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3. Handball-Liga Süd

TSB Horkheim nimmt an den letzten beiden Spieltagen Platz zwei ins Visier

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Drittligist TSB Horkheim schlägt Saase3 Leutershausen mit 33:32, verspielt aber eine zwischenzeitlich klare Führung. Ein Spieler ragt heraus. 

TSB-Torwart Marco Bitz war ein starker Rückhalt.
TSB-Torwart Marco Bitz war ein starker Rückhalt.  Foto: Mario Berger

Standing Ovations der Horkheimer Fans in den letzten 80 Sekunden. Jetzt, als es darauf ankam, lief es wieder für den TSB Horkheim. Yannik Polifka traf zum 32:31. Niklas Roth erzielte das 33:31. Niklas Krämer konnte nur noch verkürzen. Die zwei Punkte blieben nach dem 33:32 (19:13) gegen Saase3 Leutershausen in der Stauwehrhalle. Der TSB bejubelte in der 3. Handball-Liga Süd den dritten Sieg in Folge. Mit 37:19 Punkten sind die Horkheimer Tabellendritter.

Am 9. Mai ist Schluss. Die Devise von Trainer Oliver Heß lautet: „Jetzt noch mal Vollgas in den letzten zwei Spielen geben.“ Der Tabellenzweite HC Erlangen II ließ durch das 39:39 beim Kellerkind SG Köndringen-Teningen überraschend einen Punkt liegen, ist mit 38:18 Zählern in Reichweite und könnte noch überholt werden.

Als es am Samstagabend in die Crunchtime ging, war die Spannung groß. Der TSB hatte eine Sieben-Tore-Maximalführung aus der ersten Hälfte abgegeben. „Da müssen wir einfach besser aus der Kabine raus kommen“, schimpfte Heß. Man habe den Wiederbeginn „verpennt“.

Eine Disqualifikation und zahlreiche Zeitstrafen prägen die Schlussphase

Immerhin, das Spiel war nicht zur Gänze auf die Seite des Teams aus Leutershausen gekippt. 29:29. Noch sechs Minuten. Alles offen. Dann sah S3L-Linksaußen Maximilian Kessler nach einer Abwehraktion gegen Leon Glaser, der kurz zuvor zum 30:29 getroffen hatte, die Rote Karte. Disqualifikation in der 55. Minute. Dezimiert durch eine weitere Strafe tat sich Saase3 Leutershausen schwer.

Aber nun kassierten die Horkheimer Pascal Thiele und Nicolas Herrmann Hinausstellungen. 30:30. Andreas Schröder traf zum 31:30 (58.), dann gab es eine Zeitstrafe gegen Mario Urban. 31:31, Aber nicht 31:32, weil Keeper Marco Bitz zur Stelle war.

TSB-Torwart Marco Bitz untermauert seinen hervorragenden Ruf 

Er war einmal mehr ein wertvoller Erfolgsfaktor für den TSB. Gästetrainer Florian Taafel gönnte der Horkheimer Nummer eins Champagner-Worte: Bitz sei „vielleicht der stärkste Torwart der Liga“. Der hoch Gelobte hörte sich das entspannt im Foyer der Stauwehrhalle an und trank ungerührt einen Schluck Wasser.

In der 8. Minute war der TSB nach einem Tempo-Treffer von Yannik Starz mit 5:2 in Führung gegangen. Über 8:5 (13.) und 16:10 (26.) blieben die Horkheimer klar im grünen Bereich. Auch weil Marco Bitz immer wieder gute Paraden zeigte und die Horkheimer Verteidigung den gefährlichen Rückraum von Saase3 Leutershausen oft weit weg vom Tor hielt, wuchs der Vorsprung.

Louis Dück traf vom Kreis zum 19:12 (30.), Lukas Gutsche sorgte fürs 19:13, dann war Pause. „Die erste Halbzeit läuft nahezu perfekt“, meinte Trainer Heß.

Der Horkheimer Start in die zweite Spielhälfte ist miserabel 

Zum Start in die zweiten 30 Minuten holperte es aber gewaltig beim TSB. Jetzt trat Saase3 Leutershausen in der Abwehr’ anders auf, änderte die taktische Herangehensweise. Maximilian Kessler kam oft ganz weit aus der Deckungsformation heraus, um den TSB-Vorwärtsdrang zu bremsen. „So haben wir die schnelle Mitte rausgenommen“, sagte S3L-Coach Florian Taafel.

Den Horkheimern fiel es nun sehr schwer, torgefährlich zu werden. Die Partie glitt dem TSB binnen kurzer Zeit aus den Händen.

Beim 20:19 (37.) waren die Gäste dran. Den Ausgleich verhinderte erst mal Marco Bitz. Aber dann stand es 22:22 (43.). Futsch war die einstige Sieben-Tore-Führung. Nur kümmerliche drei Treffer hatte der TSB in der Viertelstunde nach Wiederbeginn hinbekommen. „Da waren wir unter Stress“, sagte Oliver Heß. Das Momentum war voll bei den Gästen. „Das ist auch nicht leicht für die Birne.“

Stefan Salger erzielte sogar das 22:23. Doch nun hielten die Horkheimer wieder besser dagegen, gingen mehrfach mit einem Tor in Führung. Und schafften schließlich das Happy End beim 33:32. „Nicht schön, aber wir wuppen das zusammen“, meinte Oliver Heß.

TSB Horkheim: Bitz, Kanters - Sacherow, Soos, Roth (5), Urban, Matusik (3), Polifka (2), Glaser (2), Thiele, Starz (6/2), Herrmann (4/4), Schröder (6), Dück (5). Erfolgreichste Werfer S3L: Stefan Salger (7), Niklas Krämer (7/1). Schiedsrichter: Tobias Hägele/Stefan Schmid-Denzinger. Siebenmeter: TSB: 6/7; S3L: 1/1. Zeitstrafen: 5/3. Disqualifikation: Maximilian Kessler (S3L, 55.). Zuschauer: 260.

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