Der VfB Stuttgart im Champions-League-Check
Das sind die Chancen und Gefahren für den VfB Stuttgart, RB Leipzig, Bayer Leverkusen und die TSG Hoffenheim im Kampf um die Qualifikation für die Königsklasse.
Vier Bundesliga-Teams sind fünf Spieltage vor Saisonende im Rennen um die Ränge drei und vier, die am Saisonende zur Teilnahme an der Champions League berechtigen. Das ist die Situation für das Quartett: Was spricht für und was gegen den jeweiligen Verein als Königsklassen-Teilnehmer?
Der VfB hat das kniffligste Restprogramm
VfB Stuttgart (3./56 Punkte)Das spricht für die Top vier: Der VfB steht nach Tiefschlägen wie dem späten 0:2 gegen Borussia Dortmund schnell auf. „Wir haben jetzt Rückenwind“, sagte VfB-Sportdirektor Christian Gentner nach dem 4:0 gegen den HSV. Neun Punkte aus den finalen fünf Spielen dürften aufgrund des aktuellen Vorsprungs auf Rang fünf und sechs sowie der direkten Duelle der Konkurrenten reichen. „Es ist schön, dass wir über so einen Druck sprechen dürfen“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß mit Blick auf die Tabelle. Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) geht es jedoch nach München. „Wir können dort Punkte holen, die vielleicht nicht eingeplant sind“, sagt Sebastian Hoeneß vor dem Duell der beiden torhungrigsten Erstligisten. Das spricht gegen die Top vier: Das Stuttgarter Restprogramm ist das anspruchsvollste aller Champions-League-Kandidaten. „Wir wissen, dass da noch Bretter kommen“, sagt Stürmer Ermedin Demirovic mit Blick auf den kniffligen Spielplan. „Unser Heimspiel gegen Bremen müssen wir gewinnen“, blickt Maximilian Mittelstädt schon mal auf die einfachste Aufgabe. Der VfB kann in den direkten Duellen viel gewinnen, aber auch alles verlieren. Das Restprogramm: Bayern München (auswärts), Werder Bremen (heim), TSG Hoffenheim (a), Bayer Leverkusen (h), Eintr. Frankfurt (a)
RB Leipzig: (4./56 Punkte)Das spricht für die Top vier: RB wirkt stabil, gewann zuletzt drei Spiele in Serie. Das 5:0 gegen Hoffenheim war eindrucksvoll, hat für viel Selbstvertrauen gesorgt. Die Leipziger haben den Vorteil, ausgeruht zu sein, weil man keine Europapokalspiele in den Knochen hat, aus dem DFB-Pokal schon raus ist. Das spricht gegen die Top vier: RB-Chef Oliver Mintzlaff setzte schon vor Wochen auf den öffentlichen Druck, dass eine Champions-League-Qualifikation her müsse. Die Fallhöhe ist enorm, gerade aus finanziellen Gründen ist das Ticket für die Champions League fast schon Pflicht. Das Restprogramm: Eintracht Frankfurt (auswärts), Union Berlin (heim), Bayer Leverkusen (a), FC St. Pauli (h), SC Freiburg (a)
Bayer Leverkusen: (5./52 Punkte)Das spricht für die Top vier: „Unter die besten Vier geht es nur mit Dreiern. Wir sind jetzt schon einen Platz geklettert. Die Mannschaften wissen, dass wir hinten dran sind“, sagte Robert Andrich nach dem 1:0-Coup bei Borussia Dortmund. Das waren drei Überraschungspunkte, durch die sich die Lage als Jäger stark verbessert hat. „Jetzt haben wir die Chance, alles noch umzudrehen“, sagt Stürmer Patrik Schick. Das spricht gegen die Top vier: Bayer Leverkusen ist wankelmütig, patzt immer wieder mal überraschend. Dem Meister von 2024 fehlt Konstanz. Durch den aktuellen Rückstand steht Leverkusen in den direkten Duellen mit RB Leipzig und dem VfB Stuttgart am 32. und 33. Spieltag eher unter Siegzwang als die Konkurrenten. Das Restprogramm: FC Augsburg (heim), 1. FC Köln (auswärts), RB Leipzig (h), VfB Stuttgart (a), Hamburger SV (h)
Hoffenheim geht die Luft aus
TSG Hoffenheim (6./51 Punkte)Das spricht für die Top vier: Vor der Saison hätte bei der TSG Hoffenheim jeder die aktuelle Punktzahl sofort unterschrieben. Insofern haben die Kraichgauer weniger zu verlieren als die Konkurrenten mit einem teureren Kader. Das spricht gegen die Top vier: Das vor Wochen von Torjäger Andrej Kramaric öffentlich postulierte Ziel Champions League wird zum Bumerang. Die Formtabelle der vergangenen sechs Partien spricht Bände. Fünf Punkte aus sechs Spielen, das ist viel zu wenig. „Die Ergebnisse sind uns abhanden gekommen“, hadert Trainer Christian Ilzer. Aus dem Überperformer TSG ist schlicht ein Normalperformer geworden. Dem Team scheint die Luft auszugehen im Endspurt, eventuell auch, weil sich zu viele Spieler mit ihrer persönlichen Zukunft beschäftigen. Das Restprogramm: Bor. Dortmund (heim), Hamburger SV (auswärts), VfB Stuttgart (h), Werder Bremen (h), Bor. Mönchengladbach (a)
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