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Heimspiel gegen Konstanz ist Auftakt der Schlussoffensive des TSB Horkheim

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Drittliga-Männer des TSB Horkheim um Trainer Oliver Heß haben die Pause über Ostern genutzt, um sich Ziele für die letzten fünf Partien zu setzen. Heimspiel gegen die nach wie vor ambitionierte HSG Konstanz.

Welches Punkteziel sich Oliver Heß (links) und seine Mannschaft für die letzten fünf Spiele der Drittliga-Saison gesetzt haben, will der Trainer nicht verraten.
Welches Punkteziel sich Oliver Heß (links) und seine Mannschaft für die letzten fünf Spiele der Drittliga-Saison gesetzt haben, will der Trainer nicht verraten.  Foto: Mario Berger

Grundsätzlich ist beim TSB Horkheim und Trainer Oliver Heß alles wie immer: Das spielfreie Wochenende über Ostern heißt nicht, dass die Drittliga-Handballer nicht trainieren würden; und die unterrichtsfreie Zeit heißt nicht, dass ein Pädagoge in den Osterferien nicht arbeiten würde. „Es ist gar nicht so viel anders“, sagt der Lehrer für Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Gustav-von-Schmoller-Schule in Heilbronn.

Oliver Heß hat zwar gerade mehr Zeit für seine Familie, allerdings auch Klassenarbeiten korrigiert und sich nicht nur über den nächsten Gegner Gedanken macht: An diesem Samstag (20 Uhr) geht es für Heß und den TSB zu Hause in der Stauwehrhalle gegen die HSG Konstanz. Und in den vergangenen Tagen ging es um Grundsätzliches: Wie geht man die letzten fünf Spiele der Saison an?

TSB-Trainer will das Punkteziel für die letzten Spiele nicht preisgeben

Man habe sich zusammengesetzt, um zu definieren, was man noch erreichen wolle, sich eine Punktzahl als Ziel für die verbleibenden Spieltage 26 bis 30 gesetzt, sagt Oliver Heß, ohne die Zahl preisgeben zu wollen. Der Tabellenvierte (31:19 Punkte) trifft noch auf Konstanz (8./28:22), Fürstenfeldbruck (16./9:43), Leutershausen (11./23:27), Erlangen/Bruck (13./21:29) und Balingen II (12./21:29).

„Ich habe Viererteams zusammengestellt und wollte hören, was uns diese Saison bisher stark gemacht hat.“

Oliver Heß

Oliver Heß hörte also, ganz Pädagoge, per Gruppenarbeit in seine Mannschaft hinein: „Ich habe Viererteams zusammengestellt und wollte hören, was uns diese Saison bisher stark gemacht hat. Das Tolle: Die Kleingruppen lagen nicht weit auseinander.“ Der Kern des Spiels des TSB sei die Defensive mit einem starkem Torwart dahinter.

Fahrstuhlmannschaft HSG Konstanz

Die Defensive wird auch der Schlüssel für die Heimpartie gegen die Konstanzer sein, die Oliver Heß neben den Wölfen Würzburg (3./34:18) vor Saisonbeginn als Aufstiegsfavoriten auf seinem Zettel gehabt habe. Die HSG, 35:31-Sieger im Hinspiel, ist „ein bisschen eine Fahrstuhlmannschaft“, sagt Oliver Heß.

Der Sprung in die 2. Bundesliga gelang den nach wie vor sehr ambitionierten Konstanzern erstmals im Jahr 2000, seither pflegt man eine intensive On-Off-Beziehung. Die Konstanzer als auch aktuell der HC Oppenweiler/Backnang zeigen, so Heß, wie groß der Schritt in die zweite Liga ist. Oppenweiler habe schon vor dem Aufstieg sehr viel Geld in die Hand genommen - am Samstag könnte der direkte Wiederabstieg Fakt sein; 24 der bisherigen Spiele wurden verloren, es reichte nur zu zwei Unentschieden.

Das Thema Aufstiegsrunde ist durch

Auch deshalb hatte der Vorstand des TSB Horkheim Mitte März bekanntgegeben, an der möglichen Aufstiegsrunde zur zweiten Liga nicht teilzunehmen. Das Thema ist durch, Oliver Heß ist fein damit: „Wir müssten von drei Trainingseinheiten die Woche auf sechs oder sieben. Auch beispielsweise an einem Freitag in Hagen zu spielen, wäre ein Problem, da alle meine Spieler arbeiten.“

Dass sich der eine oder andere Akteur im Saisonendspurt ohne das große Ziel Aufstieg hängen lassen könnte, befürchtet Oliver Heß nicht. Im Gegenteil: „Selbstredend wollen wir auch in den letzten drei Heimspielen von Beginn an voll da sein und die Zuschauer mitnehmen“, sagt der Trainer. Zuletzt hatte der TSB zwei Mal verloren, 32:42 gegen den HC Erlangen II (2./35:15) und 32:37 beim SV Salamander Kornwestheim (1./40:10).

Auftrag von Trainer Oliver Heß: Härter zupacken

Bei beiden Niederlagen war das Defensivverhalten das Problem, habe es kaum klassische Zweiminutenstrafen gegeben, sagt Oliver Heß: „Wir müssen härter zupacken.“ Das war selbstverständlich im Training ein Thema, was wegen der Feiertage zu einem kompakten Block wurde. Statt Ostermontag wurde am Dienstag und wie gewohnt am Mittwoch sowie am Donnerstag geschuftet. Verletzte hat Oliver Heß derzeit nicht zu beklagen, erkrankte Spieler allerdings schon.

„Wenn die Konstanzer ins Rollen kommen, dann gewinnen sie gerne mit zehn, 15 Toren Unterschied.“

Oliver Heß

Interessant ist der Vergleich der Torverhältnisse von TSB und HSG. Die Horkheimer haben mit 793 Treffern (bei 765 Gegentoren) 31 Punkte erspielt, die Konstanzer mit 835 Treffern (773 Gegentore) nur 28. „Wenn die ins Rollen kommen“, erklärt TSB-Coach Oliver Heß, „dann gewinnen sie gerne mit zehn, 15 Toren Unterschied.“ Das soll am Samstagabend nicht passieren - so viel ist klar, ohne die Ergebnisse der Gruppenarbeit zu kennen. 

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