„Den Allerwertesten aufgerissen“ – VfB-Trainer Hoeneß lobt Stuttgarter Spieler
Es war kein Galafußball. Aber eine Stuttgarter Willensleistung beim 1:0-Sieg des VfB gegen RB Leipzig - das gibt Schub fürs Porto-Rückspiel.
Es gehörte auch zur Geschichte des VfB-Siegs gegen RB Leipzig, „das berühmte Quäntchen Glück“. Trainer Sebastian Hoeneß war froh, dass es diesmal auf Stuttgarter Seite zu finden war. Er hatte „schon gesehen, dass die Leipziger Pfostentreffer hatten“. Zweimal. Das letzte Mal in Minute 90+2. Da köpfte Willi Orban ans Aluminium. Dusel für den VfB Stuttgart. Kein 1:1.
Die Art und Weise des VfB-Siegs macht Trainer Hoeneß sehr zufrieden
Vielleicht wäre ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen, objektiv betrachtet. Aber für den VfB Stuttgart könnte dieser Sieg, vor allem die Art und Weise, wie er realisiert wurde, entscheidenden Schub geben, um am Donnerstag in Porto vielleicht doch noch das Viertelfinale der Europa League zu erreichen. „Das kann uns natürlich sehr gut tun“, sagte Hoeneß beim Blick nach vorne. „Das war sehr wichtig für die Moral, für den Spirit in der Mannschaft.“ Der immens zufriedene Trainer hatte „eine Mannschaft gesehen, die sich den Allerwertesten aufgerissen hat füreinander“.

Im eng getakteten Terminplan des VfB Stuttgart hat Sebastian Hoeneß kaum Zeit für Genussmomente. Es geht gleich wieder weiter. Aber einen kurzen Halt in der Gegenwart machte der Trainer am Sonntagabend schon. „Natürlich war es, wenn man auf die Tabelle schaut, wenn man den Gegner anschaut, ein enorm wichtiger Sieg.“ Allzu gerne möchte Hoeneß schließlich über die Bundesliga-Platzierung in die Champions League einziehen. Der Leipziger Versuch, den VfB im direkten Duell zu überholen, ist gescheitert. Die Stuttgarter haben Rang vier untermauert.
Es geht nicht um einen Schönheitspreis, sondern um VfB-Kampfgeist
„Es ging nicht um einen Schönheitspreis“, sagte der Trainer nach dem 1:0-Erfolg. Ihm war es wichtig, „hervorzuheben, wie die Jungs gefightet haben“. Sebastian Hoeneß war „richtig stolz auf die Art, wie die Jungs heute aufgetreten sind“.
Untergeordnet waren die Schwächen. Zum Beispiel im Angriffsspiel. „Im allerletzten Drittel, da fehlt uns ein Tick Leichtigkeit.“ Da könnten Ansätze besser ausgespielt werden. Aber es gab ja den Erlösungs-Knipser Deniz Undav.
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