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3. Handball-Liga Süd
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„Überragendes Topspiel vor der Brust“ - TSB Horkheim ist heiß aufs Duell Dritter gegen Zweiter

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Der TSB Horkheim holt den Pflichtsieg beim Drittliga-Kellerkind SG Köndringen-Teningen und empfängt am kommenden Samstag den HC Erlangen II. Trainer Oliver Heß hat fürs Topspiel einen Wunsch. 

Erfolgreiche Handball-Action vor vollen Rängen in der Horkheimer Stauwehrhalle: So wie gegen die SG Pforzheim/Eutingen soll es auch im Duell mit dem HC Erlangen II laufen.
Erfolgreiche Handball-Action vor vollen Rängen in der Horkheimer Stauwehrhalle: So wie gegen die SG Pforzheim/Eutingen soll es auch im Duell mit dem HC Erlangen II laufen.  Foto: Mario Berger

Die Partie bei der SG Köndringen-Teningen war gerade erst vorbei, da schaute der Horkheimer Trainer Oliver Heß schon voller Vorfreude nach vorne: „Wir haben jetzt ein überragendes Topspiel vor der Brust.“ Durch den 32:27-Auswärtssieg steht der TSB bei 31:15 Punkten in der Tabelle der 3. Handball-Liga Süd, genauso wie der HC Erlangen II, der am kommenden Samstag, 21. März, in die Stauwehrhalle kommt.

„Da fiebern wir natürlich jetzt schon drauf hin“, sagte Oliver Heß und sprach von einem „brutal wichtigen Pflichtsieg, den wir gegen Köndringen-Teningen geschafft haben“. Jetzt komme „ein richtig geiles Heimspiel“. Heß würde sich „sehr über eine hoffentlich volle Halle freuen“. Der TSB-Coach verspricht einen Vollgas-Auftritt. „Dann werden wir da alles reinhauen, dass wir zwei Punkte holen.“ 

TSB-Gegner HC Erlangen II hat auch Spieler mit Erstliga-Qualität dabei

Dass es gegen die Zweitvertretung des Bundesligisten HC Erlangen eine enorm schwere Aufgabe wird, ist dem Horkheimer Trainer klar. Am Samstag setzte sich der HCE II mit 34:30 gegen die eigentlich Richtung 2. Bundesliga schielenden Wölfe Würzburg durch. „Da hat Milos Kos mitgespielt, der kam aus Zagreb nach Erlangen und ist eigentlich eine absolut guter Erstligaspieler. Da wird handballerisch einiges geboten am Samstag in der Stauwehrhalle.“  

In der ersten Hälfte bei der SG Köndringen-Teningen, die der TSB mit 17:11 gewonnen hatte, war alles nach Konzept gelaufen. „Da war der Fahrplan genau so, wie wir uns das vorgenommen hatten“, sagte Oliver Heß. Man habe „eine gute Abwehr gestellt“, gemeinschaftlich gut gearbeitet gegen die im Eins-gegen-eins starken Spieler der SG, „das Zentrum verdichtet und dann durch die Ballgewinne auch einige Tempotore geworfen. Da war aber schon abzusehen, dass wir uns im Angriff nicht immer ganz leicht getan haben.“ 

Es fehlte im Duell mit dem Vorletzten der Tabelle der 3. Liga Süd ein Linkshänder Im Horkheimer Rückraum. Der torgefährliche Yannik Polifka war nach eine Weisheitszahn-Operation nicht einsatzbereit. 

Kritik von Oliver Heß an den Schiedsrichtern des Samstagabend-Spiels 

Nicht glücklich war der Trainer mit dem Schiedsrichter-Duo Sven Hanker und Christopher Klimmesch.  Heß fand einige Pfiffe „schwer nachzuvollziehen“ und meinte: „Ich bin normal kein Fan davon, die Schiedsrichter zu thematisieren, aber es war schon relativ wild, was da gepfiffen worden ist. Man konnte sich schwer darauf einstellen.“

Auch deshalb sei der komfortable Sechs-Tore-Vorsprung zur Halbzeit weggeschmolzen. „Nach der Pause kriegen wir zehn Minuten lang gar keinen Pfiff mehr.“  Die SG Köndringen-Teningen kam dann bis auf ein Tor an den TSB Horkheim heran. In der 43. Minute lag das Team nur noch mit 23:22 vorne.  Es war jetzt auch eine hitzige Atmosphäre in der Halle, „weil die Zuschauer völlig da waren“, wie Oliver Heß sagte. 

Es sind dann in der Halle mächtig Emotionen hochgekocht 

Aus der Horkheimer Schwächephase heraus wurde der Vorsprung aber wieder ausgebaut. „Da haben wir dann wieder zwei, drei Pfiffe gekriegt.“ Nach Zeitstrafen gegen die SG Köndringen-Teningen wurden Überzahl-Möglichkeiten genutzt. Es war nun reichlich Stimmung auf den Rängen und Aufruhr auf dem Feld bei den Spielern - auch gegen die Schiedsrichter. „Da sind sehr viele Emotionen hochgekocht“, so Oliver Heß. „Es war schwierig, da kühlen Kopf zu bewahren.“ 

Es war dann ein sehr zerfahrenes Spiel - mit einem guten Ende für den TSB Horkheim, der zum Schluss hin die Partie wieder klar auf seine Seite zog. „Da haben wir Moral gezeigt.“ 

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