"Kindheitstraum"

VfB-Star Demirovic zwischen Elferfrust und WM-Lust

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Der bosnische VfB-Stuttgart-Star Demirovic verschießt im Länderspiel gegen Wales mal wieder einen Elfmeter. Doch am Dienstag geht es nun gegen Italien um die Erfüllung eines WM-Traums.


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Der WM-Traum für drei Profis des VfB Stuttgart, er lebt weiter. Das Trio Atakan Karazor, Nikolas Nartey und Ermedin Demirovic setzte sich am Dienstagabend mit der Türkei, Dänemark und Bosnien-Herzegowina in den Play-off-Halbfinals durch. In ganz verschiedenen Rollen, auf zum Teil dramatische Weise.

VfB-Kapitän Atakan Karazor verfolgte das 1:0 seiner Türken über Rumänien von der Ersatzbank. Am Dienstag wird es im Kosovo gegen die beiden Hoffenheimer Fisnik Asllani und Albian Hajdari (4:3 in der Slowakei) beim direkten Duell ums WM-Ticket heiß hergehen.

VfB-Stars bei Länderspielen: Nartey-Brüder aber zunächst auf der Bank

Nikolas Nartey saß beim 4:0 der Dänen gegen Nordmazedonien bis kurz vor Schluss zusammen mit seinem Bruder Noah auf der Bank. In der 86. Minute wurde der VfB-Profi eingewechselt, am Dienstag geht es nach Tschechien. Bei den Tschechen wurde ein Ex-VfBler zum Matchwinner. Jan Kliment absolvierte vor über zehn Jahren mal acht Bundesligaspiele für die Schwaben, nun verwandelte er den finalen Versuch zum 4:3 im Elfmeterschießen gegen Irland.

VfB-Stürmer Demirovic über WM-Teilnahme: "Ist mein Kindheitstraum"

Beim aktuellen VfB-Stürmer Ermedin Demirovic war hingegen die komplette Gefühlspalette gefragt. In den vergangenen Wochen hatte er mehrmals seine große WM-Sehnsucht erwähnt. „Eine WM zu spielen, wäre für mich das Allergrößte, vor allem mit einem kleinen Land wie Bosnien“, sagte Demirovic: „Es ist mein Kindheitstraum, dort dabei zu sein.“

Der Traum lebt, obwohl der seit Mittwoch 28-Jährige ihn beinahe selbst hätte platzen lassen. In Wales rannten die Bosnier lange einem 0:1 hinterher, Demirovic vergab zwei Großchancen aufs 1:1, das der Schalker Edin Dzeko (86.) dann doch noch erzielte. Es ging ins Elfmeterschießen.

Demirovic und die Elfmeter – miese Quote beim VfB Stuttgart

Dazu wird Ermedin Demirovic keine Liebesbeziehung mehr entwickeln. Für den SC Freiburg setzte er einst den entscheidenden Elfmeter im DFB-Pokalfinale 2022 an die Latte, auch beim VfB Stuttgart hat der Stürmer eine ganz miese Quote vorzuweisen. Drei Mal scheiterte er innerhalb von zwölf Monaten zwischen Oktober 2024 und 2025 in Bundesliga und Europa League. Nur ein Demirovic-Elfer landete in diesem Zeitraum im Tor. Beim VfB Stuttgart schießt Teamkollege Maximilian Mittelstädt mittlerweile die Elfmeter.

VfB-Stürmer Demirovic scheitert mal wieder vom Punkt aus

Auch am Donnerstagabend schlug Demirovic entgeistert die Hände vors Gesicht, weil er als Kapitän Verantwortung übernommen hatte, beim ersten bosnischen Versuch aber am walisischen Torwart Karl Darlow scheiterte. Die bosnische WM-Chance lebt jedoch weiter, denn zur Kernkompetenz des bosnischen Nationaltorwarts Nikola Vasilj (FC St. Pauli) zählt das Elfmeterhalten. Am Dienstag heißt die finale WM-Hürde nun Italien.

Auch bei der TSG Hoffenheim setzten sich alle fünf Profis durch, die in den Play-offs gefordert waren. Ozan Kabak (Türkei) trifft am Dienstag auf die beiden Kosovaren Fisnik Asllani (ein Tor beim 4:3 in der Slowakei) und Albian Hajdari. Auch das Tschechen-Duo Vladimír Coufal und Robin Hranac darf noch auf die WM hoffen. 

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