im Herbst und Winter etwas wilder oder gar karg aussehen: Die beim Projekt „Natur nah dran“ in Neckarsulm angelegten Wildstaudenflächen und Wildblumenwiesen leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt und gegen das Insektensterben.Wichtige Aufgabe „Die trockenen und braunen Pflanzen auf den Staudenflächen erinnern in ihrer besonderen Ästhetik mitunter an einen Trockenstrauß. Doch die über den Winter stehen gelassenen Halme, Stängel und Samenstände haben eine wichtige Aufgabe“, erklärt Martin Klatt, „Natur nah dran“-Projektleiter beim NABU (Naturschutzbund) Baden-Württemberg.  

„Vögel wie Distelfinken sind in der kalten Jahreszeit auf die Samen von Flockenblumen, Disteln oder Karden angewiesen. Und in den verholzenden Stängeln von Pflanzen wie Königskerzen haben beispielsweise Mauerbienen oder Blattschneiderbienen ihre Kinderstuben angelegt. Die müssen natürlich stehen bleiben, damit im Frühjahr eine neue Generation Wildbienen schlüpfen kann.“ Im Laufe der nächsten Vegetationsperiode werden die Staudenflächen dann wieder gemäht. Im Gegensatz zu den Wildblumenwiesen, die schon im Herbst kurz geschoren werden. Die hier wachsenden Wiesenpflanzengemeinschaften sind auf den in der Regel zweimal jährlichen Schnitt angewiesen.

Denn am Boden warten schon die kleinen Blattrosetten der Jungpflanzen darauf, im Frühjahr wachsen zu können. Und dazu brauchen sie Platz und Licht. Das Abräumen des Schnittgutes sorgt dafür, dass keine welke Blattmasse die zarten Jungpflanzen niederdrückt und vermeidet die unerwünschte Anreicherung mit Nährstoffen. Tiere wie Grabwespen oder manche Schmetterlingsarten überwintern im Wiesenboden.

8200 Quadratmeter
Die Stadt Neckarsulm hat 2020 beim Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ des NABU und des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg drei Grünflächen mit insgesamt 8200 Quadratmetern in wertvolle Biotope mit Wildpflanzen umgewandelt. NSt
   

Vollpension für tierische Gäste-2
© DEIKE PRESS, Konstanz 52/2021

Lacher der Woche

Emma ruft beim Pizzaservice an: „Eine Pizza Margherita bitte!“ – „Gern, soll ich sie in sechs oder in acht Stücke teilen?“ – „Sechs bitte, acht schaff‘ ich nicht!“

Kinderkino eröffnet Jahr mit filmischer Reise nach Lummerland

NECKARSULM Für kleine Filmfans startet das neue Jahr am Sonntag, 2. Januar, mit dem Kinderkino. Um 15 Uhr wird im Neckarsulmer Scala in der städtischen Reihe „thea& kiki“ „Jim Knopf und die wilde 13“ gezeigt. In dem Streifen bekommen es Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer und die anderen Helden von Lummerland mit neuen Abenteuern zu tun. Denn ein Jahr nach ihrer ersten Reise ziehen dunkle Wolken über der beschaulichen Insel auf: Sie wird von einer Piratenbande bedroht.

Regisseur Dennis Gansel entführt die Zuschauer in eine Welt, in der die Fantasie keine Grenzen zu kennen scheint. Dies gelingt durch ein für einen deutschen Kinderfilm ungewöhnlich hohes Millionen-Budget und ein ungeheuer eindrucksvolles Produktionsniveau (dazu gehören Ausstattung und Kostüme ebenso wie die stimmungsvolle Filmmusik), ein gutes Gespür für die Kraft der Geschichte und die ewige Faszination der von Michael Ende erdachten und durch die Augsburger Puppenkiste bekannt gewordenen Figuren. In den Ferien ist für ungeimpfte und nicht genesene Kinder ein negativer Schnell- oder PCR-Test erforderlich. Bis einschließlich sieben Jahre sind sie von der Maskenpflicht befreit. Der Eintritt kostet fünf Euro. Kartenreservierung telefonisch unter 07132 2410 oder online unter www.kinostar.com. NSt