Ex-VfB-Profi Timo Gebhart packt über Gehälter und Alkohol aus
Timo Gebhart galt nicht gerade als Musterprofi. Jetzt spricht der Ex-Kicker über Gehälter, Skandale in seiner Zeit beim VfB Stuttgart und wie er seine Mutter enttäuschte.
Timo Gebhart lässt sich gut in die Reihe mit Spielern wie Mario Basler, Thorsten Legat oder anderen Fußballprofi setzen, die es während ihrer Zeit in der Fußball-Bundesliga mit den Regeln und Gepflogenheiten oft nicht so genau nahmen. Wie umtriebig Timo Gebhart vor allem während seiner Zeit beim VfB Stuttgart war, offenbart er nun in einem Interview mit der Bild-Zeitung.
Der heute 35-Jährige kickt inzwischen nur noch in der sogenannten Baller League, hat sich ansonsten aus dem öffentlichen Leben rausgezogen und wohnt mit seiner Familie in seiner Heimat Memmingen. Timo Gebhart kommt in seiner Karriere auf 100 Bundesligaspiele und sechs Einsätze in der Champions League, die er alle für den VfB Stuttgart bestritt.
Ex-VfB-Profi Timo Gebhart über Geld, illegale Autorennen und Alkohol-Skandale
Die Zeit beim VfB (2009 bis 2012) war seine erfolgreichste, aber auch die skandalreichste, wie das Interview offenbart. Gebhart, der nach eigenen Aussagen in Stuttgart am Ende bis zu 780.000 Euro plus Prämien pro Jahr verdiente, spricht so offen wie nie über seine Verfehlungen.
So habe Gebhart bei seinem Debüt für den VfB Stuttgart im Februar 2009 im Uefa-Cup gegen Zenit. St. Petersburg noch unter Alkoholeinfluss gespielt und letztloch sogar das einzige Stuttgarter Tor geschossen (1:2). "Ich war nicht für den Kader eingeplant, weil ich nach einer Verletzung noch nicht fit war. Also bin ich feiern gegangen. Das Licht ging um 5 Uhr morgens an, mein Kumpel und ich sind noch ein bisschen weiter. Als ich gegen halb acht ins Bett wollte, ruft mich plötzlich der Teambetreuer an: 'Julian Schieber hat Grippe, du bist heute im Kader.' Also hat mein Kumpel mich ins Teamhotel gebracht - ich konnte ja auf keinen Fall fahren …", so Gebhart. VfB-Manager erfuhr später davon und brummte Gebhart 10.000 Euro Strafe auf.
Wie Timo Gebhart das Auto seiner Mutter bei einem Autorennen zerstörte
Damit aber nicht genug. In einem Parkhaus des Stuttgarter Stadions nahm er damals an einem illegalen Autorennen gegen Teamkollegen teil. Und setzte den BMW seiner Mutter mit Vollgas rückwärts (!) gegen eine Mauer.
Wie es dazu kommen konnte? "Ich weiß nicht mehr, gegen wen ich gefahren bin, er hatte auf jeden Fall einen Audi TT RS. Ich war mit dem BMW 335 unterwegs, den ich meiner Mutter geschenkt hatte", so der 35-Jährige: "Die Gerade war ungefähr 150 Meter lang, der Sound da drin, wenn man Gas gegeben hat, war brutal. Die halbe Mannschaft war als Zuschauer dabei, Christian Träsch hat vorne ein T-Shirt fallen lassen als Zeichen dafür, dass es losgeht. Ich trete aufs Gas - dummerweise hatte ich immer noch den Rückwärtsgang drin", erzählt der einstige Profi des VfB Stuttgart.
Ex-VfB-Profi Timo Gebhart musste Vorfall seiner Mutter beichten
Weiter sagt Timo Gebhart über den Vorfall während seiner Zeit beim VfB Stuttgart: "Meiner Mutter das zu beichten, war nicht schön. Noch schlimmer war aber der Spott meiner Teamkollegen."
Der Vorfall aus dem Stuttgarter Parkhaus war bislang geheim geblieben. Nun packte der Ex-Profi des VfB Stuttgart aus.
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