Fußball-Bundesliga
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Zweikampfstärke und Comeback-Qualitäten: Was den VfB Stuttgart aktuell so stark macht

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Die Gründe für den starken Jahresstart 2026 machen Mut, dass es nicht wie vor einem Jahr steil bergab geht mit dem VfB.

Umkämpftes Duell: Torwart Alexander Nübel (links, VfB Stuttgart) in Aktion gegen Arthur Theate (Eintracht Frankfurt).
Umkämpftes Duell: Torwart Alexander Nübel (links, VfB Stuttgart) in Aktion gegen Arthur Theate (Eintracht Frankfurt).  Foto: Tom Weller

Satte 34 Zähler holte der VfB Stuttgart in der Hinrunde der Vizemeister-Saison 2023/24, vor einem Jahr waren es deren 29. Nun hat der VfB Stuttgart einmal gegen jeden Ligakonkurrenten gespielt und dabei 32 Zähler gesammelt. Was macht Mut, dass es nicht wie 2024/25 einen plötzlichen Einbruch (21 Zähler) gibt und nun eine ähnlich starke Rückrunde folgt? Diese Dinge hier: 

Zweikampfstärke: Phasenweise gingen gegen Frankfurt zwei Drittel aller Zweikämpfe an den VfB Stuttgart. Am Ende stand eine Zweikampfquote, die mit 63 Prozent nicht nur für VfB-Verhältnisse überdurchschnittlich hoch lag. „Das ist ein Schlüssel, wir gewinnen gerade mehr Zweikämpfe“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß. „Es schadet nicht, da den Jeff und den Ata zu nennen“, lobte der VfB-Trainer die Herren Chabot und Karazor. „Die beiden haben uns in den Bereichen gute Impulse gegeben. Das ist schon auch die Basis, deine Duelle zu gewinnen“, weiß Hoeneß, der auch Ramon Hendriks anerkennend erwähnte. Der Niederländer steht immer ein bisschen im Schatten von Chabot. „Er trägt dazu bei, viele Duelle zu gewinnen, weil er die mit voller Intensität führt“, sagt Hoeneß. Der unbedingte Wille, die entscheidenden Zweikämpfe zu gewinnen, er war in der Rückrunde der Vorsaison nicht immer sichtbar. „Fußball spielen konnten wir immer. Manchmal hat man das Gefühl gehabt: Diese Geilheit, mal eine Grätsche auszupacken, war nicht immer da“, sagt Ermedin Demirovic.

Das VfB-Motto: mehr Chancen, mehr Tore

Mehr Torchancen: Warum der VfB nun plötzlich auch Topspiele gewinnen kann? Für den Stuttgarter Sportvorstand liegt es daran: „Es war schon auffällig, dass wir zuletzt mehr Torchancen hatten“, sagt Fabian Wohlgemuth über den Unterschied zum 0:0 gegen Hoffenheim. „Beim Abschluss hätten wir sicher das eine oder andere Tor mehr machen können“, sagte er zum Frankfurt-Spiel und 20 Torschüssen.Torgefahr durch Außen: Es ging gegen Frankfurt beinahe ein bisschen unter. Aber Josha Vagnoman sammelte zwei Scorerpunkte, weil er die Stuttgarter Tore zwei und drei vorbereitete. In Leverkusen holte der Ex-Nationalspieler den Foulelfmeter zum 2:0 heraus. Vagnomans rechter Vordermann, Jamie Leweling, produziert ligaweit die meisten Flanken. Auch Maximilian Mittelstädt als Linksverteidiger hatte eine (indirekte) Torvorbereitung vorm 1:1, weil Frankfurts Keeper Santos seine Flanke fallen ließ. Chris Führich legte in Leverkusen das vierte VfB-Tor auf. 

Kadertiefe: Als Ermedin Demirovic verletzt fehlte, kam Deniz Undav zurück, traf sofort. Nun sind beide wieder fit – und als Torschützen erfolgreich. Spieler wie Atakan Karazor sind zurück bei alter Stärke. Von der Bank kommen nun Spieler, die vor drei Jahren noch Stammspieler gewesen wären. Das ist erst recht der Fall, wenn Bilal El Khannouss vom Afrika Cup zurück ist.

VfB Stuttgart holte bereits 13 Punkte nach einem Rückstand

Heimstärke: Vor einem Jahr kostete den VfB eine chronische Heimschwäche eine Topplatzierung. Durch sechs Heimpleiten am Stück ging es von Rang vier bergab, dank eines starken Schlussspurts nur hoch bis auf Liga-Rang neun.

Comeback-Qualitäten: Der VfB hat in dieser Saison bereits 13 Punkte nach Rückstand geholt. Aus dem 0:1 gegen Frankfurt wurde erst ein 2:1, später ein 3:2. Der Glaube an sich selbst ist groß. „Das sind Zahlen, die für das Team sprechen“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß über die Team-Moral.

Mentalität: Für Stürmer Ermedin Demirovic lässt sich die starke Hinrunde auf etwas im Mai zurückführen. „Da ist ein Ehrgeiz entstanden nach dem Pokalsieg, das hat in jedem was geweckt, Spiele zu gewinnen und Titel zu holen“, sagt der Stürmer. „Das merkst du in jedem Training, in jedem Spiel.“ Die Winterpause habe bei jedem zuletzt nochmals Kräfte freigesetzt. Kräfte, die man in Leverkusen und Frankfurt nun kennt.

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