Vorfreude aufs Porto-Highlight verdrängt bei VfB-Torwart Nübel den Mainz-Frust
Am Donnerstag geht es für den VfB Stuttgart im Achtelfinale der Europa League weiter. Zu Hause soll ein Sieg gegen den FC Porto her.
Der Mann, der ganz hinten auf dem Platz steht, blickte nach vorne. Alexander Nübel, der Torwart des VfB Stuttgart, empfand nach dem 2:2 beim FSV Mainz 05 Frust über das späte Ausgleichstor von Danny da Costa (90.+1). „Am Ende überladen sie natürlich die Box, bringen alles, was sie haben. Und kommen so dann noch zum Ausgleich, was für uns natürlich sehr, sehr bitter ist.“ Aber Nübel empfand schon am Samstagabend „brutale“ Vorfreude auf das Europa-League-Achtelfinalhinspiel am Donnerstag (18.45 Uhr) in der Stuttgarter MHP-Arena gegen den FC Porto. „Da müssen wir uns eine gute Ausgangslage schaffen zu Hause bei uns.“
Was machen die VfB-Torjäger? Porto hat erst wenige Gegentore kassiert
Im Rückspiel am 19. März werde es „brennen“, so Nübel, denn der FC Porto, das sei eine „brutale Mannschaft“. Beim in der portugiesischen Liga auf Platz eins stehenden Team sind in dieser Saison Niederlagen die absolute Ausnahmeerscheinung. Ganz wenige Gegentore hat der FC Porto bisher hinnehmen müssen.

Alexander Nübel im Tor des VfB Stuttgart konnte in Mainz zwei Treffer nicht verhindern, glänzte aber mit mehreren Rettungstaten und verhinderte einen möglichen 0:2-Rückstand.
Das erste Mainzer Tor hatte Jae-Sung Lee in der 39. Minute nach einem völlig vermeidbaren Eckball geköpft. Der FSV schlug Kapital aus seiner guten Phase - den Stuttgartern war das zuvor nicht gelungen. „Wir kommen sehr, sehr gut rein“, schaute Nübel auf den starken VfB-Start zurück, „wir sind die ersten 25 Minuten nur in deren Hälfte, spielen gut, zielstrebig - belohnen uns dann aber nicht.“ Dann sei Mainz besser geworden, „durch die Standards - sehr, sehr wuchtig reingespielt“. Man habe die Nullfünfer „eingeladen“ durch etliche Ecken, „die wir zugelassen haben. Da wurde es dann gefährlich.“
Der VfB Stuttgart bringt die Führung in Mainz nicht über die Zeit
In der zweiten Hälfte kamen Mainzer Konter hinzu, die zum K.o. des VfB Stuttgart hätten führen können. Aber in höchster Not konnten die brenzligen Momente bereinigt werden. Dann kam die Wende, als Ermedin Demirovic (76. Minute) und Deniz Undav (77.) für den VfB trafen. Plötzlich führten die Stuttgarter mit 2:1. „Ich habe eigentlich gedacht, okay, das ziehen wir.“ Doch Alexander Nübel täuschte sich. In der Nachspielzeit fiel durch Danny da Costa noch das 2:2. Bitter für den VfB, bitter für Nübel - aber da war nicht nur Frustempfinden, sondern auch Vorfreude auf den internationalen Höhepunkt am Donnerstag gegen den FC Porto.
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