TSB Horkheim setzt sich in 85-Tore-Spektakel mit 44:41 beim Letzten durch
Ein ganz schlechter 2:6-Start wirft den TSB Horkheim nicht aus dem Gleis. Dann wird beim TuS Fürstenfeldbruck losgeballert. Der Vierte gewinnt beim Letzten mit 44:41.

Es war ein Pflichtsieg des TSB Horkheim beim Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck – aber was für einer! Mit 44:41 (23:17) setzte sich das Team von Oliver Heß durch. Der Trainer sagte: „Die Offensivleistung war richtig gut. Nach neun Minuten liegen wir 2:6 zurück und dann schießen wir in den restlichen 51 Minuten noch 42 Tore. Das ist natürlich ein wahnsinniger Wert.“
TSB-Schlussmann Marco Bitz trifft vier Mal ins Fürstenfeldbrucker Tor
Acht Tore war der größte Horkheimer Vorsprung, etwa beim 31:23 in der 39. Minute. Es gab auch Treffer ins verlassene TuS-Tor. TSB-Keeper Marco Bitz kam auf vier persönliche Jubelmomente. Dass Fürstenfeldbruck am Ende noch ein bisschen Ergebniskosmetik betreiben konnte, war bedeutungslos, ebenso wie die Disqualifikation von Niklas Matusik in der 24. Minute.
Der TSB ist jetzt mit 35:19 Punkten Tabellenvierter der 3. Handball-Liga Süd. Die Wölfe Würzburg auf Rang drei (36:20) haben schon ein Spiel mehr absolviert.
Die Partie hatte gleich flott angefangen - allerdings nur auf einer Seite. „Fürstenfeldbruck hat richtig gut Tempo gemacht“, sagte Oliver Heß. In der 9. Minute lag der TSB mit 2:6 zurück. „Der TuS hat uns in unserer Offensive sehr viele Probleme bereitet. Die sind uns mit ihrer offensiven Abwehr brutal hoch angegangen. So konnten wir uns kaum gute Wurfchancen erarbeiten konnten.“
Umstellung des TSB Horkheim auf Sieben gegen Sechs zahlt sich aus
Heß nahm eine Auszeit, stellte auf Sieben gegen Sechs um, damit der TuS nicht mehr so weit rausrücken konnte. „Da haben wir dann gute Lösungen gefunden und eigentlich keine technischen Fehler mehr gemacht.“ Beim 11:14 in der 22. Minute war es für die Horkheimer zwar noch ein deutlicher Rückstand. Doch dann kam der TSB gewaltig ins Rollen, ballerte sich bis zur Pause noch zu einem 23:17-Zwischenstand. „Das war wichtig, dass wir die erste Hälfte so drehen konnten und mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause gegangen sind“, sagte Oliver Heß. „Yannik Starz hatte in dieser Phase drei Steals, wo er den Ball abgefangen und direkt ein Kontertor gemacht hat.“ Der Linksaußen erzielte insgesamt elf Treffer, verwandelte alle vier Horkheimer Siebenmeter. Spielgestalter Andreas Schröder kam auf acht Tore.
TSB-Trainer Oliver Heß blickte aber auch mit viel Respekt auf die Angriffsleistung des Tabellenletzten: „In der Defensive hatten wir das ganze Spiel über ein Thema, dass wir sie nicht gestellt bekommen haben. Das hat Fürstenfeldbruck gut gemacht, das muss man schon sagen.“ So kam es am Samstagabend zu einem 85-Tore-Spektakel.
TSB Horkheim: Bitz (4), Kanters – Sacherow, Soos (3), Roth (6), Urban, Matusik (1), Polifka (4), Glaser, Thiele (1), Starz (11/4), Herrmann (2), Schröder (8), Dück (4). Erfolgreichste Werfer TuS Fürstenfeldbruck: Florian Bernhard (11/3), Kilian Weigl (7). Schiedsrichter: Robert Mischock/Christopher Riebesam. Siebenmeter: TuS: 3/3; TSB: 4/4. Zeitstrafen: 4/2. Disqualifikation: Niklas Matusik (TSB/24.). Zuschauer: 390.
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