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Der Plan des TSB Horkheim: Mit Derby-Emotionen zum Coup beim HCOB

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Der TSB Horkheim trifft am Samstag auf den HCOB. Die Heilbronner Mannschaft von Trainer Dragos Oprea setzt im Drittliga-Nachbarschaftsduell in Oppenweiler auf viel Willenskraft und eine geringe Fehlerquote.

Ein paar Tore vom Kreis werfen, vor allem aber in der Abwehr kraftvoll zupacken − das ist der Job von Niklas Matusik. Auch an diesem Samstag in Oppenweiler soll er ein wichtiger Faktor im Spiel des TSB Horkheim sein.
Foto: Mario Berger
Ein paar Tore vom Kreis werfen, vor allem aber in der Abwehr kraftvoll zupacken − das ist der Job von Niklas Matusik. Auch an diesem Samstag in Oppenweiler soll er ein wichtiger Faktor im Spiel des TSB Horkheim sein. Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Spielerische Brillanz? Vielleicht wird sie eine Rolle spielen im Samstagabend-Duell zwischen dem HC Oppenweiler/Backnang und dem TSB Horkheim (20 Uhr, Gemeindehalle). Es gibt auf beiden Seiten Leute, die für ganz besondere Handball-Momente sorgen können.

Aber entscheidend werde sein, "wer den Siegeswillen mehr hat, wer es mehr möchte", sagt TSB-Trainer Dragos Oprea. Es ist schließlich ein Nachbarschaftskampf, ein Traditionsderby.

HCOB gegen TSB Horkheim: Der Zweite empfängt den Siebten

Der HCOB ist der Favorit. Mit 17:5 Punkten steht die Mannschaft von Trainer Daniel Brack auf dem zweiten Tabellenplatz der 3. Liga Süd. Der TSB Horkheim ist mit 11:9 Punkten Siebter im 16er-Feld.

"Aber wir haben dort eine Chance", sagt Dragos Oprea. "Wir dürfen uns allerdings keine Phase erlauben, in der wir zu viele Fehler machen. Bei uns muss sehr viel passen an diesem Abend, das muss nah dran sein an der Perfektion. Ich weiß, dass wir das können. Wir haben das Potenzial für einen Sieg in Oppenweiler."

Unterschiedliche Zielsetzungen bei Horkheim und HCOB 

Die Zielsetzungen beim HCOB und in Horkheim sind unterschiedlich. Daniel Brack strebt mit seinem Team klar Richtung 2. Liga. Beim TSB steht seit einiger Zeit die wirtschaftliche Stabilität im Vordergrund. Ehrgeizige Projekte sind damit nur schwer zu verwirklichen. Der Club will mit begrenztem Finanzeinsatz möglichst weit vorne mitspielen. Die ganz Großen der Liga kann der TSB allenfalls punktuell herausfordern. Auch deshalb wird Oprea den Verein zum Saisonende verlassen. Co-Trainer Malte Willms bleibt ebenfalls nicht.

Über den HCOB sagt Dragos Oprea: "Die haben eine richtig gut aufgestellte Mannschaft - auch in der Breite, da sind sie auf jeden Fall besser besetzt als wir. Man sieht auch, dass Daniel Brack da schon einiges auf den Weg gebracht hat. Aber es ist eben ein Derby, da spielen auch Dinge eine Rolle, die nichts mit der Papierform zu tun haben. Meine Jungs wissen genau, wie sie performen können. Wir müssen es halt aufs Feld bringen."


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In der Abwehr braucht es eine Portion Härte

Oprea setzt auf heiße Herzen. Aber zu viel emotionalen Überschwang will er nicht sehen. "Wir dürfen es nicht mit der Brechstange versuchen. Vor allem nicht im Angriff. In der Abwehr brauchen wir natürlich schon eine Portion Härte. Dieses Derby ist ein Spiel, in den man beim Zupacken auch mal über die Grenze gehen darf."

HCOB-Trainer Brack wünscht sich von seinem Team Steigerungen beispielsweise im Überzahlspiel oder im Tempospiel. "Wir haben da noch viel Entwicklungspotenzial, das müssen wir ausschöpfen." HCOB-Ass Daniel Schliedermann sagt vor dem Derby gegen Horkheim: "Sie spielen ähnlich wie wir einen schnellen Handball. Wir müssen ihnen zeigen, dass wir emotional und qualitativ überlegen sind."

Auf die größere Willenskraft wird es ankommen. Aber auch aufs spielerische Vermögen. "Wir sind alle Derbystimmungs-geimpft", sagt Dragos Oprea und lacht. "Ich habe nach unserer Trainingswoche ein sehr gutes Gefühl."

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