Von Notverordnung bis Hundestaffel – so lief die VfB-Nacht von Deventer
Die Notverordnung am Nachmittag, die Hundestaffel in der Nacht. Der VfB Stuttgart, mitgereiste Fans und auch Journalisten erlebten einen denkwürdigen Abend in Deventer.
Dieses Fußballspiel hat definitiv ein Nachspiel. Auch nach dem 4:0-Erfolg des VfB Stuttgart blieb die Szenerie kurios. Während Alexander Wehrle als Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart eine halbe Stunde nach Schlusspfiff ins windschiefe Partyzelt vor der Adlerhorst-Arena in Deventer kam, um zehn Minuten lang über das zuvor den Tag über Erlebte und die Gewalt gegenüber Teilen der Stuttgarter Anhänger zu sprechen, bellten draußen die Polizeihunde.
Dieses Mal im Fokus: Einheimische Anhänger der Go Ahead Eagles Deventer. Diese hatten vorm Spiel Böller auf dem Brink gezündet, dem zentralen Platz von Deventer. Auch das war mit ein Grund, warum Bürgermeister Ron König die gesamte Innenstadt per Notverordnung zur Stuttgarter No-Go-Area umfunktionierte.
Die VfB-Reise nach Deventer – ein Erlebnis der negativen Art
Einige Fans des VfB Stuttgart mussten nach dem 4:0-Sieg lange auf den Bus-Transport zurück in die Stadt warten. Zum eigenen Schutz verließen auch die mitgereisten Journalisten den Adlerhorst weit nach Mitternacht nicht alleine, sondern machten sich zusammen auf den zwanzigminütigen Fußmarsch vom Stadion zurück in die Innenstadt. Praktisch alle Hotels der Stadt befinden sich nämlich in der Zone des Betretungsverbots.
Auch nachts um 1 Uhr zeigte die Polizei noch Präsenz, war mit Einsatzwagen in der Innenstadt sichtbar. Die niederländischen Fans spülten den 0:4-Frust währenddessen in den Fan-Kneipen weg. Laute Musik dröhnte über den Brink, während die VfB-Anhänger entweder schon im Hotel oder außerhalb von Deventer auf den ersten Auswärtssieg der Europa-League-Saison anstießen.
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