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Vierter gegen Fünfter
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„Vorne dran bleiben“: TSB Horkheim im Duell mit direktem Verfolger

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Am Samstagabend empfängt der TSB Horkheim in der 3. Liga Süd die Handballer der SG Pforzheim/Eutingen. Ein Jugend-Nationalspieler ist bei den Gästen in verantwortlicher Position dabei. 

Adam Soos wird gebremst. Der Rückraumspieler des TSB Horkheim fehlte zuletzt angeschlagen, jetzt ist er aber wieder fit.
Adam Soos wird gebremst. Der Rückraumspieler des TSB Horkheim fehlte zuletzt angeschlagen, jetzt ist er aber wieder fit.  Foto: Berger, Mario

Bubi-Alarm beim TSB Horkheim. Oliver Heß hat die Nummer 44 bei der SG Pforzheim/Eutingen in der Vorbereitung aufs Samstagabendspiel in der 3. Handball-Liga Süd genau beobachtet. „Der hat echt schon richtig gute Spiele bei denen gemacht“, sagt der Trainer des TSB Horkheim, als er voller Respekt von Finn Meißner spricht. 

Der ist erst 17 Jahre alt, war aber zuletzt mit sechs Toren bester Pforzheimer Werfer bei der 28:31-Niederlage der SG in Pfullingen. Trotz seines jungen Alters ist Meißner  derjenige, der zur Siebenmeter-Markierung läuft, wenn es einen Strafwurf gibt. Der über 1,90 Meter große Linkshänder ist Jugend-Nationalspieler, hat also schon den Bundes-Adler auf der Brust getragen. Im Pforzheimer Drittliga-Team von Trainer Alexander Lipps ist der Youngster eine feste Größe. 

Obwohl „mehrere namhafte Handball-Internate den Kontakt zu dem talentierten 17-Jährigen aufgenommen haben, entschied sich das Talent dafür, seinen ersten Vertrag im Erwachsenenbereich in Pforzheim zu unterschreiben“, teilte die SG kürzlich stolz mit. 

Die Pforzheimer haben ein Talent mit Bundesliga-Perspektive dabei

Alexander Lipps sagte: „Finn hat das Potenzial und auch den Ehrgeiz für höhere Aufgaben. Dass er aber zuerst seinem Heimatverein etwas zurückgeben und den richtigen Zeitpunkt auswählen möchte, finde ich eine kluge Entscheidung.“ Auch wenn die Bundesliga das Ziel des Linkshänders ist, so will Finn Meißner  „den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen“.

Die Zuschauer in der Horkheimer Stauwehrhalle können an diesem Samstag (20 Uhr) jedenfalls ein paar Extra-Blicke auf den Youngster der SG Pforzheim/Eutingen richten. Es ist in der 3. Liga Süd das Duell des Tabellenvierten TSB gegen den Fünften. Die Horkheimer haben 25:13 Punkte auf dem Konto, die SG 25:15. 

„Wir wollen natürlich vorne dran bleiben“, sagt Marco Starz, der Sportliche Leiter beim TSB. „Wir sind positiv gestimmt für dieses Spitzenspiel. Wenn die Pforzheimer in einen Lauf kommen, können sie zwar jede Mannschaft in der Liga schlagen, aber wir haben in der Hinrunde auswärts gewonnen und es ist eine Mannschaft, die uns eigentlich liegt.“ Mit 30:28 setzte sich der TSB Horkheim Ende September in Pforzheim durch. 

Im Rückraum hat der Horkheimer Trainer Oliver Heß wieder mehr Optionen

Die gesundheitlichen Probleme, die den Kader von Trainer Oliver Heß beim 26:25-Überraschungssieg in Würzburg vor der kleinen Faschingspause noch dezimiert hatten, sind überwunden. Im Rückraum stehen Johannes Rebmann und Adam Soos wieder zur Verfügung. „So wie es aussieht, wird nur Pascal Thiele aus beruflichen Gründen ausfallen“, sagt Heß. 

Er hofft in der Abwehr auf eine ähnlich starke Leistung wie bei den Richtung 2. Bundesliga  schauenden Wölfen Würzburg. Im Angriff hat er sein Team variabel vorbereitet. „Die Pforzheimer spielen zwei Abwehrsysteme, beherrschen ein 3-2-1 und ein klassisches 6-0. Da sind von uns jeweils ganz andere Spielzüge gefragt.“

In die Vorbereitungswoche ist der TSB Horkheim mit „Vollgas-Trainingseinheiten“ gestartet, wie der Coach berichtet. „Die Jungs waren nach dem spielfreien Wochenende ja ausgeruht. Und wenn mal der ganze Kader in der Halle ist, kann man auch taktisch mehr machen.“ Sich zum Beispiel darauf vorbereiten, wie man dem „mittlerweile auch in der Breite sehr gut besetzten Pforzheimer Rückraum“ am besten entgegentritt. Und somit auch Rückraum-Bubi Finn Meißner. 

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