Leihspieler der TSG Hoffenheim: So läuft es für Bruun Larsen, Szalai und Co.
Die sieben verliehenen Profis der TSG Hoffenheim kommen auf eine gemischte Bilanz bei ihren neuen Clubs. So ist der Stand bei Szalai, Bruun Larsen und Co. bei ihren aktuellen Vereinen.

Der aktuelle Kader der TSG Hoffenheim umfasst 28 Profis. Dazu kommen sieben Profis, die der Fußball-Erstligist aus dem Kraichgau aktuell verliehen hat. So ist die Situation bei ihren jeweiligen Clubs aktuell.
Leihspieler der TSG Hoffenheim: Nur in der Nationalmannschaft gesetzt – Attila Szalai
Fanproteste waren die Folge des Winter-Abgangs von Attila Szalai nach Freiburg. Anlass des Ärgers war nicht etwa der sportliche Verlust, denn der hielt sich bisher in Grenzen. Zum Aufreger wurde die Tatsache, dass Szalai (26) im Januar beim Hoffenheimer Auswärtsspiel in Freiburg auf der TSG-Bank saß, um direkt nach der Partie beim badischen Rivalen in Freiburg anzuheuern − und gleich dort zu bleiben.
"Dass das sauer aufstößt, blöd wirkt, das kann ich nachvollziehen", sagte TSG-Geschäftsführer Alexander Rosen. Auch in Freiburg kommt der 12-Millionen-Sommer-Einkauf (TSG-Vertrag bis 2027) nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus. Wenn er spielt, dann fällt der Ungar durch Patzer auf − wie im halben Jahr bei der TSG 1899 auch. Ganz anders in der ungarischen Nationalelf. Da ist der Bundesliga-Bankdrücker beim deutschen EM-Gegner gesetzt.
TSG-Leihspieler in dieser Saison: Glücksbringer Larsen und Missverständnis auf der Sechs
Im Sommer heuerte der Däne Jacob Bruun Larsen bei Premier-League-Aufsteiger FC Burnley an. Spielpraxis sammelt der vielseitige Offensivmann (Ablöse einst neun Millionen) beim Tabellenvorletzten meist als Einwechselspieler, fungiert aber auch als Glücksbringer. Schießt Bruun Larsen ein Tor, dann siegt das Kellerkind nämlich auch. Alle drei Saisontreffer führten zu drei Punkten, zuletzt beim 2:1 gegen Brentford traf Larsen (25) per Elfmeter. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt allerdings bereits fünf Punkte. Sein Vertrag bei der TSG läuft noch bis zum 30.Juni 2025.
Die ihm angedachte Schlüsselrolle als Sechser konnte der Mann aus Mali seit seinem Wechsel nach Hoffenheim 2019 nie dauerhaft einnehmen. Der Marktwert von Diadie Samassekou sank in dieser Zeit von 20 auf 2,5 Millionen Euro. In der Hinrunde spielte der 12-Millionen-Euro-Einkauf bei der TSG gar keine Rolle. Vom Afrika Cup mit Mali ging es direkt nach Spanien zum FC Cadiz in den Abstiegskampf. Lediglich zwei Kurzeinsätze weist seine Statistik dort bisher aus. Der TSG-Vertrag des 28-Jährigen läuft 2025 aus.
Leihspieler der TSG Hoffenheim: Durchgehender Kontakt mit Asllani
Seit vergangenem Sommer spielt Fisnik Asllani für den österreichischen Rekordmeister Austria Wien. Mit drei Toren in elf Ligaspielen fällt die Bilanz bei Pellegrino Matarazzos Ex-Assistent aus Stuttgarter Zeiten, Michael Wimmer, ordentlich aus. "Er ist ein junger Spieler mit sehr viel Entwicklungspotenzial", sagt Austria-Trainer Wimmer. Wie der gleichaltrige Neu-Nationalspieler Maximilian Beier ist der 21-Jährige ein großes Sturmtalent, allerdings mit noch größerem Verletzungspech in dieser Saison.
Im Sommer setzte ihn einen Innenbandverletzung außer Gefecht, im Januar erwischte ihn ein Sehneneinriss in der Fußsohle. Bei der TSG hat man Asllani im Blick. "Ich bin durchgehend im Kontakt mit Hoffenheim, mit Sportdirektor Pirmin Schwegler zum Beispiel", sagt Fisnik Asllani. Der deutsche U20-Nationalspieler wird übrigens künftig für den Kosovo auflaufen. "Ich will für das Heimatland meiner Eltern spielen", sagt er.
Damar, Justvan und Quarshie – so läuft es für die Hoffenheimer Leihspieler
Eine Entwicklung wie Maximilian Beier sollte Muhammed Damar (Vertrag bis 2026) bei Hannover 96 nehmen. Das ist für den 19-jährigen offensiven Mittelfeldspieler aber (noch) nicht der Fall. Seit September spielte er gerade einmal fünf Minuten für 96 in Liga zwei. Bei Trainer Stefan Leitl hat Damar einen schweren Stand, dafür glänzte er sporadisch in der Regionalligaelf Hannovers, die um den Drittligaaufstieg spielt. Das hätte er mit der Hoffenheimer U 23 aber auch haben können.
Der Sommerneuzugang Julian Justvan (25/Vertrag bis 2027) aus Paderborn blieb in der Hinrunde quasi ohne Spielzeit, flüchtete mangels Perspektive deshalb zu Erstliga-Schlusslicht Darmstadt 98. Dort läuft es für den offensiven Mittelfeldspieler persönlich besser mit sechs Einsätzen über die komplette Spielzeit. Der Ligaverbleib dürfte allerdings nur mit einer Rückkehr nach Hoffenheim in der Sommerpause gelingen.
Diese Leihe hat sich bereits jetzt schon gelohnt. Denn in Hoffenheims U 23 wäre der 19-Jährige wohl noch nicht zum deutschen U21-Nationalspieler gereift. Erst im Januar wechselte Joshua Quarshie bis Sommer 2025 zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und wurde dort sofort zum Stammspieler. Der 1,97-Meter-Innenverteidiger überzeugte dabei offensichtlich auch U 21-Nationaltrainer Antonio di Salvo, der ihn gerade erst für sein Team nachnominierte.
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