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Handball 3. Liga Süd
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Keeper Kanters rettet dem TSB Horkheim einen Punkt 

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Der TSB Horkheim bleibt im vierten Spiel hintereinander ohne Sieg. Gegen den auswärts noch ungeschlagenen HC Erlangen II steht es am Ende 29:29-Unentschieden. 

TSB-Keeper Jan Kanters war mit seinen 21 Paraden der Mann des Tages in Horkheim.
TSB-Keeper Jan Kanters war mit seinen 21 Paraden der Mann des Tages in Horkheim.  Foto: Mario Berger

Erst verhindert der Torpfosten den Sieg, dann Jan Kanters die Niederlage – in den letzten Sekunden des Begegnung hätte das Spiel in jede Richtung kippen können. Letztlich stand am Samstagabend ein leistungsgerechtes 29:29 (12:13) zwischen dem TSB Horkheim und dem HC Erlangen II. „Wir müssen glücklich über den einen Punkt sein“, gab der Sportliche Leiter Sven Grathwohl zu. Es war die vierte sieglose Partie der Horkheimer hintereinander. „Die Spiele gehen nicht mehr so locker von der Hand wie zu Saisonbeginn“, stellte auch Trainer Oliver Heß fest.

TSB-Trainer Heß attestiert Kanters eine "Wahsinnsspiel"

Mann des Tages auf Seiten der Gastgeber war fraglos Jan Kanters. Die Parade in der Schlusssekunde war seine 21. im Spiel. „Leider eine zu wenig“, sagte der 20-Jährige hinterher selbstkritisch. „Es gab viele Momentumswechsel, aber ein Unentschieden fühlt sie nie wirklich gut an. Trotzdem freue ich mich natürlich, dass es bei mir gut gelaufen ist.“ Sein Trainer wurde deutlich: „Jan hat ein Wahnsinnsspiel abgeliefert. Ohne ihn wären wir zur Pause wohl sechs, sieben Tore hinten gewesen“, mutmaßte Heß.

Mit der Leistung seines Teams – abgesehen von Kanters – in den ersten 30 Minuten war der TSB-Coach jedoch absolut nicht zufrieden. „Da haben – warum auch immer – die letzten zwei, drei Prozent gefehlt“, kritisierte Heß. Das äußerte sich in einigen schwachen Torabschlüssen. Andererseits hatte auch Gästekeeper Marc Panholzer einen guten Abend erwischt und kam in Summe auf 15 Paraden. „Beide Torhüter haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt“, sagte Gästetrainer Slawa Lochman.

Starke Rückkehr von Yannick Starz nach fast vierwöchiger Verletzungspause 

Zur Liste der Auffälligen muss unbedingt noch Yannik Starz gezählt werden. Nach fast vierwöchiger Verletzungspause kam der Linksaußen richtig stark zurück, war mit acht Toren bei nur einem Fehlversuch bester Schütze seines Teams. Da Leon Agner wegen einer Fußverletzung nach dem Aufwärmen signalisierte, dass er nicht auflaufen kann, blies Starz 60 Minuten durch – abgesehen von einer Zwei-Minuten-Strafe. „Ab der 50. Minute habe ich gemerkt, dass die Kräfte nachlassen“, gab der 23-Jährige hinterher zu.

Dank seiner Treffsicherheit und Kanters Paraden ging der TSB nur mit einem 12:13 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeber mit einem 3:0-Lauf zum 15:13 (33.) auf, doch nach dem 20:20 (45.) schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Leichtfertige Ballverluste der Horkheimer nutzten die auswärts ungeschlagenen Gäste zu einer 24:21-Führung (48.). Ähnlich wie in der Vorwoche gegen Pfullingen schien dem TSB die Partie in der Schlussphase zu entgleiten. „Doch dann haben die Jungs Moral gezeigt und sich zurückgekämpft“, lobte Heß.

Kanters wird mit Extra-Applaus aus der Halle verabschiedet

Johannes Rebmann glich wieder zum 26:26 aus (54.), Niklas Matusik traf zur 29:28-Führung (58.). Dass es nicht zum Sieg reichte, lag am 29:29 von Lucca Bialowas 14 Sekunden vor dem Ende und am eingangs beschriebenen Pfostentreffer von Bitz. Dass es nicht die vierte Horkheimer Niederlage in Serie setzte, lag am Fehlwurf von Lasse Schmid oder vielmehr an der Glanzparade von Jan Kanters. Der Mann des Tages bekam sogar noch einmal einen Extra-Applaus der TSB-Fans im Foyer der Stauwehrhalle, als er sich auf den Heimweg machte. Das passiert auch nicht jeden Tag.

TSB Horkheim: Kanters, Malek (Tor) – Mönch (5/2), Csaba (1), Reichert, Soos (4), Rebmann (3), Matusik (2), Polifka (2), Agner, Bitz (4), Starz (8), Mack, Dück.

Beste Schützen des HC Erlangen: von Gruchalla (7/3), Buck (5), Bialowas (5).

Schiedsrichter: Lars Zik, Dominik Schek.

Siebenmeter: TSB 2/2; HCE 3/3.

Zeitstrafen: 2/1.

Zuschauer: 280.

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