5:2 des VfB Stuttgart - famoses Stärke-Statement in Augsburg nach Europa-Aus
Der VfB Stuttgart gewinnt beim FC Augsburg mit 5:2 (3:0) und ist jetzt Dritter in der Bundesliga-Tabelle. Deniz Undav schießt zwei Tore und fährt bestens gelaunt zum DFB-Team.
Das war stark, erst recht nach dem Europacup-Ausscheide-Frust vom Donnerstag. Der VfB Stuttgart gewann am Sonntagabend in der Bundesliga mit 5:2 (3:0) beim FC Augsburg und kletterte dadurch auf Platz drei der Tabelle, jeweils drei Punkte vor den Verfolgern RB Leipzig und TSG Hoffenheim.
Schnell hatte das Team von Sebastian Hoeneß eine Vorentscheidung geschafft. Deniz Undav traf zum 1:0 (12. Minute), Tiago Tomás zum 2:0 (29.). Und Nikolas Nartey machte gleich darauf mit dem 3:0 für den spielstarken VfB (31.) alles klar. Der Stuttgarter Mannschaft waren in der ersten Hälfte keine Europapokal-Strapazen anzumerken, weder körperlich noch in den Köpfen.
VfB Stuttgart schüttelt Porto-Pleite in Augsburg ab
Als der ehemalige VfB-Stürmer Fabian Rieder in der 57. Minute für den FCA getroffen hatte, war sofort wieder Undav zur Stelle und schoss das 4:1 (58.) – sein 18. Bundesliga-Tor in dieser Saison. Anton Kade (71.) war dann zweiter Augsburger Torschütze. Joker Ermedin Demirovic sorgte fürs 5:2 (82.).
Erfolgreich zurückfinden in den Alltag. Darum ging es für den VfB. Nachdem die Stuttgarter durch das 0:2 beim FC Porto die internationale Fußballbühne im Achtelfinale der Europa League verlassen mussten, waren nun Punkte gefragt, um sich über die Bundesliga die Teilnahme an der Champions League zu sichern. Wie in Porto, als vieles gut war, nur das Ergebnis nicht, wollte Trainer Hoeneß „Geschlossenheit, Bereitschaft und Intensität“ sehen.
Wunsch und Wirklichkeit passten in Augsburg sehr gut zusammen. Weil auch Deniz Undav mal wieder zur Stelle war. Im sechsten Bundesligaspiel in Folge traf der VfB-Stürmerstar. In der 12. Minute schoss Undav in Augsburg das Stuttgarter 1:0. Chris Führich hatte gut nachgesetzt, Angelo Stiller gab dann die Vorlage. FCA-Keeper Finn Dahmen sah nicht gut aus und lenkte den Ball direkt zu Undav, der cool vollstreckte.
„Deniz macht es richtig gut“, sagte VfB-Coach Hoeneß schon vor dem Anpfiff über seinen Goalgetter. „Er ist in einer herausragenden Form.“ Und völlig zu recht jetzt im Nationalteam dabei.
VfB nutzt Erfahrung von Porto als Grundlage für Sieg in Ausgburg
Für Angelo Stiller gab es mit Verspätung gute Nachrichten vom Bundestrainer. Der VfB-Taktgeber ist nun wohl doch aktueller DFB-Auswahlspieler. Julian Nagelsmann nominierte ihn laut „Bild“ nach. Stiller ist bei den WM-Tests in der Schweiz (27. März) und in Stuttgart gegen Ghana (30. März) zumindest als Ersatzmann dabei, weil Aleksandar Pavlovic vom FC Bayern München am Sonntag wegen Schmerzen am Hüftbeuger absagen musste.
Für den VfB Stuttgart war es am Sonntagabend ein „sehr wichtiges Spiel“, wie Deniz Undav betont hatte. Im Hinblick auf die Chance, sich für Europas Fußball-Königsklasse zu qualifizieren. Aber auch unter therapeutischen Gesichtspunkten nach dem schmerzhaften Europa-League-Ausscheiden. „Gottseidank geht es weiter“, sagte Undav.
Man habe aus Porto „Erfahrung mitgenommen“, betonte Sebastian Hoeneß. Und tatsächlich: Es war am Sonntag beim FC Augsburg ein Stuttgarter Lerneffekt-Auftritt. Der VfB ist jetzt seit zehn Pflichtspielen gegen den FCA unbesiegt, schaffte neun Siege und ein Remis.
Fünf Wechsel, fünf Tore – VfB Stuttgart gewinnt in Augsburg
Trainer Hoeneß hatte in der Startelf fünf Wechsel gegenüber Porto vorgenommen. Assignon und Jeltsch spielten in der Abwehr statt Jaquez und Hendriks, Chema ersetzte im zentralen Mittelfeld Karazor, Nartey bekam offensiv den Vorzug gegenüber El Khannouss und Tomas stürmte statt Demirovic. „Es geht schon auch um Frische“, sagte Sebastian Hoeneß. Aber: „Wir haben noch eine Achse auf dem Platz.“
Nationalspieler Jamie Leweling musste allerdings vor den ersten Länderspielen im WM-Jahr pausieren. Der Flügelstürmer gehörte wegen muskulärer Probleme nicht zum VfB-Kader, wie schon beim Europa-League-Aus in Porto.
An diesem Montag treffen sich die DFB-Auswahlkicker in Herzogenaurach. Deniz Undav reist mit extremem Rückenwind an.
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