VfB Stuttgart schlägt Leipzig: Wichtiger Sieg im Rennen um Champions-League-Platz
Am Sonntagabend ging es in der Stuttgarter MHP-Arena um Tabellenplatz vier. Der VfB Stuttgart blieb vorne, weil es ein 1:0 gegen RB Leipzig gab.
Die Fans in der Cannstatter Kurve hatten ein Riesenbanner dabei: „Der Brustring – seit 100 Jahren Zeichen unserer Tradition“. Beim VfB Stuttgart wurden mit dem Brustring auf dem Trikot schöne und schlimme Tage durchlebt, Titel gefeiert und Abstiege bejammert. Am Sonntagabend im Spitzenspiel gegen RB Leipzig wurde gejubelt. Es gab einen wichtigen 1:0-Sieg im Rennen um die Champions-League-Teilnahme. Der VfB bleibt Tabellenvierter. Hier geht's zur Einzelkritik der VfB-Startelf.
VfB-Stürmer Deniz Undav trifft erneut – diesmal gab es ein Sieg-Happy-End
Deniz Undav traf in der 56. Minute zum 1:0. Er erzielte damit sein 16. Tor in 22 Auftritten in dieser Bundesliga-Saison. Undav traf in den letzten fünf Ligaspielen und zuletzt auch in der Europa League gegen den FC Porto traf. Da allerdings ohne Sieg-Happy-End. Chris Führich hatte das Tor gegen Leipzig vorbereitet. Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt zuvor ein Fehlpass-Geschenk gemacht.

In den vorangegangenen zwölf Heimspielen dieser Bundesliga-Saison hatte der VfB nur einmal verloren, im Dezember 2025 gegen den FC Bayern. Allerdings gab es zuletzt zwei Heimpleiten in der Europa League, das 0:1 gegen Celtic Glasgow und das 1:2 gegen den FC Porto. Jetzt aber wurde RB Leipzig besiegt.
Es ging um Rang vier, den letzten Platz der Bundesliga-Tabelle, der sicher zur Teilnahme an Europas Fußball-Königsklasse berechtigt. Der VfB Stuttgart distanzierte Leipzig. Auch weil das Team am Schluss Pfostenglück hatte.
Riesenchancen für VfB und Leipzig nach der Halbzeitpause – Torhüter mit Glanztaten
Nach der Pause hatte es schnell zwei Riesenchancen gegeben. Erst wurde VfB-Torwart Alexander Nübel zum Retter und lenkte einen Kopfball von Nicolas Seiwald noch famos an den Pfosten (53.), dann zeigte Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt eine Parade bei einem Schuss von Deniz Undav (54.).
Da die Leipziger in dieser Saison nicht international im Einsatz sind, kamen sie ausgeruht nach Stuttgart. Der VfB hingegen musste drei Tage nach dem Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Porto erneut viel Intensität liefern. Leipzigs Trainer Ole Werner sagte:„Stuttgart ist diesen Rhythmus gewohnt.“ So war es.
RB Leipzig vergibt Großchance: Baumgartner alleine vor VfB-Keeper Nübel
Der VfB hatte sich in der ersten Hälfte in der Vorwärtsbewegung schwer getan. Richtige Torchancen? Fast keine. Erst in Minute 45+2 musste RB-Schlussmann Maarten Vandevoordt sich mühen, als Jamie Leweling aus rund 30 Metern einen gefährlich aufsetzenden Schuss abgefeuert hatte.
RB Leipzig wirkte phasenweise spritziger, setzte auf schnelle Konter. Der VfB hatte zwar vor der Pause 60 Prozent Ballbesitz, setzte das aber kaum einmal dynamisch um. In der 33. Minute hätte eigentlich das 0:1 fallen müssen, als Christoph Baumgartner völlig allein vor dem Stuttgarter Torwart Alexander Nübel auftauchte. Da hatte der VfB gepatzt. Aber der Leipziger schoss aus bester Position drüber.
Schiedsrichter Deniz Aytekln leitete zum 250. Mal ein Bundesligaspiel
Schiedsrichter war am Sonntagabend Deniz Aytekln. Der 47-Jährige gehört seit Jahren zu den profiliertesten Unparteiischen im deutschen Profifußball. In der MHP-Arena leitete Aytekin zum 250. Mal ein Bundesligaspiel.
Zum Saisonschluss beendet er seine Laufbahn als Top-Schiri. Er sagte dieser Tage: „Für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aufzuhören. Zumal die Stimmung insgesamt gefühlt jedes Wochenende eskaliert. Gegen uns Schiedsrichter, gegen die Videoassistenten. Das ist eine sehr unschöne Entwicklung.“ Aber: „Der VAR, ob man ihn mag oder nicht, ist da und wird bleiben.“
Am Sonntagabend eskalierte nichts. Aytekin war in Stuttgart ein sehr unauffälliger Spielleiter, das ist meistens sehr gut.
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