Europa League 
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Beim letzten Stuttgarter Gastspiel in Rom waren keine VfB-Fans dabei: Das ist der Grund   

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Der nächste VfB-Europa-League-Gegner AS Rom hat den Stuttgartern einen internationalen Titel voraus, einen Trainerfuchs auf der Bank und wartet wohl noch lange auf ein neues Stadion.  


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Zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte gastiert der VfB Stuttgart an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) im Olympiastadion von Rom. Beim ersten Mal Rom-Gastspiel, vor fast 13 Jahren, hieß der Gegner Lazio Rom. Nun geht es zur „Associazione Sportiva Roma“, kurz AS Rom.

Anders als im März 2013 sind dieses Mal Zuschauer erlaubt. Rund 4000 reisen wohl mit in die Ewige Stadt, von der Polizei gibt es eine Warnung an die VfB-Fans. Was man sonst noch über den nächsten Gegner des VfB Stuttgart wissen sollte.  

Keine Fans bei VfB-Spiel gegen Rom im Jahr 2013 – das steckte dahinter

AS Rom: In ihren jeweiligen Ligen belegen Rom und der VfB derzeit jeweils den vierten Platz, sind auf Kurs Champions League. Auch in der Europa-League-Tabelle sind beide nah beieinander als Neunter und Zehnter.

Eine große Schüssel ist das Olympiastadion in Rom. Am Ort der Leichtathletik-EM 2024 gastiert der VfB Stuttgart am Donnerstagabend in der Europa League.
Eine große Schüssel ist das Olympiastadion in Rom. Am Ort der Leichtathletik-EM 2024 gastiert der VfB Stuttgart am Donnerstagabend in der Europa League.  Foto: dpa

Eins haben die Römer dem VfB jedoch voraus, einen internationalen Titel. 2022 holte man die Conference League.  Ihr aktueller Trainer Gian Piero Gasperin weiß, wie der VfB zu besiegen ist. In der Vorsaison verantwortete er noch Atalanta Bergamo. Beim 2:0 im November 2024 war der VfB chancenlos gegen den Europa-League-Sieger von 2024, der mit Manndeckung über den ganzen Platz die Stuttgarter Offensive damals überhaupt nicht zu Entfaltung kommen ließ.

Am Wunschort fürs neue Stadion gab es archäologische Funde

Stadion: Spätestens seit dem deutschen WM-Triumph 1990 ist das Olympiastadion von Rom ein besonderer Ort für den deutschen Fußball. Doch die Riesenschüssel wirkt wie so viele andere italienische Stadien aus der Zeit gefallen. Es bröckelt an vielen Stellen der Beton. Die Zuschauer sind zudem durch die Leichtathletiklaufbahn weit, weit weg vom Geschehen. Kein Wunder, dass die Römer Verantwortlichen ein neues Stadion möchten. Vor Weihnachten wurde eine Machbarkeitsstudie bei der Stadt eingereicht. Das Problem: Am Wunschort gab es archäologische Funde, unter anderem stand dort mal eine römische Villa. Das hat das Denkmalamt auf den Plan gerufen. Ein neues Stadion, das bis 2030 steht, erscheint deshalb sehr, sehr fraglich.

Blick zurück: Im März 2013 kreuzte der Weg des VfB Stuttgart in der Europa League den des anderen römischen Spitzenclubs, Lazio. Im Europa-League-Achtelfinale setzte es bereits im Hinspiel eine 0:2-Heimniederlage in Stuttgart. Die VfB-Arena war, heute beinahe unverstellbar, nicht einmal halbvoll. Nur 28.750 Zuschauer verfolgten damals die Partie,  bei der auch Antonio Rüdiger (20) in der Startelf stand. Der heutige Nationalspieler von Real Madrid trug von 2015 bis 2017 das Trikot der „Giallorossi“, den Gelb-Roten.

VfB-Fans wurden Opfer einer Uefa-Strafe für den Gegner

Im Rückspiel in Rom lief es nicht besser – und gar niemand schaute zu. Wegen rassistischer Ausfälle seiner Fans war Lazio von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) damals zu zwei Heimspielen ohne Zuschauer verurteil worden. Der Verband bestrafte damit auch die Anhänger des VfB Stuttgart, die auf den Trip nach Italien verzichten mussten, das Europapokal-Aus vor dem TV verfolgten.  „Wir sind in den zwei Spielen an unsere Grenzen gestoßen. Das müssen wir akzeptieren“, sagte Trainer Bruno Labbadia damals. Bereits nach acht Minuten lag sein Team 0:2 zurück, der VfB steckte als schlechtestes Rückrundenteam in einer tiefen Krise.   

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