Ein neuer Spielmacher für den TSB Horkheim
TSB Horkheim verpflichtet als ersten Neuzugang für die kommende Saison Adam Soos aus Zweibrücken. Der hat ambitionierte Ziele mit dem TSB.

Wie oft Adam Soos schon in der Horkheimer Stauwehrhalle gespielt hat, weiß er selbst nicht so genau. "Es waren viele Spiele und nur zwei Mal bin ich als Sieger vom Feld gegangen", schildert der 26-Jährige seine bisher eher weniger guten Erfahrungen. Die Zahl der Erfolgserlebnisse dürfte in der kommenden Saison steigen. Denn der gebürtige Ungar wird in der kommenden Spielzeit das blau-weiße TSB-Trikot tragen. Der Rückraumspieler ist damit der erste feststehende Neuzugang des Drittligisten.
"Das Gesamtpaket hat einfach gepasst", begründet Soos seinen Wechsel. Aktuell spielt der Rechtshänder noch bei Oberligist SG Zweibrücken. In bislang 14 Partien hat er 75 Treffer für die Pfälzer erzielt. Als Tabellensechster hat das Team von Trainer Klaus Peter Weinert bereits erheblichen Rückstand auf die Tabellenspitze. Die anvisierte Rückkehr in die Drittklassigkeit ist bereits in weite Ferne gerückt. Die Löwen waren am Ende der Saison 21/22 abgestiegen.
Der Abstieg war nicht eingeplant
"Ich hatte vorher schon zugesagt. Der Abstieg war natürlich nicht eingeplant", sagt Soos, der 2022 von der TGS Pforzheim in die Pfalz gewechselt war. In seiner ersten Saison landete er mit seinem neuen Club auf dem dritten Platz. "Aufgrund von Verletzungen und viel Pech hat es mit dem Aufstieg leider nicht geklappt", sagt Soos. Daher kehrt er nun über einen Wechsel in die 3. Liga zurück. "Da ist natürlich auch der sportliche Reiz gegeben, wieder in der starken Südstaffel zu spielen."
Eingefädelt hat den Transfer Sven Grathwohl. Der TSB-Torwarttrainer übernimmt immer mehr Aufgaben in der Organisation und der Kaderplanung. "Ich habe mit Sven bei den Junglöwen zusammengespielt. Der Kontakt ist nie abgerissen", sagt Soos, der im Raum Pforzheim wohnt und arbeitet. Die Anfahrt in den Heilbronner Stadtteil schreckt ihn nicht: "Die Fahrzeit ist mit 40 Minuten nur halb so lang wie nach Zweibrücken." Ein weiterer Grund für einen Standortwechsel.
Soos ist kein klassischer Rückraum-Shooter
Mit Horkheims neuem Trainer Oliver Heß hatte Soos bisher nur telefonischen Kontakt. "Ich kannte ihn bisher nur als Gegenspieler. Als Trainer macht er einen angenehmeren Eindruck", sagt Soos scherzhaft. Der 1,87 Meter große Rechtshänder ist kein klassischer Rückraum-Shooter, sondern eher der klassische Spielmacher. Das Handballspielen hat der in Singen aufgewachsene Soos im Internat der Rhein-Neckar Löwen gelernt. Über die HBW Balingen-Weilstetten versuchte er 2017 den Sprung ins Profilager zu schaffen. Als das nicht klappte, wechselte er 2020 zu Drittligist TGS Pforzheim. "Mit Horkheim will ich wieder unter den Top sechs in der 3. Liga mitspielen", lautet seine ambitionierte Zielsetzung für die nächste Saison.
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