Stimme+
3. Handball-Liga Süd
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

„Super ins Rollen gekommen“: TSB Horkheim fertigt Tabellenzweiten mit 36:27 ab

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Gegen die Rhein-Neckar Löwen II gab es in der Stauwehrhalle einen klaren Sieg des TSB Horkheim - mit einer krassen Wende in der ersten Hälfte. Das Team von Oliver Heß steht jetzt bei 23:11 Punkten. 

Jubel beim TSB Horkheim über das 36:27 gegen die Rhein-Neckar Löwen II
Jubel beim TSB Horkheim über das 36:27 gegen die Rhein-Neckar Löwen II  Foto: Oehlschlaeger, Andreas

Oliver Heß grinste. „Da muss man nicht viel motzen.“ So kann man es auch ausdrücken, wenn der bisherige Tabellenzweite mit 36:27 (20:11) abgefertigt worden ist. Der Trainer des TSB Horkheim war nach dem Heim-Statement gegen die Rhein-Neckar Löwen II sehr zufrieden mit seiner Mannschaft.

„Im Angriff ist der Ball richtig gut gelaufen, vor allem mit Druck gelaufen“, freute sich Heß. „Jeder war torgefährlich.“ Spielerisch sei das „sehr gute Qualität“ gewesen, die sein Team abgeliefert habe. „Und in der Defensive waren wir eine tolle Einheit, sind sehr gut zusammengestanden. Das war unsere beste Abwehrleistung in dieser Saison. Die Jungs sind super auf den Beinen gewesen.“

Es war ein Ausrufezeichen des bisherigen Tabellenfünften TSB. Die Horkheimer stehen in der 3. Liga Süd jetzt bei 23:11 Punkten, die Junglöwen mit einem Spiel mehr bei 24:12.

Maximal elf Tore Vorsprung waren es für den TSB Horkheim

Elf Tore Vorsprung hatte der TSB maximal herausgeworfen, das war erstmals beim 30:19 in der 44. Minute der Fall. Yannik Starz war der Schütze. Der Linksaußen kam insgesamt auf acht Treffer, drei davon waren verwandelte Siebenmeter. Niklas Roth sorgte in der 49. Minute fürs 32:21. Sieben Tore waren der Beitrag des Rückraumschützen zum klaren Horkheimer Sieg.

Ein beträchtlicher Vorteil für den TSB: Die Karrenbauer-Brüder standen Junglöwen-Trainer Holger Löhr nicht zur Verfügung, Lennart Karrenbauer hat in dieser Saison schon 91 Tore erzielt, sein Bruder Laurin 81. „Absolut eine Schwächung“, sagte Oliver Heß. „Das hat man schon gemerkt, dass da im Rückraum etwas gefehlt hat. Trotzdem, die Spieler, die bei den Löwen hinterher kommen, sind auch stark.“

In der ersten Hälfte der Partie hatte der TSB Horkheim das Spiel eindrucksvoll gedreht. Schnell war das Heim-Team deutlich zurückgelegen, in der 6. Minute stand es 2:5. Im Angriff war die Horkheimer Fehlerquote zu hoch, hinten war der TSB zu offen fürs schnelle Umschaltspiel der Talente-Truppe des Mannheimer Bundesligisten.

Ein 8:0-Tore-Lauf des TSB Horkheim verändert die Situation komplett 

Aber beim 5:5 (10.) war alles wieder ausgeglichen. Gleich darauf sorgte Yannik Starz mit einem famosen Kunstwurf fürs 6:5 des TSB. Der Linksaußen ließ das 7:5 folgen (12.), Mario Urban sorgte fürs 8:5. Niklas Roth traf in der 15. Minute zwei Mal. 10:5 – es war ein Horkheimer 8:0-Tore-Lauf. „Da sind wir super ins Rollen gekommen“, sagte Trainer Heß. „Ein 8:0 hast du nicht oft.“ Schon gar nicht gegen einen Tabellenzweiten.

Und es ging stark weiter, auch weil TSB-Torwart Marco Bitz viele Würfe entschärfen konnte. Beim 17:8 durch Niklas Roth (25.) waren es sogar neun Treffer Vorsprung. Mit 20:11 ging es in die Pause, Bitz hatte in der letzten Aktion noch einen Siebenmeter von Jan Day gehalten.

„Ich habe dann in der Halbzeit gesagt: Es ist schön, gegen die Löwen mit neun Toren vorne zu sein. Aber die rennen weiter, spielen weiter – da kann es ruckzuck anders aussehen“, erzählte Oliver Heß. „Letzte Saison waren wir im Heimspiel auch ganz klar in Führung und haben nur Unentschieden gespielt. Aber die Jungs haben sehr konzentriert weitergemacht, das war echt top.“

Yannik Polifka verletzt sich am Sprunggelenk und muss raus

Yannik Polifka war allerdings in der 11. Minute verletzt ausgeschieden. Das Sprunggelenk am linken Fuß war lädiert – Spiel vorbei. Oliver Heß wechselte viel. „Da war reichlich Tempo im Spiel. Und ich wollte, dass alle, die auf der Platte stehen, viel Luft haben. Es war der Plan, dass wir früh wechseln, dass keiner auch nur einen Hauch nachlässt.“

Am Schluss wurde die Horkheimer Mannschaft von den Fans gefeiert. Vom Trainer gab es verbalen Applaus: „Den Tabellenzweiten haben wir mit neun Toren geschlagen, das war eine Topleistung.“

TSB Horkheim: Bitz, Kanters - Sacherow, Soos (3), Roth (7), Urban (6), Rebmann (1), Matusik (2), Polifka (1), Glaser (1), Thiele, Starz (8/3), Herrmann, Schröder (2), Dück (5). Erfolgreichster Werfer Junglöwen: Lucas Pabst (6). Schiedsrichter: Yannik Haas/Sebastian Wilken. Zeitstrafen: TSB: 2; Junglöwen: 2. Siebenmeter: TSB: 3/4; Junglöwen: 2/3. Zuschauer: 290. 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben