Lehrstunde vom FC Porto – der VfB Stuttgart sucht den Weg zum Top-Team
Der VfB Stuttgart verliert trotz ordentlicher Leistung beim FC Porto. Das Aus im Achtelfinale der Europa League war eine Lehrstunde auf dem Weg zum Top-Team, meint unser Autor.
"Wir haben ein gutes Spiel gemacht." Mehr als diese Undav-Aussage bleibt dem VfB Stuttgart nicht. Wieder einmal. So gut der VfB Stuttgart in vielen Spielen auf europäischem Terrain aufgetreten ist, ein Problem bleibt: Gut spielen, reicht nicht. Es braucht Tore. Es braucht Defensiv-Disziplin. Es braucht Abgewichstheit.
Der VfB Stuttgart hat vom FC Porto in zwei Partien eine Lehrstunde darin bekommen. Die Portugiesen? Ein Top-Team. Der VfB sucht noch den Weg dahin. Dass nach der Pleite im Estadio do Dragao erneut "Wir haben gut gespielt"-Aussagen kommen, die Gesichter aber ratlos bleiben, ist klar.
Roter Faden zieht sich durch: VfB Stuttgart scheitert gegen FC Porto und an sich selbst
"Wir haben ein Riesenspiel gemacht", erklärt Sebastian Hoeneß im RTL-Interview nach dem Achtelfinal-Aus. Vorwürfe kann man dem VfB Stuttgart kaum welche machen. Die Effizienz fehlte, ja. Der FC Porto war schlichtweg besser. Nicht aktiver, nein. Aber besser in den entscheidenden Moment. Ein Detail, das Top-Teams nunmal ausmacht.
Erneut zeigte sich Hoeneß "sprachlos". Wie schon in Basel. In Rom. In Istanbul. Es ist ein roter Faden, der sich durch die Europa-League-Saison durchzieht. Aber – und das ist das Positive – der VfB Stuttgart lernt dazu. Ein Beispiel ist die Konstanz in der aktuellen Saison im Vergleich zur vorherigen. Der fehlende Einbruch nach kleineren Rückschlägen. Auch das kann der VfB nun beweisen, dass er selbst nach einem großen Rückschlag stärker zurückkommt.
In der Bundesliga geht es noch um den Champions-League-Einzug. Es geht noch um die Titelverteidigung im DFB-Pokal. Und wer auf den Weg der vergangenen drei Jahre beim VfB Stuttgart blickt, der kann das Achtelfinal-Aus einordnen. Gegen eine Mannschaft, die seit Jahren international spielt. Der VfB muss sich nicht schämen. Den Vorwurf der Chancenverwertung muss er sich allerdings gefallen lassen. Den Vorwurf der eigenen Fehler auch. Mal wieder. Der Weg zum Top-Team ist eben noch nicht beendet.
Kommentare öffnen

Stimme.de
Kommentare