„Nachlegen“: So will Trainer Hoeneß mit dem VfB Stuttgart die Frankfurter knacken
Dem famosen 4:1-Sieg des VfB Stuttgart in Leverkusen soll im nächsten Bundesliga-Topspiel an diesem Dienstag ein weiterer Sieg des VfB folgen. Was Sebastian Hoeneß zum Hinrunden-Abschluss „nicht selbstverständlich“ findet.

Und jetzt: einfach weitermachen, so auftreten wie in Leverkusen. Wobei: einfach wird das nicht. Der VfB Stuttgart hat nach dem 4:1-Coup beim deutschen Meister von 2024 gleich das nächste Topspiel vor der Brust, an diesem Dienstagabend (18.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellensiebten und Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.
Man wolle diese Begegnung erneut „sehr mutig“ angehen, um „nachzulegen“, so VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. Er erwartet „ein sehr intensives Spiel mit zwei Mannschaften, die nach vorne spielen wollen“.
Im bisherigen Saisonverlauf hat sich Hoeneß als großer Freund der personellen Rotation gezeigt und im Sinne einer guten Belastungssteuerung viele Umstellungen in seinen Startformationen vorgenommen. Die nähere Zukunft hält für den VfB Stuttgart ein hartes Spielprogramm mit vielen Englischen Wochen bereit. Also muss der Trainer erneut darauf achten, dass seine wichtigsten Spieler nicht auslaugen.
Gut vorstellbar, dass im zentralen Mittelfeld der junge Spanier Chema Andrés von Beginn an gegen die Eintracht auflaufen wird. Zwar haben es Angelo Stiller und Atakan Karazor in Leverkusen auf der Doppel-Sechs sehr gut gemacht, doch Sebastian Hoeneß hält sehr viel von Chema Andrés. Dem von Real Madrid geholten 20-Jährigen „gehört die Zukunft“, so der Trainer des VfB Stuttgart. Vielleicht gehört ihm auch ein Startelf-Platz in der Gegenwart, wenn es gegen die Eintracht geht. Hoeneß findet „sein Niveau, seine Klasse, die er bei uns jetzt in dem halben Jahr gezeigt hat, schon bemerkenswert“.
VfB-Kapitän Atakan Karazor hat es in Leverkusen sehr gut gemacht
Am Ende des Jahres 2025 hatte VfB-Mannschaftskapitän Atakan Karazor seinen zuvor an den jungen Spanier verlorenen Stammplatz wieder zurückerobert. Beim famosen 4:1-Sieg in Leverkusen überzeugte Karazor mit einer wichtigen Spezialaufgabe. Er bremste Aleix Garcia. Karazor habe „ein super Spiel gemacht“, sagte Sebastian Hoeneß. Es sei „klar die Aufgabe“ gewesen, dem „Taktgeber“ von Bayer Leverkusen „ immer auf den Füßen zu stehen und ihn einfach nicht ins Spiel kommen zu lassen. Das hat Ata top gemacht.“
Ermedin Demirovic könnte eine Option statt Deniz Undav sein. Er gab am Samstagabend in Leverkusen sein Comeback, allerdings nur für ganz wenige Minuten.
Die Schlagzeilen prägt gerade der Doppeltorschütze beim 4:1, Jamie Leweling. „Er hat ein paar Dinge noch optimiert“, findet Sebastian Hoeneß. „Und er hat auch einen Schritt in seiner Persönlichkeit gemacht.“ In Leverkusen sei es „eine sehr komplette Leistung“ von Leweling gewesen, auch defensiv. „Das macht Lust auf mehr.“
Hoeneß wollte am Montagfrüh in der Pressekonferenz vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt nochmal „die Sinne schärfen, dass wir da eine schwierige Aufgabe vor uns haben“. Gegen eine Mannschaft, „die immer schwer zu bespielen ist“. Das werde „dieses Mal sicher nicht anders ein“.
Defensiv ist die Eintracht anfällig, das weiß man auch beim VfB Stuttgart
Am ersten Spieltag im neuen Jahr bot nicht nur der VfB Spektakuläres. Auch das 3:3 zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund war ein attraktives Offensivduell. Defensiv sind die Hessen anfällig, in vielen Spielen war die Zahl der Gegentore hoch. „Natürlich haben wir das auch registriert“, sagte Sebastian Hoeneß. „Aber sie sind auch immer in der Lage, vorne viele Tore zu machen.“
Dass die Eintracht in der Champions League gefordert sei, „das macht etwas, das können wir auch beurteilen, das zieht Kräfte“, doch die Frankfurter seien in der Bundesliga dennoch „voll dabei, Tabellennachbarn von uns“. Der VfB ist Fünfter, die Hessen sind mit drei Punkten weniger Siebter. Mit einem Sieg, so Sebastian Hoeneß, habe man zum Abschluss der Hinrunde „eine Punktzahl, die nicht selbstverständlich ist“.
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