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3. Handball-Liga Süd
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TSB Horkheim will den finanziell wackelnden Wölfen ein Bein stellen 

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Die Wölfe Würzburg träumen von der 2. Bundesliga, es fehlt aber aktuell ein ordentlicher Batzen Geld. Der TSB Horkheim möchte die ärgerliche Hinrunden-Niederlage wett machen. 

Im Hinrundenspiel gegen die Wölfe Würzburg vergab der TSB Horkheim, hier Andreas Schröder in der Mitte, einen 17:10-Halbzeitvorsprung und verlor.
Im Hinrundenspiel gegen die Wölfe Würzburg vergab der TSB Horkheim, hier Andreas Schröder in der Mitte, einen 17:10-Halbzeitvorsprung und verlor.  Foto: Berger, Mario

Wer mutig nach vorne marschieren will, muss erst mal den Stolperer aus dem Kopf bekommen, der einen kürzlich auf die Nase gelegt hat. Zu Beginn der Woche wurde beim TSB Horkheim also „eher Bittenfeld aufgearbeitet“, wie es Trainer Oliver Heß ausdrückt, als auf den kommenden Gegner Wölfe Würzburg geschaut.

Beim TV Bittenfeld II, Aufsteiger in die 3. Handball-Liga Süd, musste der TSB eine 28:31-Niederlage einstecken. Mit mehr Power aus dem Rückraum hätte es offensiv wahrscheinlich besser ausgesehen. „Wir haben deshalb in der Richtung trainiert, dass wir mehr Druck in die Tiefe hinbekommen, auch dass wir mehr Zweikämpfe gewinnen“, berichtet Oliver Heß. „Da müssen wir uns verbessern.“

Der TSB Horkheim spielt als Tabellensechster beim Fünften 

Ob das klappt, wird man an diesem Samstag (19.30 Uhr) sehen, wenn der Tabellensechste TSB Horkheim beim Fünften in Würzburg antritt. Im Gegensatz zum TV Bittenfeld II, der den Klassenerhalt als Ziel hat, blicken die Wölfe sehnsuchtsvoll gen 2. Bundesliga.

Am 24. Mai 2025 fand der vorige Anlauf nach oben ein Ende. Nach einer 25:32-Niederlage beim MTV Braunschweig war in den Aufstiegsspielen Schluss. Nun absolvieren die Wölfe nach ihrem Zweitliga-Abstieg im Jahr 2023 die dritte Saison in der 3. Liga.

Gerade erst wurden die Fans mächtig aufgeschreckt, als es in einer Pressemitteilung hieß: „Die Wölfe Würzburg stehen vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Nicht ausbezahlte Corona-Wirtschaftshilfen sowie aus Sicht der Wölfe unbegründete Rückforderungen durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft sowie die IHK München und Oberbayern führen aktuell zu akuten Liquiditätsproblemen und gefährden die Existenz der Wölfe Würzburg GmbH.“

TSB-Trainer Oliver Heß glaubt an Wölfe in der Aufstiegsrunde

Es fehlt Geld, nicht wenig. Sportlich fehlt noch ein bisschen was, um erneut ins Rennen um den Aufstieg gehen zu können. Doch Süd-Tabellenführer SV Kornwestheim strebt aus wirtschaftlicher Vorsicht keine Zweitliga-Lizenz an, und die hervorragend platzierten zweiten Mannschaften der Bundesligisten HC Erlangen sowie Rhein-Neckar Löwen sind nicht aufstiegsberechtigt. „Die Wölfe sind also gar nicht so weit weg von der Aufstiegsrunde“, sagt der Horkheimer Trainer.

Oliver Heß fügt hinzu: „Ich glaube schon, dass sie es packen werden.“ Allerdings möchte er den Würzburgern sehr gerne an diesem Samstag zwei Punkte klauen. Mit 23:13 Zählern sitzt der TSB Horkheim den Wölfen (23:11) direkt im Nacken. Das Hinrundenspiel in der Stauwehrhalle ging jedoch mit 29:33 verloren. Das soll den Horkheimern aber nicht den Mut nehmen, genauso wenig wie die Niederlage am vergangenen Samstag in Bittenfeld. „Die haben daheim schon einige Teams geschlagen, die damit nicht gerechnet hätten“, sagt Oliver Heß. „Da muss man unser 28:31 auch ein bisschen relativieren.“

Große Kulisse: Zuletzt waren 2100 Zuschauer in der Halle

Die Wölfe sind sehr heimstark. In der laufenden Saison haben sie in eigener Halle bislang nur ein Spiel verloren, das Derby gegen den HC Erlangen II. Zuletzt beim 24:19-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen II waren 2100 Zuschauer in der Halle, so viele wie noch nie in dieser Saison. Auch gegen den TSB Horkheim soll die große Fan-Unterstützung zu einem Sieg-Faktor werden.

Beim TSB glänzte in Bittenfeld Linksaußen Yannik Starz mit 13 Toren. Auch in Würzburg wird es auf das zum Führungsspieler gereifte Horkheimer Eigengewächs ankommen. „Und wir müssen eben unsere Rückraum-Schützen besser in Stellung bringen“, sagt Trainer Heß.

Beim Lernen aus vergangenen Stolperern geht es nicht allein ums Spiel beim TV Bittenfeld II, auch das Hinrundenduell mit den Wölfen Würzburg kann wertvolle Erkenntnisse bringen, denn die Horkheimer Heimpleite gab es trotz einer sehr komfortablen 17:10-Halbzeitführung des TSB. Diesmal muss das Team 60 Minuten lang gut sein.

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