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Braucht es einen VfB-Block in der deutschen Nationalmannschaft?

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Am Donnerstag nominiert Bundestrainer Julian Nagelsmann das erste DFB-Aufgebot des Jahres für die Testspiele gegen die Schweiz und Ghana. Wie viele Profis des VfB Stuttgart sind dabei? 


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Julian Nagelsmann verteilt amerikanische Träume. 26 Tickets für die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat der Bundestrainer zu vergeben. Doch die Auswahl seines Sommer-Personals ist für ihn vor der ersten Kadernominierung im WM-Jahr viel kniffliger als gedacht. Eine Frage vor den Testspielen gegen die Schweiz und Ghana lautet: Braucht es im DFB-Kader einen Block aus VfB-Spielern?  

Pro: Es braucht einen VfB-Block in der DFB-Auswahl

Von Florian Huber

Im Herbst 2024 noch stellte der VfB Stuttgart den größten Block in der Nationalmannschaft. Damals waren es sechs Stuttgarter im Aufgebot von Julian Nagelsmann, obwohl es in der Bundesliga und Champions League bei weitem nicht so gut lief wie aktuell. Im vergangenen November standen nur zwei Stuttgarter im DFB-Kader, Alexander Nübel und Jamie Leweling.

Der VfB verfügt über sieben Spieler, die schon DFB-Erfahrung aufweisen. Auch Finn Jeltsch und Jeff Chabot hätten durchaus mal eine Einladung verdient. Natürlich hat kein Stuttgarter den Anspruch Stammspieler zu sein. Aber dabei sein, das dürften sie schon. Formstärker sind aktuell lediglich die deutschen Bayern-Spieler. Ein entscheidender VfB-Vorteil: Die Spielideen von Julian Nagelsmann und Sebastian Hoeneß ähneln einander. Der VfB steht für aktiven Ballbesitzfußball, nicht für abwartendes Konterspiel. Deshalb passen Spieler wie Deniz Undav, Jamie Leweling, Chris Führich und Angelo Stiller eigentlich besonders gut. 

Contra: Bundestrainer Nagelsmann und der DFB brauchen keinen VfB-Block

Von Andreas Öhlschläger

Diesmal muss die Weltmeisterschaft eine deutsche Erfolgsgeschichte werden. Nach den Flops 2018 und 2022 darf sich die Fußballnation nicht erneut mit einem Vorrunden-Aus blamieren. Das heißt: Bundestrainer Julian Nagelsmann muss kompromisslos seine Sache machen dürfen, ohne Club-Eifersüchteleien. Schon jetzt bei den März-Tests des DFB-Teams geht es um viel: Schwung muss her, gute Stimmung.

Nagelsmann muss zwingend Deniz Undav nominieren, denn der ist in Top-Form, schießt Tore in Serie und ist auch ein klasse Typ neben dem Rasen. Das wird der Bundestrainer auch tun. VfB-Torwart Nübel ist als Ersatzmann dabei, für ganz vorne ist der Hoffenheiner Baumann der bessere Mann. Aber die anderen Stuttgarter DFB-Kandidaten, Leweling, Stiller oder Mittelstädt – sie waren schon besser, so ehrlich muss man sein. Und Führich oder Chabot oder gar Jeltsch? Da wird Julian Nagelsmann im Zweifel auf einen Block des nationalen Dominators FC Bayern setzen. Und das wäre dann auch okay.

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