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Erste Pleite 2026
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„Die klare Birne hat gefehlt“: TSB Horkheim verliert mit 28:31 in Bittenfeld 

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Nach dem starken Start ins Jahr 2026 musste der TSB Horkheim in der 3. Handball-Liga Süd die erste Enttäuschung hinnehmen. Beim Aufsteiger TV Bittenfeld II gab es eine 28:31-Niederlage. Ein 13-Tore-Mann war genervt.   

Umarmung für einen Besseren: Andreas Schröder (Mitte) nach der Niederlage des TSB Horkheim beim TV Bittenfeld II. Rechts TSB-Torwart Marco BItz.
Umarmung für einen Besseren: Andreas Schröder (Mitte) nach der Niederlage des TSB Horkheim beim TV Bittenfeld II. Rechts TSB-Torwart Marco BItz.  Foto: Oehlschlaeger, Andreas

Yannik Starz hätte nichts sagen müssen, sein Gesichtsausdruck sprach Bände. So viel Frust. So ein Mist. 13 Tore hatte der Linksaußen des TSB Horkheim geworfen, aber beim TV Bittenfeld II setzte es eine schmerzhafte 28:31 (14:13)- Niederlage.  

„Am Schluss war das dann verdient. Die waren cleverer. Wir haben uns in manchen Situationen echt nicht schlau angestellt“, sagte Starz. Er war der herausragende Spieler des TSB, seine sechs Siebenmeter verwandelte er alle souverän. „Aber ich hätte lieber weniger Tore gemacht und gewonnen.“

Ex-Trainer Michael Schweikardt schaut in seinem Heimatort auch zu

Starz plauderte zur Ablenkung noch ein bisschen mit dem in Bittenfeld verwurzelten Horkheimer Ex-Trainer Michael Schweikardt, der den TSB einst in Richtung des Bundesligisten TVB Stuttgart verlassen hatte.  Klar war, dass die Pleite des bisherigen Tabellenvierten beim Aufsteiger in die 3. Handball-Liga Süd selbst verschuldet war. „Wir hatten im Angriff zu hektische Aktionen“, sagte Yannik Starz. „Es war allgemein kein gutes Spiel, auch in der Abwehr nicht.“ 

Trainer Oliver Heß fasste seine Empfindungen nach dem 28:31 in einen platt wirkenden, aber absolut zutreffenden Kernsatz: „Wir können und müssen besser spielen.“  Der TSB Horkheim hat jetzt im Jahr 2026 keine weiße Weste mehr. Nach den beiden vorangegangenen Heimsiegen gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen und die Rhein-Neckar Löwen II gab es einen kräftigen Dämpfer. Mit 23:13 Punkten stehen die Horkheimer jetzt da. Der TVB II kommt auf 19:19 Zähler. 

Der TSB Horkheim leistet sich in Bittenfeld zu viele technische Fehler

„Wir hatten definitiv ein paar technische Fehler zu viel und haben in der zweiten Halbzeit im Gegenstoßverhalten zwei, drei Entscheidungen nicht gut getroffen“, sagte Oliver Heß.  Die Entscheidung im Spiel fiel in der Crunchtime. „Wenn dann hier in der engen Halle noch die Stimmung dazukommt, wird es schwer“, sagte Yannik Starz. „Ich fand, wir waren mental da - aber offenbar nicht genug.“ 

Beim 26:26,  als es in die letzten achteinhalb  Minuten ging, war alles noch komplett offen gewesen. Beide Teams hatten gute Phasen gehabt, sich aber auch Schwächen geleistet. 

Dann sorgte Luca Mauch (55.) für den Horkheimer 26:27-Rückstand. Der TSB war einfach zu fehlerhaft. Maurice Widmayer (58.) traf zum 26:28. Die Horkheimer blieben fast sieben Minuten lang ohne Tor,  bis Yannik Starz zum 27:28 traf (59.). „Da wussten wir: okay, jetzt dürfen wir eigentlich keine Fehler machen. Und dann waren wir zu hektisch und haben Bälle weggeschmissen“, ärgerte sich der Horkheimer Linksaußen. Es ging nichts mehr vorwärts. 28:31 stand es am Schluss, blöd gelaufen. 

Trainer Oliver Heß fand seine Mannschaft „ein bisschen kopflos, wir haben uns in Einzelaktionen verstrickt. Die klare Birne hat ein bisschen gefehlt.“

Ein ganz schlechter Start des TSB Horkheim wird wettgemacht

Gleich der Start ins Spiel war dem TSB total missraten. In der 5. Minute lagen die Horkheimer mit 0:3 zurück. Zu viele Ungenauigkeiten gab es. Beim 6:6 (13.) durch Mario Urban war der TSB aber auf Augenhöhe. Leon Glaser und Yannik Starz sorgten dann mit einem schnellen Tore-Doppelschlag für die Horkheimer 8:6-Führung (15.). Zum 12:9 und 13:9 traf erneut Linksaußen Starz. Zu Beginn der 26. Minute waren es vier Tore Vorsprung für den TSB. Auch Schlussmann Marco Bitz hatte  mit seinen Paraden Anteil an dieser Führung.

Doch es folgte eine 0:3-Tore-Phase. Nur noch 13:12. Zur Pause lag die Mannschaft von Oliver Heß mit 14:13 vorne. 

Es blieb dann ganz lang eng. Am Schluss hatte der TV Bittenfeld II einfach mehr zu bieten. Bester Werfer war Rechtsaußen Michael Seiz mit neun Toren, davon fünf Siebenmeter - er trug einst jahrelang das Horkheimer Trikot.  Dem TSB blieb auch deshalb nur viel Frust. 

 

TSB Horkheim: Bitz, Kanters - Sacherow, Soos, Roth, Urban (2), Rebmann (1), Matusik (1), Polifka (3), Glaser (1), Thiele, Starz (13/6), Herrmann (1), Schröder (3). Dück (3). 

Erfolgreichste Werfer TVB II: Michael Seiz (9/5), Luca Mauch (7). 

Schiedsrichter: Tobias Häfele/ Stefan Schmid-Denzinger. 

Siebenmeter: TVB: 5/6; TSB: 6/6. 

Zeitstrafen: 3/0. 

Zuschauer: 250. 

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