Der große VfB-Tag der Familie Redzepi aus Heilbronn
Die Heilbronnerin Dafina Redzepi erzielt das erste Tor für die Frauen des VfB Stuttgart in der großen Arena. Bruder Enis schießt unterdessen die U19 ins DFB-Pokal-Finale.

Stimmungsvoll war sie die Premiere der Zweitliga-Frauen des VfB Stuttgart auf der größten Stuttgarter Fußball-Bühne. Statt auf dem PSV-Platz nebendran fand das Zweitliga-Spitzenspiel gegen Mainz 05 am Samstag in der MHP-Arena statt. Die 2:4-Niederlage passte nicht ganz zur deutschen Zweitliga-Rekordkulisse von 31 736 Zuschauern. Die Stuttgarterinnen verpassten damit einen großen Schritt in Richtung Erstliga-Aufstieg. Der Vorsprung auf Rang drei (FSV Mainz) schmolz auf zwei Zähler. Nur die ersten zwei steigen auf. Eine junge Heilbronnerin sicherte sich am Samstag allerdings ihren Platz in der VfB-Vereinschronik. Dafina Redzepi erzielte den ersten VfB-Frauentreffer in der großen Arena.
Ronaldo-Jubel beim VfB Stuttgart
Die 21-Jährige kam nach der Pause ins Spiel und zeigte sofort, was sie kann. Eine Körpertäuschung im Strafraum, dazu ein gekonnter Abschluss, das ermöglichte das Stuttgarter 1:1 in der 49. Minute. Über ihren Treffer jubelte sie per Ronaldo-Jubelsprung vor der Cannstatter Kurve. Der VfB kassierte praktisch im Gegenzug das 1:2, Vital Zina Kats war mit einem Dreierpack die überragende Mainzerin.
„Für mich war es das erste Spiel vor so vielen. Mein Spiel vorher mit den meisten Zuschauern war vielleicht vor 1000 Leuten“, sagte Dafina Redzepi. Sie galt schon früh als Ausnahmetalent, ihr Weg begann bei den F-Junioren des FC Union Heilbronn und führte sie ab der U12 fest zur TSG Hoffenheim. Dort spielte sie so gut, dass sie in der männlichen C-Junioren-Oberliga Baden-Württemberg zum einzigen Mädchen unter lauter Jungs wurde und in der deutschen U15-Mädchen-Nationalmannschaft zum Einsatz kam.
Immer wieder Verletzungspech für Dafina Redzepi
Der ganz große Durchbruch gelang danach nicht beim FC Bayern München, was auch an insgesamt zwei Kreuzbandrissen inklusive langer Zwangspause lag. Auch nach dem Wechsel nach Stuttgart schlug das Verletzungspech zu (Meniskusriss im Knie). Nun ist sie wieder fit, hat in zehn Zweitligaspielen in dieser Spielzeit bereits sechs Treffer für den VfB Stuttgart erzielt. Zudem debütierte sie im vergangenen Dezember für die albanische Nationalmannschaft.

Dafina war übrigens nicht die einzige in der Familie Redzepi, die am Samstag über ein Tor jubeln durfte. Bruder Enis traf am Samstag für die U19 des VfB Stuttgart zum 1:0 beim 2:1-Erfolg beim VfL Bochum im DFB-Pokal-Halbfinale. Die U19 ist damit den Profis einen finalen Schritt voraus, die am 23. April gegen den SC Freiburg nachziehen können.
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