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Bundesliga statt Halligalli: Sport-Union-Handballerinnen sind zurück in der Ballei

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Nach dem Rosenmontagsball öffnet die Ballei ihre Türen wieder für den Bundesliga-Handball. Die Sport-Union Neckarsulm erwartet Spitzenreiter SG BBM Bietigheim zum "Bonus-Spiel".

Amber Verbraeken, hier links im Hinspiel gegen Bietigheims Xenia Smits, wird am Samstag fehlen. Die Niederländerin hatte sich gegen Dortmund das Knie verdreht. Auf das Ergebnis ihres MRT wartet die Sport-Union noch.
Amber Verbraeken, hier links im Hinspiel gegen Bietigheims Xenia Smits, wird am Samstag fehlen. Die Niederländerin hatte sich gegen Dortmund das Knie verdreht. Auf das Ergebnis ihres MRT wartet die Sport-Union noch.  Foto: Veigel, Andreas

Die närrischen Tage sind vorüber, die Überreste inzwischen beseitigt und auch Elvis, Rotkäppchen und Pikachu sind wohl wieder im Alltag angekommen. Nachdem das verkleidete Trio an Rosenmontag in der Ballei sein närrisches Unwesen trieb, wird dort am Samstagabend ab 18 Uhr wieder Handball gespielt - Bundesliga statt Halligalli.

Sport-Union und Trainer Aalderink wollen Positiv-Trend fortsetzen

Das erneute Duell mit Ligaprimus SG BBM Bietigheim steht unter identischen Vorzeichen wie das Hinspiel vor genau einem Monat: Es bleibt für die Gastgeber ein Bonus-Spiel. Damals war die Sport-Union Neckarsulm in der ersten Partie unter Trainer Mart Aalderink erwartungsgemäß chancenlos. Dennoch hatte das 23:35 in der Sporthalle am Viadukt - ein Nachholspiel des dritten Spieltages - positive Ansätze erkennen lassen.

Auf die hat Aalderink inzwischen aufgebaut. Die Mannschaft wirkte vor der jüngsten Spielpause gefestigter, variabler und bewies zuletzt auch mehr Spielwitz als in der Endphase des Vorjahres. Wichtige Siege gegen Halle-Neustadt und den VfL Waiblingen sprangen dadurch heraus, dazu ein mehr als respektabler Auftritt bei der Dortmunder Borussia, der letztlich jedoch ohne Punkte blieb (24:38).

Vertrauen in das neue Abwehrsystem

"Ich bin gespannt, wie die Mannschaft jetzt gegen Bietigheim auftreten wird", sagt Mart Aalderink. "Ich erwarte schon, dass wir es ein bisschen besser machen als beim letzten Mal, als wir ja erst eine Woche zusammen trainiert hatten."


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Vor allem in der Abwehr attestiert der Niederländer seinem Team die größten Fortschritte. Nur drei oder vier Team spielten in der Liga eine so offensive Abwehr wie die Sport-Union. Und das in so kurzer Zeit umgesetzt zu haben, nötigt Aalderink Respekt ab. "Ich kann die Mädels da nur loben, wie gut sie gearbeitet haben." Zum Gelingen maßgeblich beigetragen habe die Tatsache, dass die Mannschaft selbst hinter den neuen Spielideen stehe und sie mittrage. "Die Mädels glauben daran", bestätigt Aalderink.

Tabellensituation hat sich verbessert, aber noch nicht entspannt

Im Anschluss an das gute Spiel gegen Dortmund, nach dem sich Aalderink mit BVB-Trainer Henk Groener und Dortmunds Handballerin des Jahres Alina Grijseels noch länger ausgetauscht hatte, gab es für die Mannschaft vier Tage frei, bevor seit Montag der volle Fokus dem Bietigheim-Spiel gilt.

Denn die tabellarische Situation der Sport-Union hat sich durch die zwei jüngsten Siege zwar deutlich verbessert, allerdings noch nicht gänzlich entspannt. Halle-Neustadt steht mit einem Punkt weniger auf dem Abstiegsrelegationsrang und damit direkt hinter Neckarsulm. Bad Wildungen, Zwickau und Leverkusen sind zwei beziehungsweise drei Punkte voraus. Wenigstens die latente Gefahr durch Schlusslicht VfL Waiblingen ist vorerst gebannt.

Nach Bietigheim und Länderspielpause zählt's

Sollte sich das Neckarsulmer Punktekonto am Samstag auf der Positiv-Seite verändern, käme das einer handfesten Überraschung gleich. Noch immer steht Bietigheim um (Bundes-)Trainer Markus Gaugisch ohne Punktverlust an der Liga-Spitze.

Dort wird das Team auch nach dem 16. Spieltag für die nächsten Wochen stehen, das steht bereits vor dem samstäglichen Duell fest. Denn am Wochenende des 4./5. März pausiert der Bundesliga-Spielbetrieb aufgrund einer Länderspielpause. Neben Sarah Wachter (Deutschland) sind auch Daphne Gautschi (Schweiz) und Tija Gomilar Zickero (Slowenien) von ihren Nationaltrainern nominiert worden.

Nach den internationalen Verpflichtungen geht es für die Sport-Union dann zur HSG Bensheim/Auerbach, bevor im Anschluss die HSG Bad Wildungen nach Neckarsulm kommt. Dann ist auch die Zeit der Bonus-Spiele vorbei.


Rund um das Heimspiel gegen Bietigheim

Wie bereits beim Heimspiel gegen den VfL Waiblingen bekommt ein Zuschauer am Samstagabend in der Ballei die Chance auf einen Gutschein über 100 Euro für den Stimme-Shop. Dazu wird er in der Halbzeit seine handballerischen Fähigkeiten auf der Platte unter Beweis stellen müssen. Nachdem zuletzt in einem Eins-gegen-Eins von der Siebenmeter-Linie Nervenstärke gefragt war, geht es am Samstag beim Lattenwerfen um Präzision. Einer von drei Würfen muss an den Querbalken, um zu gewinnen. Marc Diste, Leiter Digital Sales bei der Stimme Mediengruppe, wird moderieren.

Mart Aalderink wird gegen Bietigheim auf ein Quintett verzichten müssen: Svenja Mann, Laila Ihlefeldt und Anita Polácková werden dank ihres Zweitspielrechts mit den Kurpfalz Bären gegen den HC Rödertal im Einsatz sein. Munia Smits steht bis auf Weiteres überhaupt nicht mehr zur Verfügung. Die Belgierin wurde am Mittwoch nach ihrer Verletzung im Hinspiel am Meniskus operiert und wird sechs bis neun Monate ausfallen. Amber Verbraeken, die sich gegen den BVB das Knie verdreht hatte, wird ebenfalls fehlen. Bei ihr stehen genauere Untersuchungsergebnisse noch aus.

 

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